28.05.2020 - 19:12

Gefährlicher Trend Welpen nachgefragt: Hundezüchter erhalten viele Anfragen in der Corona-Krise

Klar, ist der süß! Aber ein Welpe sollte nur angeschafft werden, wenn Sie auch nach Corona für den Hund da sein können. Bedenken das wirklich alle Menschen, die jetzt bei einem Züchter nach einem Welpen fragen?

Foto: iStock.com/blanscape

Klar, ist der süß! Aber ein Welpe sollte nur angeschafft werden, wenn Sie auch nach Corona für den Hund da sein können. Bedenken das wirklich alle Menschen, die jetzt bei einem Züchter nach einem Welpen fragen?

Gerade jetzt wünschen sich viele eine Fellnase zum Knuddeln, Spielen und für mehr Gesellschaft. Doch sich einen Hund zuzulegen, sollte eine wohlüberlegte Entscheidung sein und kein Corona-Trend, wie er sich gefährlicherweise gerade abzeichnet.

Aufgrund von Homeoffice, Kurzarbeit und fehlenden Freizeitangeboten verbringen wir in der Corona-Krise mehr Zeit zuhause. Für manche Menschen kann das ganz schön einsam sein. Kein Wunder, dass sich viele von ihnen in dieser Situation einen Vierbeiner an ihrer Seite wünschen. Daher ist die Nachfrage an Welpen bei den Hundezüchtern enorm gestiegen.

In der Corona-Zeit: Welpennachfrage bei Hundezüchtern hat zugenommen

Sind wir beispielsweise beim Arbeiten im Homeoffice und beim anschließenden Spaziergang allein, treten sicher bei dem einen oder anderen Einsamkeitsgefühle auf. Nicht wenige Menschen kommen dann auf die Idee, sich einen Hund anschaffen zu wollen. Hundezüchter können daher der Nachfrage an Welpen derzeit kaum nachkommen, wie stern berichtete. Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen weiß, dass manche Züchter bereits sehr lange Wartelisten haben – da liegt die Anzahl an Wartenden schon mal im dreistelligen Bereich. Besonders gefragt seien Golden Retriever und Labradore.

Welpennachfrage bei Hundezüchtern gestiegen – auch diese Gründe spielen eine Rolle

Auch die Grenzschließungen zu den osteuropäischen Ländern, wodurch derzeit keine Welpen mehr auf illegalem Weg beschafft werden können, tragen dazu bei, dass die Nachfrage bei den Hundezüchtern so stark angestiegen ist, vermutet Kopernik. Ebenso ist die eingeschränkte Vermittlung von Tieren aus Tierheimen sicher dafür mit verantwortlich.

Unüberlegt einen Hund anschaffen – ein gefährlicher Trend

Wie stern weiter berichtete, warnen Tierschützer davor, sich unüberlegt einen Hund anzuschaffen. Jedem, der sich jetzt ein Tier anschaffen möchte, ist wirklich ans Herz gelegt, sich vor dem Gang ins Tierheim oder zum Züchter ganz genau zu überlegen, ob man dieses Tier auch wirklich für die nächsten etlichen Jahre haben möchte. Ist es aber nur aus einer Laune heraus, weil man wegen Corona viel Zeit hat oder sich zunehmend durch die Isolation allein fühlt, sind das nicht die richtigen Beweggründe. Denn Corona geht vorbei und der Hund bleibt – für viele lange Jahre. Wenn der Hundebesitzer dann wieder in sein altes Leben zurückkehrt, das aus zahlreichen Arbeits- und Freizeitaktivitäten besteht, bei der der Vierbeiner nicht mitkommen kann, bleibt der Hund auf der Strecke.

Für wirklich fest Entschlossene kann die Zeit jetzt recht sein

Andererseits ist die Corona-Zeit für diejenigen, die sich wirklich aus vollem Herzen und mit voller Verantwortung dazu entschlossen haben, sich einen Hund zuzulegen, möglicherweise die richtige Zeit für die Anschaffung. Bei der Eingewöhnung des Hundes sind die Halter an seiner Seite und können sich auch ausreichend Zeit für die Erziehung des neuen besten Freundes nehmen. Doch Achtung: Bringen Sie Ihrem neuen Liebling gleich von Anfang an bei, auch mal allein zu sein, sonst könnte Ihr Hund nach Corona leiden.

Informieren Sie sich vor der Anschaffung, wie viel Aufmerksamkeit ein Hund braucht und was er in seinem gesamten Leben kostet. Es gibt einige Dinge zu wissen, bevor man den Vierbeiner ins Haus holt. Auch über die Anschaffung von Katzen und anderen neuen tierischen Familienmitgliedern sollte man vorab einiges in Erfahrung bringen. Wie gut, dass es unsere umfangreiche Themenseite Haustier gibt.

Für einen Hund brauchen Sie viel Zeit und auch die Lust, genügend mit ihm rauszugehen. Denn nicht jeder Hund lässt sich so leicht zufriedenstellen, wie dieser Hund im folgenden Video, der in digitale Unterhaltung vernarrt ist:

Hund mag Entertainment

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