02.06.2020 - 17:39

Verbraucher, aufgepasst! Krankschreibung, Reisen, Kita: Das ändert sich im Juni für Sie

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Schon wieder was Neues? Auch der Sommermonat Juni bringt 2020 einige Neuerungen mit sich. Wir informieren!

Schon wieder was Neues? Auch der Sommermonat Juni bringt 2020 einige Neuerungen mit sich. Wir informieren!

Gerade in der Coronakrise traten viele Neuregelungen in Kraft. Viele davon enden jetzt mit den Lockerungen. Das sollten Sie über Mietschulden und Zahlungsaufschub bei Verträgen wissen.

Nach dem Lockdown in der Coronakrise folgt nun die langsame Öffnung und zumindest in Teilen des Alltags auch die Rückkehr zur "Normalität". Das bedeutet auch einige Änderungen für Verbraucher im Juni. Von aufgehobenen Reisewarnungen bis Kitaöffnungen, das müssen Sie jetzt wissen

Änderungen im Juni: Das ändert sich jetzt für Sie!

Alles neu macht auch der Juni. Das sind die wichtigsten Änderungen im Sommermonat.

Reisewarnungen teilweise aufgehoben

Der Sommer hat Einzug in Deutschland gehalten, die Ferien stehen auch bald vor der Tür. Aber wie sieht das mit dem Urlaub aus?

Wer innerhalb der EU verreisen will, hat Grund zur Vorfreude: Die Reisewarnungen werden laut Außenminister Heiko Maaß für 31 europäische Staaten aufgehoben, und zwar am 15. Juni. Auch zahlreiche Fluglinien werden ab Juni wieder mehr Ziele anfliegen.

Aber das Coronavirus ist noch nicht weg.Im Urlaub mit Corona angesteckt: Das ist zu tun!

Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst

Noch mindestens bis zum 29. Juni gelten die Kontaktbeschränkungen weiterhin. Darauf haben sich Bund und Länder grundsätzlich verständigt. Im Detail gibt es aber auch hier Unterschiede in den einzelnen Bundesländern: Das betrifft vor allem den Aufenthalt im öffentlichen Raum und private Treffen. Überall gilt trotzdem: Abstand halten!

Schulen und Kitas öffnen wieder

Noch nicht alle Jahrgänge dürfen zur Zeit wieder die Schulbank drücken. Auch das soll sich in diesem Monat ändern. Bundesländer wie Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz planen den Schulbetrieb für alle Jahrgänge ab Mitte Juni. Coronavirus: Schulen und Kitas zu – was tun?

Einige Bundesländern haben einen eingeschränkten Kita-Betrieb erlaubt, das betraf aber zum Teil nicht die Vorschulkinder. Die sollen jetzt wieder in die Kita dürfen. Ab Anfang Juni ist das u.a. in Schleswig-Holstein und Hessen geplant.

Neue Hitze-Warnstufe

Uns droht in diesem Jahr ein Hitzerekord-Sommer. Davon gehen Wissenschaftler fest aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) führt unabhängig davon auch eine neue Kategorie zur Warnung vor Hitze ein. Ab dem 15. Juni wird die Helllila markierte Warnung "Hitze" auf der Wetterkarte um ein dunkles Lila für "extreme Hitze"ergänzt. Laut DWD ist dann von "extremer Hitze" die Rede, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bereits über 38 Grad Celsius liegt.

Mietschulden: Kündigungsschutz endet

Die Corona-Pandemie hat zu zahlreichen Sonderregelungen geführt. Eine davon ist der Kündigungsschutz bei Mietschulden. Wer seine Miete vom 1. April an aufgrund der Krise und Verdienstausfällen nicht zahlen konnte, dem durfte per Gesetz nicht gekündigt werden. Mieter konnten diese Zahlungen stattdessen stunden, also verschieben. Diese Sonderregelung endet aber nun am 30. Juni. Im Klartext müssen Verbraucher jetzt wieder ganz regulär Miete zahlen. Die gestundeten Zahlungen müssen vom Mieter bis zum 30. Juni 2022 nachgeholt werden. Sonst droht die Kündigung.

Zahlungsaufschub bei bestimmten Verträgen endet

Bis zum 30. Juni gilt für Verbraucher noch ein sogenanntes Leistungsverweigerungsrecht für Verträge zur Grundversorgung, wenn diese vor dem 8. März geschlossen wurden. Das bedeutet: Sie konnten Zahlungen für Strom, Gas oder den Telefonanschluss aufschieben – und zwar für drei Monate. Nun läuft auch diese Sonderregelung für die Corona-Krise aus. D.h., dass Verbraucher die Zahlungen ab Juli nachholen müssen.

Mittelstand erhält kräftige Finanzspritzen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant in der Corona-Krise weitere Milliardenhilfen für den Mittelstand. Damit sollen weitere Firmenpleiten und Entlassungen verhindert werden. Ab Juni sollen Firmen nun eine Überbrückungshilfe erhalten. Das Programm umfasst mindestens 25 Milliarden Euro. Das Eckpunktepapier beschreibt, dass Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro erhalten sollen.

Krankschreibung nicht mehr per Telefon möglich

Während der Pandemie konnten sich Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen bis zu sieben, später sogar 14 Tage vom Arzt per Telefon krankschreiben lassen, um die überfüllten Arztpraxen zu entlasten. Diese Sonderregelung ist jetzt gekippt. Ab dem 1. Juni ist das persönliche Erscheinen in der Arztpraxis für eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit wieder unumgänglich. Ausnahmen gibt es dennoch, und zwar über eine digitale Krankschreibung. Hier gelten aber strenge Regeln.

Mietpreisbremse in Baden-Württemberg

Die Mietpreisbremse kommt im Juni in 89 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg – das sind deutlich mehr Kommunen als ursprünglich geplant. Ein gutes Drittel der Menschen in Baden-Württemberg wird also zukünftig von der Mietpreisbremse profitieren. Konkret bedeutet dies: In diesen Städten und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt darf bei Neuverträgen die Miete nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Quelle: t-online.de

Neugierig geworden? Dann lesen Sie mal, wie Urlaub 2020 in Deutschland aussehen könnte. Bereits im Mai gab es wichtige Veränderungen, vor allem bei den Paketpreisen, Steuern und der Kurzarbeit. Auch die neue Verkehrsregeln und härteren Strafen haben es in sich.

Wir informieren Sie auch gerne auf unserer Themenseite Ratgeber Recht .

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