15.05.2020 - 18:44

Bis zu 70 Cent Welche Banken Gebühren bei Kartenzahlung verlangen

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Kartenzahlung ist einfach und unkompliziert. Doch bei einigen Banken gibt es versteckte Kosten.

Foto: iStock/YakobchukOlena

Kartenzahlung ist einfach und unkompliziert. Doch bei einigen Banken gibt es versteckte Kosten.

Kartenzahlung geht einfach und schnell. Doch einige Banken verlangen fürs kontakt- und bargeldlose Zahlen Gebühren. Welche Institute das sind.

Bargeldloses Bezahlen hat durch die Corona-Pandemie eine ganz neue Stufe erreicht. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, fordern sogar kleine Geschäfte Kunden mittlerweile dazu auf, nur noch mit Karte zu bezahlen. Es geht einfach, schnell und der Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde wird auf das Nötigste reduziert.

Allerdings bietet Kartenzahlung nicht nur Vorteile. Einige Banken verlangen dafür Gebühren – bis zu 70 Cent pro Transaktion mit Giro- oder Kreditkarte! Wir geben Ihnen einen Überblick, bei welchen Geldinstituten Sie mit versteckten Kosten rechnen müssen.

Gebühren bei Kartenzahlung: Diese Banken haben versteckte Kosten

Das Verbraucherportal "biallo.de" hat insgesamt 820 Geldinstitute unter die Lupe genommen: 440 Volks- und Raiffeisenbanken und 380 Sparkassen. Das erschreckende Ergebnis: Fast die Hälfte aller Banken verlangt Gebühren für Kartenzahlung! Durchschnittlich fallen 34 Cent je Transaktion an.

Auffällig sind vor allem die zusätzlichen Kosten zweier Institute: Die "Haspa", immerhin die größte Sparkasse Deutschlands, kassiert beim Kontomodell "Klassik" 50 Cent für jede getätigte Transaktion.

Bei der "Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe" sind noch mehr zusätzliche Kosten versteckt: Beim Modell "Giro Nispa Klassik" werden sogar 70 Cent pro Kartenzahlung fällig. Nach Berechnungen von "biallo.de" könnte das für den Verbraucher im Schnitt eine Mehrbelastung von 504 Euro jährlich bedeuten. Es gibt aber auch gute Nachrichten, nämlich ein höheres Limit beim kontaktlosen Bezahlen in der Corona-Krise. Hier finden Sie auch 5 neue Regeln fürs Einkaufen während der Pandemie.

Banken weisen Gebühren oft nicht aus

Doch warum erheben manche Banken zusätzliche Gebühren und manche nicht? Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die versteckten Gebühren vor allem für Konten gelten, die preisgünstig abgeschlossen worden sind, zum Beispiel die "Klassik"-Modelle als Basis- oder Online-Konten. Bei diesen Modellen sind oft keine monatlichen Gebühren fällig, dafür soll das Geld über die getätigten Transaktionen per Kartenzahlung fließen. Denn für Premiumkonten, für die monatlich mitunter zehn Euro gezahlt werden müssen, gelten keine Gebühren für Kartenzahlungen.

Das Problem: Die Banken weisen oft nicht aus, dass Geld für Transaktionen genommen wird. Laut "biallo.de" würden Verbraucher erst durch direktes Nachfragen Informationen erhalten. Kunden sollten auf jeden Fall einen Blick werfen ins Preis-Leistungsverzeichnis des jeweiligen Instituts und nach dem Hinweis "beleglose Buchungen" schauen.

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