Aktualisiert: 25.06.2020 - 20:11

Kampf gegen Einwegprodukte Bundesregierung beschließt Plastik-Verbot

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Trinkhalme aus Plastik werden schon bald nicht mehr auf dem Markt sein. Hierfür gibt es nämlich bereits umweltfreundliche Alternativen.

Foto: iStock / Animaflora

Trinkhalme aus Plastik werden schon bald nicht mehr auf dem Markt sein. Hierfür gibt es nämlich bereits umweltfreundliche Alternativen.

Plastik begegnet uns im Alltag überall, zum Beispiel als Besteck, Geschirr oder Trinkhalme. Jetzt gibt es bald ein Verbot für diese Einwegprodukte.

Sie kennen das doch sicherlich auch: Sie gehen mit der Familie picknicken oder sind bei Freunden zum Grillen eingeladen. Jeder bringt etwas mit – und gegessen wird von Plastiktellern und mit Plastikbesteck. Praktisch und einfach zu entsorgen. Doch genau damit dürfte bald Schluss sein.

Denn der Plastikmüll soll in Deutschland künftig drastisch reduziert werden. Dafür hat die Bundesregierung jetzt eine entsprechende Verordnung umgesetzt. Diese sieht vor, dass Einwegprodukte aus Plastik verboten werden.

Einwegplastik-Produkte: Bundesregierung beschließt Verbot

Das gilt für Produkte, für die bereits umweltfreundliche Alternativen auf dem Markt sind, zum Beispiel Einwegbesteck und -teller, aber auch Luftballonstäbe aus Plastik, Hygieneartikel wie Wattestäbchen oder Trinkhalme und Rührstäbchen für Kaffee oder Tee. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hält das Verbot für eine zukunftsweisende Entscheidung. “Viel zu oft enden Kunststoffe in der Umwelt oder den Meeren", sagte sie. "Wenn die weltweite Vermüllung so weitergeht, haben wir 2050 mehr Plastik als Fisch in unseren Weltmeeren.“ Hier erfahren Sie, wie Sie Müll richtig trennen. Und hier haben wir 12 Tipps für einen umweltbewussten Haushalt.

Auch die beliebten Coffee-To-Go-Becher werden verboten, sollten sie aus Styropor bestehen. Ebenfalls nicht mehr in den Verkauf dürfen Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff. Dieser Kunststoff zerfällt unter Einfluss von UV-Licht und Sauerstoff, doch die daraus entstehenden Mikropartikel können nicht weiter abgebaut werden.

"Wegkommen von der Wegwerfkultur"

Die Verordnung der Bundesregierung basiert auf einer EU-Richtlinie. Diese besagt, dass alle Einwegplastikprodukte wie zum Beispiel Trinkhalme spätestens im Juli 2021 vom Markt verschwunden sein müssen. Erlaubt ist es aber weiterhin, bereits bestehende Lagerbestände zu verkaufen – man will damit vermeiden, dass ungebrauchte Produkte auf einen Schlag vernichtet werden müssen.

Das Ziel sei, so die Bundesumweltministerin, auf Mehrweg statt auf Plastik zu setzen. Das Plastik-Verbot werde "schon bald zu besseren, innovativen und umweltfreundlichen Produkten und Lösungen führen“, man müsse gemeinsam "wegkommen von der Wegwerfkultur.“

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Weitere interessante Fakten und Tipps zu Rechtsangelegenheiten finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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