30.06.2020 - 20:38

Einfach abgerollt DIY-Traumküche: So leicht ist es, die Küche zu folieren

Wie wäre es mit einer Küche in Pastellrosa? Selbstklebende Folie macht es möglich! Und eine Küche selbst zu folieren, ist gar nicht schwer!

Foto: iStock / ume illus

Wie wäre es mit einer Küche in Pastellrosa? Selbstklebende Folie macht es möglich! Und eine Küche selbst zu folieren, ist gar nicht schwer!

Sie haben die Nase voll von Ihrer alten Küche? Folieren Sie sie doch einfach! So erstrahlt Ihre Küche im neuen Look...

Es kann viele Gründe geben, warum Sie mit Ihrer Küche nicht mehr zufrieden sind. Vielleicht war sie bereits Teil Ihrer Wohnung – und obwohl Sie die Farbe nie sonderlich hübsch fanden, haben Sie sie der Einfachheit halber behalten. Eventuell haben Sie sich an der Küche, die Sie früher einmal begeistert hat, auch einfach sattgesehen. Und vielleicht finden Sie sie zwar farblich noch ganz in Ordnung, exzessive Kochsessions haben aber im Laufe der Jahre ihren Tribut gefordert, so dass die Küche einfach nicht mehr so proper aussieht wie damals… Egal, wo das Problem liegt: Die Lösung ist die gleiche. Folieren Sie Ihre Küche! Mithilfe von selbstklebender Folie ist ihre Küche im Handumdrehen wieder vorzeigbar.

Küche folieren – das sind die Vorteile!

Das große Plus selbstklebender Folie: Sie ist um einiges billiger als eine neue Küche! Sie können die Folie einfach auf die vorhandenen Oberflächen kleben. Das ist weniger umständlich als das Hantieren mit Lack oder Farbe, außerdem tropft oder kleckst nichts – und die Folie ist außerdem noch vollkommen geruchslos.

Ein weiterer Vorteil: Sie haben komplette Gestaltungsfreiheit. So müssen Sie beispielsweise nicht die gesamte Küche folieren, Sie können auch nur dem Kühlschrank oder der Arbeitsplatte einen neuen Look verpassen und so coole Akzente setzen.

Das brauchen Sie, um Ihre Küche zu folieren

Folgende Werkzeuge brauchen Sie:

  • Maßband
  • Rakel (zur Not geht auch eine Kredit- oder EC-Karte)
  • Schere
  • Cutter
  • Schleifpapier

Außerdem benötigen Sie natürlich die richtige Folie. Wer sich auf die Suche nach Küchenfolie macht, sieht sich gerade bei Online-Shops mit einer großen Auswahl konfrontiert. Folien gibt es in allen Mustern und Farben: einfarbige und gemusterte, glänzende und matte sowie welche, die andere Materialien optisch imitieren. Überlegen Sie sich im Vorfeld ganz genau, welches Design Sie sich für Ihre Küche wünschen und welche Farbe zum Rest Ihrer Einrichtung passt. Lassen Sie sich gegebenenfalls von Fotos aus dem Internet inspirieren.

Nicht nur die Optik zählt

Es gibt natürlich noch ein paar andere Dinge, die Sie bei der Auswahl der richtigen Folie beachten müssen. Bedenken Sie, dass die Folie in der Küche zum Einsatz kommt – einem Raum, der täglich stark beansprucht wird. Mit Sicherheit wird Ihre Folie den ein oder anderen Fleck abbekommen! Eine hochwertige Folie ist da von Vorteil, sie sollte etwas dicker und mit einer Schutzschicht versehen sein, da sie ansonsten nicht kratzfest ist.

Natürlich: Falls Sie nicht gerade eine Arbeitsplatte, sondern nur die Küchenschränke folieren, ist kratzfeste Folie nicht unbedingt erforderlich. Bedenken Sie aber, dass, je nachdem wo die Schränke angebracht sind, auch diese Fronten gerne mal Wasserdampf oder Fettspritzer abbekommen. In jedem Fall lohnt es sich, ein bisschen mehr Geld auszugeben. Achten Sie außerdem unbedingt auf die Kundenbewertungen und fragen Sie im Zweifelsfall beim Hersteller nach.

Und wie sieht es mit den Kosten aus? Wie teuer Ihr Makeover wird, hängt natürlich davon ab, wie groß Ihre Küche ist und wie viel Folie Sie folglich benötigen. Außerdem spielt die Qualität der Folie eine Rolle. Generell lässt sich sagen, dass viele Folien pro Rolle circa 20 Euro kosten (bei einer Länge von 5 Metern und einer Breite von 60 Zentimetern). Messen Sie Ihre Oberflächen unbedingt aus, damit Sie wissen, wie viel Folie Sie bestellen müssen. Bemessen Sie die Folie nicht zu knapp: Ein wenig Folie sollte an den Rändern der Fronten überstehen, um damit die Kanten von Schranktüren und Co zu bekleben. Es empfiehlt sich außerdem, eine Rolle mehr zu bestellen – für den Fall, dass Ihnen ein Missgeschick passiert.

So folieren Sie Ihre Küche

Eine Küche zu folieren, ist gar nicht so schwer. Das oberste Gebot lautet: Arbeiten Sie sorgfältig, auch wenn es mühsam ist. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, über kleine Unebenheiten großzügig hinwegsehen zu können: Später rächt sich die Nachlässigkeit – spätestens, wenn Ihr Blick jeden Tag aufs Neue auf die unsauber folierten Stellen fällt.

Sie haben sowohl ausreichend Folie als auch die notwendigen Werkzeuge parat? Gut, dann kann es losgehen!

  1. Entfernen Sie Schubladengriffe und andere hinderliche Elemente von den Oberflächen, die Sie folieren möchten.
  2. Falls Sie Schubladen folieren möchten, nehmen Sie diese vorher aus den Schränken. Dann haben Sie einen besseren Halt, das Folieren fällt Ihnen einfacher.
  3. Messen Sie die Folie mit dem Maßband ab und schneiden Sie sie zu. Bemessen Sie sie nicht zu knapp.
  4. Reinigen Sie die zu folierenden Oberflächen, am besten mit einer Mischung aus warmem Wasser und Spülmittel. Die Fronten müssen ganz sauber sein, damit die Folie optimal klebt. Trocknen Sie sie danach gut ab.
  5. Informieren Sie sich, ob die Folie, für die Sie sich entschieden haben, nass oder trocken angeklebt wird, das ist je nach Folie unterschiedlich.
  6. Lösen Sie das Papier auf der Rückseite der Folie vorsichtig ein Stück ab, ziehen Sie die Folie ab und kleben Sie sie auf die Oberfläche. Das wiederholen Sie Stück für Stück. Arbeiten Sie langsam und sorgfältig, damit keine Luftblasen und Unebenheiten entstehen. Streichen Sie immer dann, wenn Sie wieder ein Stück der Folie abgerollt haben, die entstandene Fläche mit dem Rakel oder der Kreditkarte glatt.
  7. Wichtig: Fangen Sie am oberen Rand der Fläche, die Sie folieren möchten, mit dem Ende der Folie an. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Folie vor der Oberfläche endet. Wenn Sie mehrere Folienbahnen nebeneinander anbringen, kontrollieren Sie, ob die Bahnen gerade verlaufen. Falls die Folie ein Muster hat, sollten Sie außerdem checken, ob die Muster an den Rändern der Folienbahnen zusammenpassen.
  8. Gehen Sie zum Schluss noch einmal mit dem Rakel über die folierte Oberfläche. Sollten noch Blasen vorhanden sein, stechen Sie sie mit einer dünnen Nadel auf.
  9. Schneiden Sie die überstehende Folie mit einem Cutter ab. Schleifen Sie, falls notwendig, die Ränder zusätzlich mit Schleifpapier ab. Schneiden Sie, falls erforderlich, Löcher für Griffe oder Haken in die Folie.

Diese Looks können Sie mit Folie zaubern

Sie haben Lust bekommen, Ihre Küche zu folieren, wissen aber gar nicht so richtig, welcher Look Ihnen gefällt? Wir haben einige stylische Design-Ideen für Sie gesammelt!

Klassisch einfarbig: Folieren Sie Ihre Küche in Ihrer Lieblingsfarbe. Egal, ob Sie es dezent mögen und sich zum Beispiel für einen unaufdringlichen Grauton entscheiden oder ob Sie Kindheitsträume wahr werden und ihre Küche in einem pastelligen Bonbon-Rosa erstrahlen lassen: Der Einheits-Look sieht in jeder Küche gut aus!

Edel gemustert: Sie finden die Idee einer gemusterten Küche prinzipiell gut, möchten aber nichts allzu Flippiges? Kein Problem: Wie wäre es mit einer Folie, die die Struktur weißen Marmors imitiert? Die Folie ist hell und beinahe einfarbig, die zarte Marmorierung macht sie aber dennoch zu etwas Besonderem. Damit der Look nicht an das Verließ einer Luxusbank erinnert, empfiehlt es sich, erstmal nur einzelne Elemente zu folieren: Wie wäre es beispielsweise mit einem beeindruckenden Marmorkühlschrank?

Wow-Effekt dank Animal-Print: Zugegeben, dieser Vorschlag ist nicht für jeden etwas. Aber vielleicht gehören Sie ja zu den ganz Mutigen, die Freude daran haben, sich ihren morgendlichen Kaffee jeden Tag in einer Küche mit Leopardenmuster zuzubereiten? Mit Leo-Folie zaubern sie sich im Nu eine Koch-Oase im Tiki-Style! Wie schon beim Marmor-Look empfiehlt es sich hier, nur einzelne Elemente zu folieren, beispielsweise die Schränke und den Kühlschrank oder die Arbeitsplatte. Gerade in Kombination mit hellem Holz ist der Leo-Look dann ein echter Eye-Catcher!

Quellen: haus.de, focus.de, eigene Erfahrung

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