30.06.2020 - 20:12

Analoge Grüße Zum Weltpostkartentag: Eine Ode an die Ansichtskarte

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Nicht nur das Schreiben einer Postkarte bereitet Vergnügen, vor allem die Empfangenden freuen sich sehr darüber, dass an sie gedacht wurde.

Foto: iStock/LeoPatrizi

Nicht nur das Schreiben einer Postkarte bereitet Vergnügen, vor allem die Empfangenden freuen sich sehr darüber, dass an sie gedacht wurde.

Häufig gilt Postkartenschreiben als verstaubte Tätigkeit. Viel schneller wäre es doch, ein Foto mit dem Smartphone an die zu Hause gebliebenen Lieben zu senden, statt sich die Mühe zu machen, eine Ansichtskarte zu besorgen, mit einem kurzen Text und der Adresse zu versehen, zu frankieren und in den vorgesehenen Briefkasten einzuwerfen.

Zugegeben, ein wenig aufwendig ist das Karten schreiben schon, allerdings ist die Freude über eine Postkarte wesentlich größer. Die Karten werden meist wie kostbare Schätze gehütet und finden ihren Platz an Kühlschranktüren oder in speziellen Kästchen zur Aufbewahrung von sentimentalen Erinnerungsstücken. Dass sich ein lieber Mensch die Mühe gemacht hat, handschriftlich Grüße mit einer Postkarte auszurichten, zählt in unserer schnelllebigen Gesellschaft so viel und ist als echter Liebesbeweis zu werten. Und neben Rechnungen und Werbung ist die Postkarte eine stets willkommene Abwechslung im Briefkasten.

Postkarten gibt es schon seit über 150 Jahren

Im Frankreich des 18. Jahrhunderts nahm die Geschichte der Postkarte ihren Anfang. Bis die Postkarte ihren Weg nach Deutschland finden sollte, dauerte es allerdings noch einige Jahrzehnte länger. Zunächst als "Correspondenz-Karten" eingeführt, wurde über 30 Jahre lang nur die Vorderseite der Postkarte für den eigentlichen Text und die Rückseite für die Adresse verwendet.

Was anfangs als günstiger Brief genutzt wurde, wurde erst später mit Illustrationen, Bildern und Fotografien versehen. Vor allem während 1885 und 1918 versendeten die Menschen enorm viele Postkarten. Gerade zur Zeit des ersten Weltkriegs dienten die Karten dazu, die Familie zuhause wissen zu lassen, wie es den jungen Männern an der Front ging. Aber auch heute bewegt sich die Zahl der versendeten Postkarten, nach Angaben der Deutschen Post, im dreistelligen Millionenbereich.

Analoge Grüße kommen immer noch gut an

Die meisten Postkarten werden zwischen Juni und August verschickt, was darauf zurück zu führen ist, dass immer noch viele Menschen mit einer Ansichtskarte Grüße aus ihrem Sommerurlaub an ihre Liebsten versenden. Und auch, wenn der Absatz zwischenzeitlich bis zu 80 Prozent einbrach, erholt sich die Postkarten-Industrie langsam wieder. Dass analoge Grüße bei den Empfangenden im Vergleich zu einer SMS ein größeres Gefühl von Wertschätzung hervorrufen erklärt sich mit genau dem Aufwand, den die schreibende Person auf sich nimmt. Und sind wir mal ehrlich, jeder freut sich darüber, wenn an sie oder ihn gedacht wird.

Geben Sie sich einen Ruck, es wird sich lohnen!

Also: Schreiben Sie im nächsten Urlaub doch wieder eine Ansichtskarte. Stöbern Sie sich durch die schönsten oder witzigsten Motive, denn gerade das Design der Karten von kitschigen Bildern am Strand bis hin zu lustigen Sprüchen macht den Reiz der analogen Grüße aus. Nutzen Sie dieses Medium aber auch, um ihren Liebsten einfach mal so zu sagen, dass sie an sie denken, sie gern haben und froh sind, sie in Ihrem Leben zu wissen. Gerade, wenn Sie enge Freundschaften über große Entfernungen pflegen kommt ein handschriftlicher Gruß nur zu gut an. Aber auch die Tante, die nur eine Straße weit weg wohnt wird sich über eine hübsche Karte mit ein paar lieben Zeilen freuen.

Anderen eine Freude zu bereiten ist einfach ein gutes Gefühl. Mit diesen 9 Geschenken mit extra hohen Glücks-Faktor gelingt es Ihnen bestimmt, ein Lächeln auf die Gesichter der Beschenkten zu zaubern.

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