22.07.2020 - 22:06

Ekelalarm im Badeurlaub In der Ostsee: Quallen tauchen dieses Jahr früher auf und sind größer!

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Die Rippenqualle hat jetzt schon die Ostsee erobert, obwohl sie das für gewöhnlich später im Sommer erst tut. Und größer ist sie auch noch.

Foto: iStock.com/vojce

Die Rippenqualle hat jetzt schon die Ostsee erobert, obwohl sie das für gewöhnlich später im Sommer erst tut. Und größer ist sie auch noch.

Wer beim Schwimmen schon mal eine Qualle berührt hat, weiß, wie unangenehm diese Begegnung sein kann. Zu solchen Fällen könnte es nun beim Baden in der Ostsee häufiger kommen. Denn dort gibt es jetzt vermehrt Quallen, die auch noch größer als üblich sind.

Die Ostsee ist dieses Jahr ein ganz besonders gefragtes Reiseziel bei vielen Urlaubern. Wer wegen Corona nicht ins Ausland kann oder will, verbringt seine Ferien an der schönen deutschen Ostsee. Spielt das Wetter dann auch noch mit, können Feriengäste hier einen wunderbaren Urlaub verbringen. Doch dieses Jahr gibt es außer der ungewissen Wetterlage ein weiteres Problem: Viele Gäste könnten sich beim Baden im Meer ekeln, denn die Quallen in der Ostsee sind dieses Jahr früher da als normalerweise und sie sind größer.

Quallen in der Ostsee: Darum sind sie jetzt schon da und größer

Nach dieser Schocknachricht können nun alle Ostseeurlauber erstmal aufatmen: Denn bei den vorkommenden Quallen handelt es sich um ungefährliche Arten. In Massen kommen nur die Ohren- und Rippenquallen daher. Doch vereinzelt ist auch die Feuerqualle unterwegs, die brennende Schmerzen verursachen kann. Also Achtung, wenn Sie eine kompakte gelbe bis dunkelrote Qualle sehen!

Die biologische Ozeanographin Cornelia Jaspers erklärte der Deutschen Presse-Agentur gegenüber, wie es dazu kommen konnte, dass sich die Quallen jetzt schon in der Ostsee ausbreiten und nicht erst, wie es beispielsweise für die Rippenqualle in der Eckernförder Bucht üblich ist, im Spätsommer. "Im Winter ist sehr viel salzreiches Wasser aus der Nordsee und dem Kattegat in die südwestliche Ostsee geströmt", erklärt sie. Durch den hohen Salzgehalt konnte sich die Rippenqualle gut fortpflanzen. Auch der laue Winter – die Wassertemperatur betrugt fünf statt wie in den Jahren davor um die zwei Grad – habe begünstigt, dass sich die Rippen- und die Ohrenqualle in großen Mengen in der Ostsee ausbreiten konnten.

Mögliche Folgen des hohen Quallenaufkommens

Den Badespaß können Urlauber trotzdem genießen, da die beiden Quallenarten für Menschen keine Gefahr darstellen, sondern lediglich eklig sind. Den einzigen Nachteil, den sie bringen könnten, ist, dass in der Ostsee der Sauerstoffschwund zunimmt, weil die Quallen sich von treibenden Organismen ernähren. Die Quallen mit dem Namen Blackfordia, die jetzt im Nord-Ostsee-Kanal laut Jaspers "zahlreich und auch früher als sonst beobachtet" wurden, könnten auch Folgen mit sich bringen. Denn sie fressen Fischen der Ostsee die Nahrung weg.

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