04.07.2020 - 21:43

Das Multitalent im Interview Horst Lichter: Das Beste gerade: Ich hab mehr Zeit für meine Frau

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Mit seiner Frau Nada verbringt Horst Lichter die meiste Zeit während der Corona-Krise.

Foto: imago images / Horst Galuschka

Mit seiner Frau Nada verbringt Horst Lichter die meiste Zeit während der Corona-Krise.

Im Fernsehen trödelt er zwar noch ein bisschen weiter, aber neu gedreht wurde auch "Bares für Rares" lange nicht. Was ja nicht unbedingt Stillstand heißen muss: Der 58-Jährige kümmert sich stattdessen um seine Ehefrau Nada, den Haushalt – und genießt das!

Am 15. Januar 1962 wurde Horst Lichter in Nettesheim geboren. Mit 15 Jahren begann er eine Kochlehre. Mit diesem Beruf konnte er sich auch bald als Fernsehkoch einen Namen machen. Seit 2013 ist er Moderator der Trödel-Show "Bares für Rares" im ZDF. 1997 hat er die Liebe mit seiner Nada Sosinka (46) gefunden, verheiratet sind die beiden seit 2009. Aus erster Ehe stammen die Kinder Janina (30) und Christopher (34).

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Horst Lichter mehr über seine neu gewonnene freie Zeit, seine Liebe zu Büchern und zum Trödeln.

Horst Lichter im Interview mit BILD der FRAU über seinen Umgang mit der Corona-Krise

BILD der FRAU: Lieber Herr Lichter, wie geht's Ihnen gerade?

Horst Lichter: Gut. Ich mache mir natürlich meine Gedanken, aber ich weiß, es wird alles gut. Nur anders. Wenn wir alle vernünftig sind – und 80 Prozent der Menschen sind es. Die anderen 20 Prozent kriegen wir noch auf den Weg.

Wie verbringen Sie die Zeit daheim?

Mit Aufräumen, Saubermachen, Reden mit meiner Frau. Mit Spielen mit dem Hund, mit Facetimen und Telefonieren mit den Kindern und Enkelkindern. Und ich stehe ständig in Kontakt zu meinem "Bares für Rares"-Team.

Lernen Sie auch Neues?

Na ja (lacht). Das Leben zu genießen, den Moment. Jetzt, wenn es uns gut geht.

Horst Lichter genießt die Zeit mit seiner Frau

Wie kommt Ihre Frau damit klar, dass Sie jetzt so viel daheim sind?

Hervorragend! Davon haben wir jahrzehntelang geträumt, dass wir mal mehr zusammen sind. Das genießen wir. Man teilt sich die Aufgaben anders ein, man redet anders miteinander.

Wie geht es mit "Bares für Rares" weiter? Wie lange reicht der Stoff noch?

Ach, der Stoff reicht für das ganze Leben und noch ein paar danach. Da glaube ich fest dran, dass es mit der Sendung ewig weitergehen kann.

Wo stöbern Sie in Zeiten von Corona? Geht Horst Lichter bei Ebay Kleinanzeigen auf Schatzsuche?

Nein, mache ich nicht, ich brauche den Menschenkontakt, der momentan aber nicht möglich ist. Und im Netz lese ich mir Dinge an, habe da aber noch nie etwas gekauft.

"Mein eigenes Buch würde ich niemals abgeben"

Ich habe gelesen, dass Sie zeitweise Hunderttausende Bücher besaßen Wie viele sind davon noch übrig?

Tausende!

Von welchen dreien würden Sie sich nie trennen?

Meine liebsten sind: "Die Hütte" - das ist ein sensationelles Buch. Jeder sollte das mal gelesen haben, weil es zum Nachdenken anregt. Und die Biografie von unserem einzigen, leider verstorbenen Playboy Gunter Sachs: "Mein astrologisches Vermächtnis".

Warum gerade das?

Da baut man Vorteile über einen Menschen ab. Playboy zu sein, das hieß für ihn nicht, dass er Frauen wie Ware behandelt. Er hat jede einzelne verehrt, respektiert. Und dann gibt's natürlich noch ein Buch, das ich niemals abgeben würde. Mein eigenes: "Keine Zeit für Arschlöcher!" Warum, erklärt der Titel gerade von allein.

"Ich mochte die alten Dinge schon immer mehr als die neuen"

Sie haben jetzt auch ein "Bares für Rares"-Buch auf dem Markt. Mit Kniffen und Anekdoten. Welchen Fehler sollte man auf dem Trödelmarkt nie begehen, wenn man ein Teil wirklich haben möchte?

Ich würde nicht sagen und zeigen, wie verzweifelt ich es will. Besser ein bisschen phlegmatisch daran vorbeischlendern: "Ach, das könnte man ja mal angucken" oder "Was ist denn damit los?" Dann lässt sich besser handeln.

Verraten Sie uns Ihre größte "Trödel-Niederlage"?

Hatte ich je eine Trödel-Niederlage? Ne, also ganz ehrlich nicht. Es gab zwar Dinge, bei denen ich danach festgestellt habe, dass ich sie nicht brauche. Aber vorher wollte ich sie ja haben, deshalb war das schon in Ordnung.

Sie verraten im Buch, dass Sie Ihr erstes nagelneues Fahrrad nur einen Tag besaßen und dann getauscht haben – gab sicher Ärger damals, oder?

Na klar. Aber ich mochte die alten Dinge schon immer mehr als die neuen. Weil die Geschichte haben. Und ich fand dieses alte Fahrrad einfach viel schöner, darum habe ich getauscht. Aber natürlich gab's Riesenärger. Susi musste mir das neue dann zurückgeben, sie bekam ihr altes Rad, sie war am Weinen, ich war am Weinen, ihre Eltern waren sauer, meine Eltern waren sauer. War keine so gute Idee.

"Die Tour für "Horst Lichter sucht das Glück" ist schon geplant"

Wie sehen Ihre neuesten Pläne aus? Gibt's neue Projekte?

Für dieses Jahr ist die Tour für "Horst Lichter sucht das Glück" schon geplant, aber mehr darf ich jetzt noch nicht verraten, ihr Lieben. Es wird komplett anders, als das, was ihr bisher von mir gesehen habt. Aber wieder mit Motorrad!

Ihr Tipp, wie wir alle in diesen Zeiten weiter ein bisschen Glück finden und verteilen?

Mit Demut, Dankbarkeit, Respekt und Verantwortung übernehmen. Dann klappt's!

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Im Video zeigt Horst Lichter noch einmal eine andere Seite von sich. Eigentlich als Frohnatur bekannt spricht der "Bares für Rares"-Moderator über die Tiefpunkte seines Lebens:

Horst Lichter - Schicksalsschläge in seinem Leben
Horst Lichter - Schicksalsschläge in seinem Leben

Fast hätte "Bares für Rares“ ohne Horst Lichter stattfinden müssen, doch zum Glück müssen wir nicht auf den Trödel-Fan und Koch als Moderator der TV-Sendung verzichten. Bald werden die Dreharbeiten für die Sendung hoffentlich wieder weitergehen, Zuschauer können sich jetzt schon bewerben.

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