16.05.2020 - 21:26

"Viel geredet und umarmt" Tolle Idee: Lehrerin baut Corona-sichere "Umarmungsstation" für Schüler

Kinder leiden vielerorts sehr unter dem fehlenden zwischenmenschlichen Kontakt. Eine tolle Idee hatte daher eine Grundschullehrerin aus den USA: Sie baute eine Umarmungsstation!

Foto: iStock/RichVintage

Kinder leiden vielerorts sehr unter dem fehlenden zwischenmenschlichen Kontakt. Eine tolle Idee hatte daher eine Grundschullehrerin aus den USA: Sie baute eine Umarmungsstation!

Umarmungen sind in Zeiten der Krise außerhalb des eigenen Haushaltes nicht drin. Das belastet enorm, ist zwischenmenschlicher Kontakt doch ein menschliches Grundbedürfnis. Eine wirklich sicher-süße Idee hatte daher eine Grundschullehrerin aus den USA.

"Quarantine Hugs" – zu deutsch: "Quarantäne-Umarmungen” steht auf dem Schild neben einer Tür, in der jede Menge Folie klebt. Folie mit jeweils zwei armlangen Ausstülpungen in beide Richtungen. Mit dieser Corona-sicheren Umarmungsstation will eine Grundschullehrerin aus den USA für ihre Schüler da sein.

Umarmungsstation für ihre Schüler: Lehrerin hat grandiose Idee

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen sind nicht nur in vielen Teilen der Welt die Schulen geschlossen. Auch sonst sind Umarmungen schwierig, steigt mit ihnen doch die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Andererseits aber fehlt der Kontakt einfach. Gerade für Kinder ist die Situation nicht leicht, besonders in Ländern mit wirklich starken Einschränkungen.

In Krisensituationen tut eine Umarmung normalerweise aber gut – dachte sich auch Kelsey Pavelka aus Muncie im US-amerikanischen Bundesstaat Indiana. Die Lehrerin hat sich kurzerhand einen transparenten Duschvorhang sowie Plastikbeutel und jede Menge Klebeband geschnappt und in ihrer Haustür einen Umarmungsvorhang gebastelt.

Einen Tag später durften ihre Schüler vorbeikommen und sie in die Arme schließen. “Sie kamen und wir umarmten uns. Dann redeten wir und lachten und umarmten uns noch mehr”, schrieb Pavelka auf ihrer Facebook-Seite.

Für die nötige Sicherheit hatte die gewitzte Lehrerin natürlich gesorgt: Neben der Tür hing sie eine Liste mit einfachen Verhaltensregeln auf. Nach jeder Umarmung wurde die Außenseite der Coronavirus-sicheren Barriere frisch desinfiziert:

  1. "Desinfiziere alle Oberflächen und lasse sie trocknen"
  2. "Arme in die unteren Löcher und UMARMEN!"
  3. "Desinfiziere alle Oberflächen"

"Kinder haben das wirklich gebraucht" – und eines ganz besonders

14 Schüler hätten die Umarmungsmöglichkeit wahrgenommen, erklärte Pavelka später dem US-Nachrichtendienst “CNN”: “Viele Eltern haben mir mitgeteilt, dass ihre Kinder das wirklich gebraucht haben.”

Und einer der Zweitklässer habe besonders viel Kraft aus der Aktion schöpfen können: Der Junge hatte sich zuletzt sehr depressiv gezeigt. Nachdem er seine Lehrerin aber in der Umarmungsstation besucht habe, sei er, wieder Zuhause, in die Küche gehüpft und habe sich ein gegrilltes Käsesandwich gemacht. Seit Wochen habe er das nicht mehr getan.

Aber auch für die anderen Kinder und die Lehrerin selbst sei das Erlebnis “die reine Freude” gewesen, schloss die Lehrerin. Nicht nur die Umarmungen, auch der Austausch von Neuigkeiten.

Was für eine schöne Idee diese Grundschullehrerin dem Coronavirus zum Trotz doch hatte!

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