16.06.2020 - 21:34

Die Erde bewegt sich Vulkane in der Eifel: Droht ein Ausbruch in Deutschland?

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So schön ist die Eifel. Könnte ein Vulkan-Ausbruch bald alles zerstören?

Foto: iStock.com/jotily

So schön ist die Eifel. Könnte ein Vulkan-Ausbruch bald alles zerstören?

Die Eifel ist besonders wegen ihrer tollen Naturlandschaft und den vielen Aktivitäten, die diese ermöglicht, als Urlaubsziel beliebt. Könnte ein Vulkanausbruch bald alles zerstören? Es wurden Bewegungen gemessen...

Noch bis vor mehreren Tausend Jahren war die Eifel geprägt von vulkanischer Aktivität. Dass der Vulkanismus in der Eifel keineswegs ein Phänomen der Vergangenheit ist, sondern die Eifel auch heute noch vulkanisch aktiv ist, fanden deutsche Forscher erst im Jahr 2019 heraus. Damals stellten sie eine Serie von Erdbeben unter dem Laacher See fest, die sich erst während der letzten Jahre ereignet hatte. Jetzt lieferten Messdaten, die von Forschern aus den USA ausgewertet worden waren, neue Hinweise auf aktiven Vulkanismus in der Eifel.

Neue US-Studie zu Vulkanen in der Eifel

Forscher der University of Nevada in Reno bestätigten jetzt die Ergebnisse ihrer deutschen Kollegen. Messdaten von GPS-Antennen in ganz Westeuropa, die während der letzten 20 Jahre erhoben worden waren, zeigen: Die Erdoberfläche in der Eifel bewegt sich – nicht nur hebt sie sich um ungefähr einen Millimeter pro Jahr, sondern sie bewegt sich auch horizontal auseinander, ganz so, als ob etwas von unten gegen sie drückt. Corné Kreemer, Hauptautor der US-Studie, vermutet aufsteigendes Gesteinsmaterial als Auslöser für den Druck. Man geht davon aus, dass sich in einer Tiefe von 50 Metern Magma unter der Eifel ansammele.

Nicht nur Deutschland betroffen?

Laut Aussagen der Forscher beschränkt sich die Hebung der Erdoberfläche keineswegs auf Deutschland, sondern umfasst auch Luxemburg, Ostbelgien und Teile der Niederlande. Laut Torsten Dahm vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam ist es jetzt am wichtigsten, das vermutete Magma-Gebiet zu kartieren – erst dann kann die Gefährdung genauer bestimmt werden. Die US-Forscher betonen allerdings, dass es keinen Grund zur Panik gibt: Die beobachtete vulkanische Aktivität bedeute nicht, dass ein neuer Vulkanausbruch unmittelbar bevorstehe. Auch Thomas Dreher vom rheinland-pfälzischen Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz hebt die Wichtigkeit weiterer Untersuchungen hervor, hält es aber für unwahrscheinlich, dass es in den nächsten 1.000 Jahren zu einem Vulkanausbruch kommt.

Quellen: dpa, t-online.de

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Die ganze Studie der US-Forscher können Sie hier nachlesen: Geodetic evidence for a buoyant mantle plume beneath the Eifel volcanic area, NW Europe

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