08.07.2020 - 19:39

Problemthema: Zustellung 1. Halbjahr 2020: Post- und Paketbeschwerden haben zugenommen

Die Post- und Paketbeschwerden haben sich im vergangenen Halbjahr erhöht. Bei den Briefen ist mit ihrer führenden Position vor allem die Deutsche Post angesprochen.

Foto: imago images / STPP

Die Post- und Paketbeschwerden haben sich im vergangenen Halbjahr erhöht. Bei den Briefen ist mit ihrer führenden Position vor allem die Deutsche Post angesprochen.

Sicher haben Sie sich auch schon mal geärgert, weil Sie einem Paket hinterherrennen mussten oder ein Brief plötzlich unauffindbar war. Haben diese Ärgernisse in letzter Zeit zugenommen? Scheinbar ja, denn aktuelle Beschwerdezahlen belegen das.

Wie beurteilen Sie die Arbeit der Briefzusteller und Paketdienstleister im vergangenen halben Jahr? Sicher können einige Menschen dies aktuell besser bewerten als sonst, wurde doch in Corona-Zeiten noch mehr bestellt als zuvor. Tatsächlich scheinen einige von ihnen unzufriedener zu sein als ein Jahr davor. Denn bei der Bundesnetzagentur gingen bis Ende des ersten Halbjahres 2020 mehr Post- und Paketbeschwerden ein. Woran das liegt?

Im letzten halben Jahr: Post- und Paketbeschwerden nahmen zu

Laut der Deutschen Presse-Agentur erreichten 10.000 Beschwerdeschreiben die Bundesnetzagentur, worüber Tag24 bereits berichtete. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor, den gleichen Zeitraum betrachtend, waren es nur 8700. Die Problemmeldungen lassen sich detailliert aufzuschlüsseln. Die Hälfte aller Beschwerden bezog sich auf Pakete. Vor allem bei der Zustellung kamen die meisten Unzufriedenheiten der Kunden auf. 35 Prozent hatten an der Briefzustellung etwas auszusetzen und die restlichen Beschwerden thematisierten andere Problemfälle, wie etwa Schwierigkeiten in Filialen oder mit Briefkästen.

Gegenteilige Wahrnehmung der Paketzusteller

Bei diesen schlechten Zahlen dürfte sich vor allem die Deutsche Post im Bereich der Briefe angesprochen fühlen. Denn hier hat sie noch immer mit einem Marktanteil von 80 Prozent die führende Position inne. Das sieht im Paketbereich anders aus. Doch hier führte die schlechte Bilanz zu Erstaunen. Denn Paketdienstleister sahen eher eine Verbesserung bei der Paketzustellung in Zeiten von Corona. Viele Menschen waren daheim, um ihre Bestellungen direkt anzunehmen.

Auch wenn die Beschwerdezahlen derzeit hoch erscheinen und zugenommen haben, muss trotzdem darauf hingewiesen werden, dass es sich generell noch um ein niedriges Reklamationsaufkommen handelt. Laut der Post folgt einer Millionen Sendungen nur eine Beschwerde.

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Bei der Brief- und Paketzustellung müssen Sie als Sender oder Empfänger nicht alles hinnehmen. Sie haben die Möglichkeit, sich bei Bundesnetzagentur zu beschweren. Zudem ist es dann gut, wenn Sie Ihr gutes Recht in solchen Fällen kennen. Unsere Themenseite Ratgeber Recht hilft Ihnen in vielen Fällen, in denen Sie unsicher sind, was Ihnen zusteht, weiter.

Wird mal ein Paket später geliefert, dann ist das halb so schlimm. Was wirklich schlimm ist, ist hingegen echter Betrug, wie er gerade erst wieder aufkam. Fallen Sie nicht auf diesen neuen PayPal-Betrug herein!

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