30.06.2020 - 17:42

Er hat einen großen Vorteil Stößt Milkas neuer Brotaufstrich Nutella jetzt vom Thron?

Milkas neue Haselnusscreme könnte Nutella Konkurrenz auf dem Frühstückstisch machen. Lesen Sie mal, warum.

Foto: imago images / Manfred Segerer

Milkas neue Haselnusscreme könnte Nutella Konkurrenz auf dem Frühstückstisch machen. Lesen Sie mal, warum.

Milka hat jetzt eine Haselnusscreme auf den Markt gebracht, die Nutella gefährlich werden könnte. Lesen Sie, wo diese im Vergleich mit dem Frühstücksklassiker einfach besser abschneidet.

Für viele kann es am Frühstückstisch nur eine Haselnusscreme geben: Nutella ist seit Jahrzehnten die Nummer eins für alle, die morgens lieber zum süßen als herzhaften Brotbelag greifen. No-Name-Produkte aus den Discountern, das Schweizer Pendant von Ovomaltine und natürlich der DDR-Klassiker Nudossi – sie alle haben ihre Anhänger, aber keine kommt in puncto Beliebtheit an Nutella ran. Milkas neue Haselnusscreme könnte das jetzt ändern. Und das hat einen Grund...

Milka vs. Nutella: Zwei Haselnusscremes fürs Frühstück, doch welche ist besser?

Es sind zwei Branchen-Riesen, die hier um die Vormacht auf dem vorwiegend deutschen Frühstückstisch kämpfen: Ferrero bietet seinen Klassiker Nutella seit unglaublichen 56 Jahren in deutschen Supermärkten zum Kauf an, jetzt zieht Mondelēz nach: Zum US-amerikanischen Lebensmittelkonzern gehören zahlreiche Marken, darunter Kaffee Hag, Miracoli, Philadelphia und auch Milka. Vom lilafarbenen Schokoladenhersteller gibt's seit Kurzem eine Haselnusscreme, die das will, was Nutella hat: die Vormacht als süße Frühstückszutat.

Preislich sind die beiden Haselnusscremes nahezu identisch: Wie familie.de berichtet, kostet das 350-g-Glas von Milka 2,75 Euro, während das 450-g-Glas von Nutella auf 3,59 Euro kommt. Heißt: 100 g Milka-Creme gibt's für 79 Cent, 100 g Nutella ebenfalls. Da spielt dann höchstens eine Rolle, welche Glasgröße einem lieber ist und ob der heimische Supermarkt dann und wann eine der Cremes im Angebot hat.

Milka-Aufstrich kommt ohne umstrittenes Palmöl aus

Unumstritten ist allerdings, dass Milka in Sachen Nachhaltigkeit punkten kann. Denn für das Produkt wird als Fettzugabe Sonnenblumenöl verwendet, nicht das umstrittene Palmöl.

Wie regenwald.org miteilt, ist Palmöl mit rund 66 Millionen Tonnen pro Jahr das meist produzierte Pflanzenöl, weltweit dehnen sich Palmölplantagen auf mehr als 27 Millionen Hektar Land aus – eine Fläche so groß wie Neuseeland, darunter viel Regenwald. Wer etwas gegen den Klimawandel tun will, ist mit der Milka-Creme also gut beraten.

Bei den restlichen Zutaten nehmen sich Ferrero und Mondelēz nicht viel: Neben reichlich Fett ist auch viel Zucker enthalten. Seit bei Nutella vor rund zweieinhalb Jahren die Rezeptur auf Kosten des Kakaogehalts geändert wurde, sind sich viele Kunden und auch die Verbraucherzentrale Hamburg einig: Der Brotaufstrich ist nicht mehr das, was er einmal war. Davon einmal abgesehen ist aber die Frage, wem welche Creme besser mundet, auch ganz schlicht und ergreifend Geschmackssache.

Umfrage zeigt: Milkas Creme kommt extrem gut an

Im Auftrag der Wirtschaftswoche wurde jetzt eine repräsentative Auswahl erwachsener Deutscher gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, die Milka-Creme zu kaufen. Ein Drittel sagte ja – was die Zeitschrift als einen extrem guten Wert für ein neu eingeführtes Produkt wertet. Gleichzeitig hätten sich nur wenig mehr für den Kauf von Nutella entschieden, nämlich 37 Prozent der Befragten. Hinzu kommt, dass Milka global bekannt und in Deutschland laut Umfragen die beliebteste Marke für Schokolade ist.

Das hört sich für Milka alles gut an – einerseits. Andererseits darf man nicht vergessen: Nutella ist schon so lange die Nummer eins unter den Haselnusscremes, schon so viele haben sich als Konkurrenz versucht, bislang sind alle gescheitert. Denn die Deutschen mögen Nutella: ganz offensichtlich nach wie vor geschmacklich – was aber mindestens genauso wichtig ist: Viele bleiben einer Marke treu, für die sie sich einmal entschieden haben. Und Nutella ist den meisten ja geradezu mit in die Wiege gelegt worden.

Es wird also spannend, wie erfolgreich sich Milka auf dem Haselnusscreme-Markt behaupten wird. Unser Tipp an Nutella: Wie wäre eine Überarbeitung der Rezeptur zugunsten der Umwelt? Damit wäre allen geholfen!

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Wissen Sie eigentlich, wofür der Name Nutella steht? Es ist die englische Nuss, also Nut, in Kombination mit der italienischen Verniedlichungsform "ella" – also eigentlich so etwas wie Nüsschen in einer wilden Sprachmischung. So hört sich Globalisierung an! Lesen Sie mal, was es mit weiteren Markennamen auf sich hat, etwa auch Milka.

Für andere berühmte Marken bzw. deren Logos ist es höchste Zeit abzutreten: In der aktuellen Debatte rund um Rassismus sind manche einfach nicht mehr vertretbar. Sehen Sie hier, welche und warum:

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