16.05.2020 - 14:04

Nachhaltiger Alltag Mit 17 schlauen Tipps zum plastikfreien Badezimmer

Für ein nachhaltiges Badezimmer ohne Plastik gibt es mittlerweile jede Menge gute Produkte. Wir stellen Ihnen einige vor.

Foto: iStock/klenova

Für ein nachhaltiges Badezimmer ohne Plastik gibt es mittlerweile jede Menge gute Produkte. Wir stellen Ihnen einige vor.

Der Plastikverbrauch ist ein weltweites Problem. Wir alle sind gefragt, Plastik zu vermeiden und mit diesen Tipps wird auch Ihr Bad (noch) nachhaltiger und umweltfreundlicher.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die großen Themen unserer Zeit. Denn immer mehr Plastikmüll und Mikroplastik sammelt sich in der Umwelt, in den Meeren und in den Mägen der Tiere – und auch in uns Menschen. Daher müssen wir alle Plastikmüll vermeiden, wo es nur geht. Auch der kleinste Schritt, den wir in Richtung nachhaltiger Alltag gehen, zählt dabei. Lesen Sie hier 17 schlaue Tipps zu Produkten für Ihr plastikfreies und nachhaltiges Badezimmer.

Ihre plastikfreies und umweltbewusstes Badezimmer

Mikroplastik findet sich mittlerweile überall. Auch wir Menschen nehmen die kleiner als fünf Millimeter großen Kunststoffteilchen über die Nahrung und das Trinkwasser auf. Ebenso die Massen an PET-Flaschen und Plastikverpackungen, in denen viele Lebensmittel stecken, können uns gefährlich werden. Die Plastikflut hat auch den Gesetzesgeber auf den Plan gerufen. 2019 trat in Deutschland das Verpackungsgesetz in Kraft, mit einem Verbot von Plastiktüten. Und ab 2021 wird EU-weit der Verkauf von Wegwerfprodukten aus Plastik, also von Einwegbesteck, Wattestäbchen, Strohhalmen und Rührstäbchen, untersagt sein.

Doch für die Plastikvermeidung ist nicht nur die Regierung, sondern jeder von uns verantwortlich. Wir alle können unseren Teil beitragen. Mit diesen Tipps und Produkten können Sie ganz einfach herkömmliche Plastikprodukte ersetzen und für mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Bad sorgen – einfach mal ausprobieren!

Tipps und Produkte für Ihr nachhaltiges Bad

1. Zahnbürste

Schon beim Zähneputzen können Sie mit einer Bambus-Zahnbürste Ihre Zähne sowie Ihr gutes Gewissen pflegen und auf Plastik verzichten. Das Material Bambus ist besonders nachhaltig, denn dieser Naturrohstoff wächst schnell nach. Die Bambus-Zahnbürste ist biologisch abbaubar, auf natürliche Weise antibakteriell und antimikrobiell. Und selbst die Verpackung ist zu 100 Prozent recycelt und biologisch abbaubar.

2. Zahnpasta

Und oben auf die Bambusbürste kommt dann ganz wunderbar die vegane und plastikfreie Zahnpasta aus Deutschland. Das Praktische: Sie können gleich drei verschiedene Sorten probieren, nämlich Pfefferminz-, Minz- und Kokosgeschmack. Und das Tolle: Die Tuben sind recycelbar.

3. Zahnseide

Manche mögen überrascht sein, aber auch nachhaltige Zahnseide ist schon seit einigen Jahren erhältlich. Sie ist beispielsweise aus Maisseide gefertigt und mit Candelillawachs überzogen. Etwas Edelminze sorgt für frischen Atem. Die 30 Meter vegane Zahnseide werden in einem kleinen, wiederverwendbaren Glasfläschchen geliefert. Sobald sie leer ist, kann die Nachfüllpackung mit 2x 30 Meter nachgekauft werden.

4. Vegane Haarbürste

Neben den vielen herkömmlichen Haarbürsten aus Plastik gibt es auch immer noch die Modelle aus Holz. Besonders nachhaltig sind da Haarbürsten aus 100 Prozent natürlichem Bambus, bei denen sowohl Griff als auch Borsten aus dem schnell nachwachsenden Naturrohstoff bestehen. Das Haar wird schonend und spielendleicht entwirrt.

5. Wattestäbchen

Auch bei Wattestäbchen gibt es umweltbewusste Alternativen aus Bambus, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind. Damit laufen Ohrreinigungen und Make-up-Korrekturen nun mit gutem Gewissen ab.

6. Festes Deo

Wie fast alle kosmetischen Produkte, befindet sich Deo häufig in Plastikverpackungen. Mittlerweile gibt es aber auch ganz umweltfreundlich verpackte feste Deos. Zum Beispiel vegane Deos mit antibakteriell wirkender Palmarosenessenz. Das Deo hält doppelt so lange wie zwei gewöhnliche Deos.

7. Bambus-Reisehandtuch

Ideal für unterwegs oder zum Sport ist ein Reisehandtuch aus Bambus. Es schont nicht nur die Umwelt, es ist außerdem ultraleicht, platzsparend, extrem saugfähig, antibakteriell und schnelltrocknend und viel besser als herkömmliche Mikrofaser-Handtücher. DENN: Beim Waschen von Microfaser-Textilien lösen sich kleinste Faserteile. Für Mikrofasern aus Synthetikstoffen gilt: Sie sind nichts anderes als Mikroplastik, und genau wie Kunststoffkügelchen aus Kosmetikprodukten und Abrieb von Plastikverpackungen landen sie letztlich im Meer.

8. Nachhaltige Rasur

Seidig glatte Frauenbeine oder Männerwangen – das geht auch ohne einen Berg aus Plastikmüll durch die handelsüblichen System- oder Einwegrasierer. Eine tolle nachhaltige Lösung sind da sogenannte "Rasierhobel". Ihr Kopf besteht komplett aus Edelstahl. Die Anschaffung fällt zwar zunächst teurer aus, doch die Klingen sind günstiger und halten im Schnitt etwa 15 Rasuren lang. Tipp: Vor dem Austausch einfach die Schneide noch einmal umdrehen und die neue scharfe Kante wieder weiter zum Rasieren nutzen. Rost wird vermieden, indem die Klinge nach dem Benutzen zum Trocknen aus der Halterung genommen wird. Das Tolle: Das Metall-Blatt kann – genau wie der Rasierer – komplett recycelt werden. Wo genau Sie die Klingen abgeben, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.
Und mit einem Rasierpinsel sowie der Rasierseife ist das plastikfreie Rasierpaket dann komplett.

9. Abschminkpads

Für alle, die gerne Make-up verwenden, gibt es auch eine müllvermeidende Alternative zu Abschminktüchern und Wattepads: wiederverwendbare, waschbare Pads aus Bambus und Baumwolle. Meist kommen sie in einem praktischen Wäschenetz zur Aufbewahrung und zum optimalen Waschen (und hinterher Wiederfinden) daher. Die Abschminkpads können bei bis zu 60 Grad gewaschen werden.

10. Waschlappen

Gedacht sind sie eigentlich für die empfindliche Babyhaut, doch auch immer mehr Erwachsene schwören auf die kuschelweichen Waschlappen aus nachhaltigem Bambus beispielsweise für die Gesichtsreinigung. Sie sind frei von Chemikalien, hypoallergen und natürlich antibakteriell.

11. Feste Seife

Auch durch Shampoo und Duschgel entsteht jede Menge Plastikmüll. Die Antwort heißt hier: feste Seife. Diese feste Seife kommt ganz ohne Plastik aus und hält um einiges länger als flüssige Shampoos und Co. Es gibt sie in der Variante Haarseife und auch als Duschseife.

12. Seifensäckchen

Natürlich stellt sich schnell die Frage, wie man so ein Stück Seife im Badezimmer am besten aufbewahrt. In der Dusche eignet sich ein Seifensäckchen aus Sisalfasern ideal. Sie sind vegan und recycelbar. Tolles Extra: Mit der Seife im Sisalsäckchen sanft über die Haut streichen erzeugt einen angenehmen Peeling-Effekt.

13. Seifenbox

Wer auch unterwegs und auf Reisen nachhaltig leben möchten, packt seine feste Seife dann einfach in eine Seifenbox aus Edelstahl. Das Material ist ideal für feste Seife geeignet, zu 100 Prozent plastikfrei und lässt sich nach Gebrauch einfach schnell auswaschen.

14. Waschbare Slipeinlagen

Eine Unmenge an Slipeinlagen für den täglichen Gebrauch und auch während der Periode landen Tag für Tag im Müll. Eine tolle Alternative sind da waschbare Slipeinlagen beispielsweise aus Bambuskohlefasern mit Flügeln. Sie fühlen sich angenehm auf der Haut an, sind wasserfest, atmungsaktiv und antibakteriell, dafür frei von Chemikalien und lassen sich ganz einfach in kaltem oder heißem Wasser waschen – eine Aufbewahrungstasche ist auch dabei. So schützen Sie Ihre Unterwäsche und die Umwelt. Einen Test sind die nachhaltigen Slipeinlagen wirklich wert!

15. Menstruationstasse

In puncto Menstruation müssen wir Frauen für Tampons, Binden und Co jede Menge Geld im Laufe eines Lebens in die Hand nehmen. Und nach Gebrauch landen diese Produkte direkt im Müll. Mit einer Menstruationstasse oder -cup können wir einen großen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit gehen und unser Portemonnaie gehörig schonen. Die Behälter aus medizinischem Silikon sind so aufnahmefähig wie drei Super-Tampons, können bis zu 12 Stunden am Stück getragen und insgesamt jahrelang genutzt werden. Das Material wird aus Sand (Quartz) gewonnen, einem reichlich vorhandenen Material auf der Erde und kommt ohne unnötige Chemikalien, Giftstoffe und künstlichen Farbstoffen aus.

16. Toilettenpapieralternativen

Klopapier ist per se nicht sehr nachhaltig. Fast 13 Kilogramm verbraucht jeder Deutsche jährlich. Und damit es auch schön weich ist, müssen sehr viele Bäume zur Herstellung gefällt werden. Und auch feuchtes Toilettenpapier hat eine schlechte Bilanz, denn es kann einerseits aufgrund seiner Beschaffenheit in den Abwasserkanälen zu Verstopfungen führen und aufgrund der Inhaltsstoffe zu Hautirritationen. Da lohnt es aus mehreren Gründen, sich eimal mit den Alternativen zu Toilettenpapier zu beschäftigen. Zum Beispiel "HappyPo", eine mobile Po-Dusche, die aussieht wie eine elektrische Zahnbürste und einigen bekannt sein dürfte aus der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen". Nach dem Toilettengang halten Sie die Po-Dusche unter das Gesäß und drücken mit der Hand den Wasserbehälter zusammen. Die Stärke des Wasserstrahls, mit dem der Po gesäubert wird, können Sie dabei durch das Drücken der Vorrichtung selber bestimmen.

17. Toilettensitz Bambus

Apropos Toilette – auch der Toilettensitz muss nicht aus Plastik sein. Wenn er das nächste Mal ohnehin bei Ihnen erneuert werden müsste, wählen Sie doch einen Toilettensitz aus dem nachhaltigen Bambusholz. Der schnell nachwachsende Rohstoff ist sehr strapazierfähig und langlebig. Außerdem ist der Bambus-Toilettensitz auch etwas fürs Auge.

Auch bei der Reinigung des Badezimmers können Sie auf Nachhaltigkeit achten: So putzen Sie ohne Chemie mit natürlichen Mitteln. Und auch speziell die Duschkabine bekommen Sie mit Hausmitteln ganz einfach blitzblank.

Wenn Sie Ihren Haaren mal wieder einen extra Portion Pflege gönnen möchten, geht das auch ganz prima plastikfrei. Denn diese 5 Haarkuren können Sie ganz leicht selber machen.

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Küche plastikfrei und umweltbewusst bekommen.

In puncto Nachhaltigkeit ganz elementar: Wasser sparen. Wie Sie im Alltag eben nicht verschwenderisch mit unserem Trinkwasser umgehen, sehen Sie in unserem Video:

Tipps zum Wasser sparen im Alltag

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Und auch bei jedem Toilettengang können Sie Wasser sparen – so einfach geht’s.

Weitere clevere Haushaltstipps und mehr rund um das Thema nachhaltig leben finden Sie auf unseren Themenseiten.

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