12.05.2020 - 15:23

In den USA Corona-Wissenschaftler kurz vor Durchbruch erschossen

Der wissenschaftliche Mitarbeiter Bing Liu soll  kurz davor gestanden haben, "sehr wichtige Erkenntnisse" bei der Forschung zu Covid-19 zu sammeln.

Foto: imago images / ZUMA Wire

Der wissenschaftliche Mitarbeiter Bing Liu soll kurz davor gestanden haben, "sehr wichtige Erkenntnisse" bei der Forschung zu Covid-19 zu sammeln.

Ein Forscher der Universität Pittsburgh soll kurz vor wichtigen Erkenntnissen zur Coronavirus-Forschung gestanden haben, als er am vergangenen Wochenende in seinem Haus erschossen wurde.

Je länger die Coronavirus-Pandemie andauert, desto mehr Erkenntnisse können Mediziner und Forscher über das neuartige Virus gewinnen. Studien werden vorangetrieben, um hoffentlich bald ein Mittel gegen Covid-19oder einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 hervorbringen zu können. Weltweit wird zu dieser Problematik geforscht. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Bing Liu von der Universität Pittsburgh war Coronavirus-Forscher – jetzt wurde er erschossen. Am Wochenende fand man tot ihn in seinem Haus.

Corona-Forscher in den USA erschossen

Er war Professor an der Universität Pittsburgh. Bing Liu forschte zum Coronavirus und soll kurz davor gestanden haben "sehr wichtige Erkenntnisse" zu Covid-19 zusammenzutragen, als die grausame Tat geschah. Am vergangenen Wochenende fand die Polizei den Mann tot in seinem Stadthaus auf. Er soll mehrere Schussverletzungen an seinem Rumpf, Hals und Kopf erlitten haben, so der Nachrichtensender CNN, der über den Fall berichtete.

Vor dem Haus wurde ein zweiter, bisher noch nicht identifizierter, toter Mann in seinem Auto gefunden. Zum jetzigen Stand gehen die Ermittler davon aus, dass dieser Mann zuvor Bing Liu in seinem Haus erschossen hat, bevor er die Waffe dann im Auto gegen sich selbst richtete und sich tötete.

Remdesivir, Chloroquin, Plasma: Was hilft gegen Coronavirus
Remdesivir, Chloroquin, Plasma: Was hilft gegen Coronavirus

Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Männer kannten. Genauere Untersuchungen hatten ergeben, dass sich zwischen den Personen wohl ein Beziehungsdrama ereignet hatte. Der Polizeisprecher erklärte zudem, dass es "keinen Hinweis darauf gibt, dass Liu zum Ziel wurde, weil er Chinese" sei.

Anlässlich des traurigen Verlustes ihres Kollegen gab die Universität Pittsburgh eine Erklärung heraus. Dort heißt es, man sei "zutiefst traurig über den tragischen Tod von Bing Liu, einem fleißigen Forscher und bewunderten Kollegen. Die Universität spricht Lius Familie, Freunden und Kollegen in dieser schwierigen Zeit unser tiefstes Mitgefühl aus." Seine Kollegen vom Institut für Computer- und Systembiologie geben in der Erklärung an, dass der wissenschaftliche Mitarbeiter zum Coronavirus geforscht habe: "Bing war kurz davor, wichtige Erkenntnisse zum Verständnis der zellulären Mechanismen, die der Sars-CoV-2-Infektion zugrunde liegen, und der zellulären Basis der folgenden Komplikationen zu gewinnen."

Bing Liu sei ein herausragender Forscher und Mentor gewesen und man wolle seine Forschung abschließen, um den ehemaligen Kollegen zu ehren.

Da sich schnell Verschwörungsmythen um den Fall bildeten, stellt die Faktencheck-Website mimikama.at in einem Faktencheck klar, dass Bing Liu nicht aufgrund seiner Forschung am Coronavirus erschossen worden ist. In einer Meldung der örtlichen Polizei heißt es seitens Ross Township et. Brian Kolhepp: "Wir haben keinerlei Beweise dafür gefunden, dass dieses tragische Ereignis irgendetwas mit der Beschäftigung an der Universität Pittsburgh, irgendeiner Arbeit, die an der Universität Pittsburgh durchgeführt wird, und der aktuellen Gesundheitskrise, die die Vereinigten Staaten und die Welt betrifft, zu tun hat." Auch habe es keine Zeichen für ein gewaltsames Eindringen ins Haus gegeben. Mimikama zieht ein klares Fazit: "Auch Forscher sind nur Menschen. Auch Forscher haben ein Privatleben und ihre eigenen Dramen. Und manchmal enden diese Dramen so tragisch wie in diesem Fall."

__________________________________

Auf unserer Themenseite zum Coronavirus finden Sie weitere aktuelle und informative Artikel, wie etwa: Coronavirus: Übergewicht ist größter Risikofaktor für schwere Erkrankung.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe