Aktualisiert: 30.09.2020 - 12:44

Käufer weiß angeblich Rat PayPal-Betrug auf eBay Kleinanzeigen: Dieses Wissen schützt Sie davor!

PayPal-Betrug kommt besonders häufig bei Käufen und Verkäufen über ebay Kleinanzeigen vor. Kennen Sie diesen neuen Betrug, sind Sie ein klein wenig mehr geschützt.

Foto: iStock.com/guvendemir

PayPal-Betrug kommt besonders häufig bei Käufen und Verkäufen über ebay Kleinanzeigen vor. Kennen Sie diesen neuen Betrug, sind Sie ein klein wenig mehr geschützt.

Im Netz sind viele Langfinger unterwegs und immer wieder gibt es neue Betrugsmaschen. Aktuell werden mit dieser PayPal-Abzocke Ahnungslose auf eBay Kleinanzeigen betrogen.

PayPal gilt als sicherer Online-Bezahldienst – in den meisten Fällen ist das auch so, aber selbst hier kommt es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Kriminelle betrügen. Schon wieder gibt es einen neuen Paypal-Betrug im Zusammenhang mit eBay Kleinanzeigen. Je mehr Menschen diese fiese Masche kennen, desto weniger fallen auf die miesen Betrüger herein. Daher möchten wir Ihnen üble Abzockerfallen, bei denen das Vertrauen des Käufers besonders hinterhältig missbraucht wird, einmal vorstellen.

Neuer Betrug mit PayPal bei eBay Kleinanzeigen – diesen sollten Sie kennen!

Update vom 30. September: Viele Menschen sind mittlerweile sehr wachsam geworden, wenn sie in jeglicher Form dazu aufgefordert werden, ihre Daten herzugeben. Doch es braucht nur einen Moment der Unachtsamkeit und dann noch einen Kaufinteressenten, der vertraulich wirkt, und schon fällt man doch herein. Das richtige Wissen kann davor schützen. Nehmen Sie sich daher nur ein paar Minuten Zeit, um sich diese neue PayPal-Betrugsmasche, über die Chip berichtete, einmal genauer anzusehen. Sollten Sie dann eine solch dubiose Mail erreichen, wie bei dieser Abzocke, die eine RTL-Reporterin aufdeckte, werden Sie nicht das nächste Opfer dieser schlimmen Kriminellen werden. Und so wird das Opfer hinters Licht geführt:

  1. Zuerst gibt es zwischen dem Verkäufer, der in diesem Fall der Hintergangene sein wird, und dem vermeintlichen Kaufinteressenten einen kurzen Austausch, bei dem die Kaufabwicklung über PayPal vorbereitet wird.
  2. Der Verkäufer bekommt eine E-Mail. Von PayPal soll diese stammen. In Wirklichkeit ist sie gefälscht. In dieser Mail wird der Artikelanbieter darüber informiert, dass es einen Zugriffsversuch Dritter auf sein Konto gab. Er wird aufgefordert, das Problem zu lösen, indem er eine Mail schreibt, in der Vor- und Nachname, Geburtsdatum und sein PayPal-Passwort stehen. So könne das Konto verifiziert werden.
  3. Falls der Verkäufer nun vielleicht schon stutzig wird, kommt sogleich der vertrauensvolle Käufer ins Spiel. Er kontaktiert kurz nach dieser Mail das Opfer und teilt ihm mit, dass er ihm den Betrag hätte überweisen wollen, dann aber die Nachricht kam, dass das Konto des Empfängers "vorübergehend gesperrt" sei. Dann kommt gleich der vermeintlich helfende Rat. Der Kaufinteressent erzählt dem Verkäufer, dass er diesen Fall bereits einmal selbst hatte und dass durch eine Mail zur Verifizierung alles wieder schnell zu bereinigen sei. Nun fällt der eine oder andere gutgläubige Verkäufer sicher auf die Gauner herein. Denn er vermutet nicht, dass der Käufer mit der zuvor erhaltenen Mail etwas zu tun hat.

So auch bei der neuesten Masche, vor der jetzt das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt. Was Sie dringend über den derzeit kursierenden PayPal-Betrug wissen sollten, damit Sie nicht darauf hereinfallen!

PayPal-Betrug: So fallen Sie nicht darauf herein

Ursprünglicher Artikel vom 07. Juli: Sie als privater Verkäufer im Netz könnten um Ihr Geld gebracht werden, wenn Sie nicht Acht geben und auf folgenden PayPal-Betrug hereinfallen, den RTL bereits schilderte. Bei diesem ist es ganz gleich, um welchen Gegenstand es sich bei Ihrem Verkauf handelt. Die Betrüger nutzen nahezu alles, um ihre hinterlistige Masche anzuwenden.

So läuft der üble Betrug mit PayPal ab

  1. Ein Interessent gibt vor, Ihren Artikel kaufen zu wollen und fordert Ihre PayPal-Daten an. Dabei betont er, dass er für die Abholung ein Transportunternehmen benötige, da er die Ware nicht selbst abholen könne.
  2. Sie als Verkäufer erhalten eine gefälschte E-Mail, der Sie entnehmen können, dass die Zahlung getätigt wurde und Sie das Geld erhalten, sobald Sie das vom Käufer vorgegebene Transportunternehmen beauftragt und bezahlt haben. Angeblich wurde mehr Geld überwiesen, damit die Kosten für den Transport gedeckt sind.
  3. Überweisen Sie nun das Geld an das vom Käufer genannte Transportunternehmen, das laut LKA in Belgien sitzt, sehen Sie Ihr Geld nie wieder. Natürlich ist plötzlich auch der Käufer nicht mehr zu erreichen. Sie sind auf den miesen PayPal-Betrug hereingefallen.

Wann es ein Betrugsfall sein könnte

Damit Sie nicht zum Opfer zu werden, sollten Sie folgende Hinweise kennen und doppelt hinsehen, wenn Ihnen diesbezüglich etwas auffällt. Zum Beispiel mutet die Ausdrucksweise des Käufers stark wie von einem Übersetzungsprogramm an. Doch dabei trägt der Interessent einen typisch deutschen Namen. Außerdem behaupten die Abzocker oftmals im Ausland zu leben oder zu arbeiten und daher für die Abholung nicht selbst kommen zu können. Noch ein Indiz, das darauf hindeuten könnte, dass es sich um einen Betrug handelt, ist, dass die Anfragen des Täters allgemein gehalten sind und den zu verkaufenden Artikel nicht direkt thematisieren. Die genauen Wortlaute dabei zu kennen, kann auch dazu beitragen, sich zu schützen. Diese finden Sie hier.

Sollten Sie traurigerweise bereits auf den neuen PayPal-Betrug hereingefallen sein, gehen Sie bitte mit dem Mailverkehr zwischen Ihnen und den Tätern ungehend zur Polizei und setzen Sie zudem Ihre Bank in Kenntnis.

Ein Tipp noch: Verzichten Sie bei PayPal auf die Sendeform "an Freunde und Bekannte", sollten Sie Ihren Handelspartner nicht tatsächlich sehr gut kennen. Denn nur über den regulären Sendungsweg kann PayPal Ihnen im Betrugsfall Geld zurückerstatten und sich um die Sache kümmern.

______________________

Sind Sie auch schon mal übers Ohr gehauen worden? In solchen Fällen ist es gut, wenn man seine eigenen Rechte kennt. Möchten Sie sich über diese informieren, können Sie unsere informative Themenseite Ratgeber Recht zur Hilfe nehmen.

Erst neulich wurde ein Betrug im Zusammenhang mit dem beliebten Online-Bezahldienst bekannt. Bei diesem ging es um Betrug bei eBay-Kleinanzeigen mit PayPal.

Viele Verkäufer sind untröstlich, wenn ihnen ein solcher Betrug im Netz widerfährt. Es ist aber auch enorm ärgerlich, wenn man sein Hab und Gut im Netz verkauft, um etwas mehr Geld in der Tasche zu haben und dabei dann betrogen wird. Möchten Sie etwas mehr im Portemonnaie haben, geht das nicht nur durch den Verkauf Ihrer Sachen, in Alltagssituationen, wie beispielsweise beim Einkaufen, lässt sich auch gut sparen.

Familie & Leben

Familie & Leben

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe