07.07.2020 - 17:49

Weltnaturerbe Wattenmeer Wattwanderer entdecken seltenen Nagelrochen

Das Wattenmeer vor Baltrum. Hier entdeckten Wattwanderer einen seltenen Nagelrochen.

Foto: iStock / designnatures

Das Wattenmeer vor Baltrum. Hier entdeckten Wattwanderer einen seltenen Nagelrochen.

Eine Wattwanderung ist ein Muss für jede Nordseereise. Eine Gruppe von Wattwanderern machte jetzt eine ganz besondere Entdeckung: Sie stießen auf einen seltenen Nagelrochen!

Das Wattenmeer der Nordsee ist nicht nur das größte Wattenmeer der Welt, es zählt auch großteils zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist Deutschlands wichtigster Naturraum. Ein Grund dafür ist die vielfältige Flora und Fauna, die im Gebiet des Wattenmeeres zu finden ist. So ist das Wattenmeer unter anderem das vogelreichste Gebiet Europas!

Um die Vegetation des Wattenmeeres zu schützen, haben die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg ihre Anteile am Wattenmeer zu Nationalparks und Biosphärenreservaten erklärt. Das Gebiet zu betreten, ist trotzdem erlaubt: Wattwanderungen gehören zu einem Urlaub an der Nordsee einfach dazu und sind ein Spaß für Groß und Klein – besonders, wenn man dort so eine besondere Entdeckung macht, wie eine Gruppe von Wattwanderern in der Nähe von Baltrum: Die Wattwanderer entdeckten einen seltenen Nagelrochen!

Wattwanderer stoßen auf Nagelrochen – eine besondere Entdeckung

Bei einer Wattwanderung von Neßmersiel in Niedersachsen in Richtung der ostfriesischen Insel Baltrum entdeckten Wattwanderer ein Tier, das einmal mehr zeigte, wie beeindruckend die Artenvielfalt des Wattenmeeres ist: Halb im Sand vegraben, so wie es für Rochen typisch ist, schwamm im flachen Wasser ein Nagelrochen!

Wattführer Uilke van der Meer konnte seinen Augen kaum trauen, als er das Tier sah. Das war ihm in seinen 30 Jahren als Wattführer noch nie passiert! Nur – warum eigentlich nicht? Tatsächlich war der Nagelrochen, der sowohl an den afrikanischen als auch an den europäischen Küsten vorkommt, lange Zeit in der Nordsee heimisch. Bis vor 100 Jahren war er im Wattenmeer noch weit verbreitet, er gehörte sogar zu den am häufigsten vorkommenden Rochenarten in deutschen Gewässern. Dann jedoch wurden die Nagelrochen-Bestände durch Befischung und Beifang immer weiter dezimiert, erklärte Christoph Stransky vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven. Das Resultat: Ab 1980 kamen sie dort eigentlich nicht mehr vor. Erst seit 10 Jahren steigt der Bestand allmählich wieder – so, dass es, wie in diesem Fall, vereinzelt wieder zu Sichtungen kommt.

Sind Nagelrochen gefährlich?

Nagelrochen können zwischen 70 und 120 cm groß werden – da kann man sich schon mal erschrecken, sollte man im Watt über ein solches Exemplar stolpern… Tatsächlich müssen Sie aber Glück haben, um den Rochen überhaupt zu sehen: Laut Wattführer Uilke van der Meer hat sich dieser perfekt an den sandigen Untergrund angepasst und ist nur schwer erkennbar. Ein typisches Merkmal für den Nagelrochen ist seine mit Dornen übersäte Rückseite – daher auch der Name. Aber keine Panik: Solange Sie den Rochen in Rochen in Ruhe lassen, lässt er Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls in Ruhe. Und selbst, wenn Sie versehentlich auf eine der Dornen treten, besteht kein Grund zur Sorge: Die Dornen des Nagelrochens sind, im Gegensatz zu denen des Stachelrochens, nicht giftig.

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Quellen: rtl.de, nationalpark-wattenmeer.de, ndr.de

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