07.07.2020 - 22:08

Aus dem Beutel gerettet Wombat-Baby Elsie: Nach schwerem Start ins Leben jetzt in guten Händen

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Verwaiste Wombat-Babys werden von Tierschützern oft mit der Flasche aufgezogen, bevor sie wieder in die freie Wildbahn entlassen werden können. (Beispielbild)

Foto: iStock/Ken Griffiths

Verwaiste Wombat-Babys werden von Tierschützern oft mit der Flasche aufgezogen, bevor sie wieder in die freie Wildbahn entlassen werden können. (Beispielbild)

Das kleine Wombat-Baby Elsie hatte keinen leichten Start ins Leben. Nachdem ihre Mutter von einem Auto überfahren wurde, retteten Tierschützer das kleine Tier aus dem Beutel seiner toten Mutter.

Zum Glück gibt es die australische Organisation "Act Wildlife" in Canberra, die sich dem Schutz der australischen Tierwelt verschrieben hat. Eine der freiwilligen Helferinnen ist Lindy Butcher, ist es auch, der das kleine Wombat-Baby Elsie sein Leben zu verdanken hat.

Lindy rettete das hilflose Wombat-Baby

Vor ihrer Pensionierung arbeitete Lindy als Lehrerin, doch seitdem sie ihre berufliche Laufbahn beendet hat, widmet sie sich mit Leidenschaft und Ausdauer der australischen Tierwelt. Nachdem Elsies Mutter von einem Auto überfahren wurde, nahm sich Lindy des hilflosen Tieres an. Die ersten drei Wochen ihres Lebens verbrachte Elsie meist schlafend in einem Brutkasten.

Gegenüber dem "stern" erklärt die pensionierte Lehrerin mit dem großen Herz für Tiere: "Baby Wombats sind nur so groß wie eine Bohne, wenn sie auf die Welt kommen. Sie bleiben 8-9 Monate im Beutel der Mutter". Mittlerweile ist Elsie schon ein halbes Jahr alt und ein waschechter Instagram-Star. Lindy postet auf ihrem Account regelmäßig Bilder des süßen Wombat-Babys und die fast 24.000 Follower sind begeistert.

Zurück in die Wildnis

In die freie Wildbahn entlassen werden soll Elsie in ungefähr 15 Monaten. Dann ist die kleine Wombat-Dame ausgewachsen. "Wir suchen nach sicheren Orten und lassen die Tiere dort eine Weile herumlaufen, bis sie sich sicher fühlen. [...] Nach einigen Besuchen gewöhnen sie sich an die neue Umgebung. Die Tiere haben einen Mikrochip und wir beobachten mit Kameras, wie es ihnen geht", erklärt Lindy Butcher das Prozedere.

Seit 20 Jahren engagiert sich Lindy in dem Verein, dessen 50 freiwillige Helfer sich aktuell um mehr als 100 Tiere kümmern. Momentan ist Winter in Australien und die Buschfeuer sind gebannt. Schon 2019 kosteten die verheerenden Buschbrände über eine halbe Milliarde Tiere das Leben. Doch es gibt auch gute Neuigkeiten: Im Australian Reptile Park im Bundesstaat New South Wales wurde nun das erste Koala-Baby nach den Bränden geboren.

Nicht nur die australischen Buschfeuer stellten eine unglaubliche Tragödie für Tiere und Natur da. Ein großes Problem ist auch das Bienensterben. Wie wir es verhindern können.

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