Aktualisiert: 16.06.2020 - 19:55

Die Polizei warnt Achtung: So schnell machen Sie sich bei WhatsApp strafbar!

Von Stephanie Brümmer

Der Messenger WhatsApp verbindet, kann aber auch strafrechtliche Fallstricke bergen. Wir sagen Ihnen, welche das sind.

Foto: iStock.com / bombuscreative

Der Messenger WhatsApp verbindet, kann aber auch strafrechtliche Fallstricke bergen. Wir sagen Ihnen, welche das sind.

Der Messenger ist einfach praktisch – nicht zuletzt , weil man so mit vielen Freunden chatten kann. Aber aufgepasst: Schnell kann man sich unwissentlich bei WhatsApp strafbar machen. Wir klären auf!

Von fiesen Kettenbriefen und Fake-News hat in den sozialen Netzwerken jeder schon einmal gehört. Aber wussten Sie auch, wie schnell Sie sich durch diese scheinbar harmlose Aktion bei WhatsApp unfreiwillig strafbar machen können?

Polizei warnt vor diesen Dingen bei WhatsApp

Chat-Apps wie WhatsApp sind ursprünglich zur schnellen Kommunikation zwischen Menschen geschaffen worden. Dass darüber aber nicht nur unproblematische Texte und Bilder versendet werden, sondern der Kanal auch zur Verbreitung illegaler Inhalte genutzt wird, ist die hässliche Seite der Medaille. Die Polizei warnt nun vor ernsten Konsequenzen, da auch vermeintlich harmlose Aktionen schnell einen Strafbestand erfüllen können. Deswegen sollten Sie folgende Dinge nie tun:

Strafbar kann das Weiterleiten und Empfangen von bestimmten Inhalten über WhatsApp sein. Hintergrund: Der Messenger überprüft die versendeten Bilder und Videos nicht. Ein Problem, da somit pornografischer oder volksverhetzender Content schnell und ungehindert verbreitet werden kann.

Wichtig ist zu wissen, dass sich damit nicht nur der Versender solcher Nachrichten, sondern auch der Empfänger strafbar macht.

Werden zum Beispiel über einen Gruppenchat Nacktbilder oder volksverhetzende Bewegtbild-Dateien versendet, wird auch der Empfänger des Materials zur Rechenschaft gezogen, wenn er die Dateien nicht vom eigenen Gerät löscht.

Strafbar macht sich auch der Empfänger

Der Besitz pornografischer oder volksverhetzender Inhalte ist im Rahmen der Verbreitung verbotener Schriften in Deutschland per Gesetz ein Straftatbestand. Darüber berichtete der WDR in der Sendung "Servicezeit".

Experten bestätigen, dass vor allem Jugendliche besonders anfällig für diese Inhalte seien. In anonymen WhatsApp-Gruppen sei die Multiplikation solcher Inhalte besonders häufig. Krimi­nal­haupt­kom­missar Dieter Acker­mann vom Heil­bronner Haus des Jugend­rechts schätzt, dass ca. 80 Prozent aller Kinder und Jugendlichen, die Chat-Programme dieser Art oder Social-Media-Plattformen nutzen, bereits mit strafrechtlich relevanten Inhalten in Kontakt gekommen seien. Eine erschreckend hohe Zahl!

So verhindern Sie, dass Sie sich strafbar machen

Um den Tatbestand zu verhindern, gibt es eine einfache Lösung. Abgesehen vom Austreten aus Gruppen, die widerliche Inhalte verbreiten, kann man auch das automatische Speichern von Bildern oder Videos via Messenger ausschalten.

Wer das automatische Herunterladen von Dateien über WhatsApp deaktivieren möchte, wählt einfach über die "Einstellungen" den Punkt "Datennutzung" aus. Unter "Medien Auto-Download" können Sie hier die Haken bei allen Optionen entfernen.

Außerdem ist es sinnvoll, fragwürdige Inhalte, wenn sie bereits heruntergeladen wurden, sofort vom Handy zu löschen.

Wird WhatsApp zukünftig wie Facebook die versendeten Inhalte prüfen? Über einer Milliarde Nutzer weltweit sind eine Riesencommunity, eine genauere Prüfung versendeter Bild- und Videodateien wäre sicher eine Möglichkeit, der Verbreitung pornografischer oder hetzerischer Inhalte gegenzusteuern.

Quellen: WDR, chip.de

Sie lieben Ihr Smartphone? Aber kennen Sie schon den Trick, wie Sie trotz Maskenpflicht die Gesichtserkennung beim Handy aktivieren und einen eigenen Facebook-Avatar erstellen können? Wer viel unterwegs ist, wird sich über diese 7 genialen, aber versteckten Google Maps-Funktionen und WhatsApp-Tricks freuen!. Auch die folgenden 10 Tricks fürs iPhone sollten Sie kennen! Nicht so schön dagegen sind diese App-Erweiterung, die Sie sofort löschen sollten. Wer gerne ausprobiert, sollte sich auch mit dem Knigge für das Handy vertraut machen, denn das sind die 5 absoluten Smartphone-No-Gos. Sie möchten noch mehr? Dann lesen Sie mal, was Lidl und WhatsApp gemeinsam vorhaben – und was unsere Themenseite

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Was Sie über den Messenger WhatsApp wissen sollten
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