Aktualisiert: 18.07.2020 - 13:41

Interview mit dem Mulittalent Isabel Varell: Bei Sorgen ruf ich Hape an

Schon seit ihrer Kindheit träumte Isabel Varell davon, Sängerin zu werden.

Foto: imago images / Sven Simon

Schon seit ihrer Kindheit träumte Isabel Varell davon, Sängerin zu werden.

Sie ist ein Energiebündel: Moderiert, schauspielt und singt. Die 58-Jährige sprach mit uns über ihr Kraft-Geheimnis und ihre besten Freunde.

Isabel Varell wurde am 31. Juli 1961 im Kempen geboren. Mit gerade einmal 13 Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt bei einem Talentwettbewerb. 1985 übernahm sie im ARD-Zehnteiler "Das Rätsel der Sandbank", zu dem sie auch das Titellied sang, die weibliche Hauptrolle. Es folgten zahlreiche Auftritte als Sängerin, Moderatorin und Schauspielerin. Mit Hape Kerkeling stand sie immer wieder gemeinsam vor der Kamera. Seit 2015 ist sie mit Regisseur Pit Weyrich verheiratet.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Isabel Varell mehr über ihr neues Album, ihre Freundschaften und wie sie sich ihre Leichtigkeit bewahrt.

Isabel Varell im Interview mit BILD der FRAU über ihr neues Album

BILD der FRAU: Liebe Isabel, Ihr neues Album heißt "Eine Tasse Tee".

Isabel Varell: Ja, weil Tee für mich was Gemütliches hat, etwas zum Runterkommen. So soll auch das Album sein. Eine Auszeit zum Träumen und Nachdenken.

"Mein Kindheitstraum war es, Sängerin zu werden"

Neben der Musik moderieren Sie eine Morgensendung im Ersten und schauspielen. Was lieben Sie mehr?

Mein Kindheitstraum war es, Sängerin zu werden. Die anderen Aufgaben kamen so nach und nach dazu. Ich habe sie immer dankend angenommen und dadurch auch neue Fähigkeiten in mir entdeckt. Klar gab es da auch kritische Stimmen, die fragten, ob ich mich denn nicht verzetteln würde. Heute bin ich froh, dass ich immer auf meinen Bauch gehört habe.

"Man muss sich das innere Kind im Geiste erhalten"

Für so viele Leidenschaften braucht man auch eine Menge Energie.

Ich habe das große Glück, dass ich mit einem riesengroßen Akku ausgestattet wurde. Und: Mir machen meine Aufgaben einfach viel Freude.

Sie wirken so unbeschwert. Wie erhalten Sie sich diese Leichtigkeit?

Man muss sich das innere Kind im Geiste erhalten. Das ist wie Bauch-Beine-Po-Training. Man muss den Leichtigkeits-Muskel trainieren.

Wie macht man das?

Indem man sich nicht einreden lässt, dass man ab einem bestimmten Alter bestimmte Dinge nicht mehr machen darf oder vernünftig werden muss. Man sollte zumindest im Privatleben auch mal Flausen im Kopf haben und im Geiste auf Bäume klettern.

Sie gehen auf die 60 zu.

Das ist mir so egal. Ich denke da gar nicht drüber nach. Einfach laut lachen – das tut immer gut. Ist doch egal, wenn einer schief von der Seite guckt. Man muss sich selber lieb haben – auch die Hülle, in der man durchs Leben geht.

Mit Hape Kerkeling und Birgit Schrowange hat Isabel Varell echte Freunde gefunden

Und Sie haben das große Glück, gute Freunde zu haben. Seit Jahren sind Sie eng mit Hape Kerkeling und Birgit Schrowange befreundet.

Beide begleiten mich seit Jahrzehnten. Hape liebe ich. Seinen Humor, seine Tiefe, seine Aufrichtigkeit. In vielen wichtigen Momenten ist er mein erster Gesprächspartner und ich ruf ihn an. Und bei Birgit ist es genauso.

Sind Freunde für Sie wichtiger als Ihr Lebenspartner?

Beides ist gleich wichtig. Da habe ich auch viel mit meinem Mann drüber gesprochen. Ich habe ihm erklärt, dass ich sehr viel Platz in meinem Herzen habe. Ich möchte nicht das eine neben dem anderen schwächer wirken lassen. Liebe ist vielschichtig.

CD-TIPP: Isabel Varell, "Eine Tasse Tee" (Osnaton Records, um 15 Euro)

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Mit Birigit Schrowange reiste Isabel Varell nach Sri Lanka, dort gönnten sich die Moderatorinnen eine wohl verdiente Auszeit. Hape Kerkeling macht momentan eine schwere Zeit durch. Nach dem Tod seines Freundes, findet Hape Kerkeling rührende Worte für verstorbenen Joseph Vilsmaier.

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