Aktualisiert: 11.05.2020 - 17:50

Saubere Luft Höhere UV-Strahlung durch Corona? Achtung Sonnenbrand!

Da sich unser Mobilitätsverhalten deutlich geändert hat, führt dies auch zu weit weniger Feinstaubausstoß und Abgasen als sonst üblich. UV-Strahlung wird so aber schlechter abgeschirmt – und sorgt für Sonnenbrand.

Foto: imago images / blickwinkel

Da sich unser Mobilitätsverhalten deutlich geändert hat, führt dies auch zu weit weniger Feinstaubausstoß und Abgasen als sonst üblich. UV-Strahlung wird so aber schlechter abgeschirmt – und sorgt für Sonnenbrand.

Durch die wochenlangen Kontaktbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und Restaurants nahm auch der Autoverkehr und die damit verbundene Umweltbelastung deutlich ab. Weshalb dies jetzt für ein höheres Sonnenbrand-Risiko sorgen könnte, lesen Sie hier.

Mal ganz ehrlich, auch wenn es keine ganz einfachen Wochen in der Selbst-Isolationen waren, der Natur und der Umwelt hat es sichtlich gut getan, dass der Mensch einfach mal einen Gang runterschaltet und nicht dafür sorgt, dass sein Konsum und sein Leben auf der Überholspur stetig die Umwelt verdrecken. Diese Auswirkungen der Corona-Krise könnten jetzt jedoch zu ganz unerwarteten Konsequenzen führen – Corona könnte bei Ihnen quasi für Sonnenbrand sorgen!

Saubere Luft dank Corona – Sonnenbrand droht

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wurden in den letzten Wochen weitreichende Maßnahmen beschlossen, die uns alle betrafen. Wer konnte, der verlegte seinen Arbeitsplatz ins Home Office und versorgte irgendwie nebenbei noch die lieben Kleinen, die weder in die Kita noch in die Schule konnten. Keine Restaurantbesuche, Fitnessstudio oder gar Urlaubsflüge. In der Industrie fuhren beispielsweise die Automobilhersteller ihre Produktionen herunter.


All diese Maßnahmen blieben natürlich nicht ohne Auswirkungen. Erfreulicherweise bekam Deutschland das Coronavirus bisher in den Griff und konnte sicherlich viele Menschenleben schützen, auch wenn die Auswirkungen auf die Wirtschaft noch lange nicht vollumfänglich abzusehen sind.

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Erfreuliche Nachrichten gab es aber bereits in Sachen Luftqualität zu vermelden: So sorgen die Beschränkungen der Corona-Krise in deutschen Städten für bessere Luft. Weniger Emissionen durch Flugzeuge und Autos sorgen für bessere Luft. Flugzeuge, die am Boden blieben und der Osterausflug, den wir alle eben nicht mit dem Auto zu unseren Familien machen konnten – klingt doch eigentlich ganz gut. Denn da sich unser Mobilitätsverhalten deutlich änderte, führte dies auch zu weit weniger Feinstaubausstoß und Abgase als sonst üblich. Aber einen Nachteil gibt es da doch. Nämlich für unsere Haut.

Welche Faktoren noch wichtig sind

Die wochenlangen Beschränkungen sollen nämlich nun auch Einfluss auf die UV-Strahlung haben, die auf der Erdoberfläche ankommt. Der Feinstaub in der Luft sorgt sonst nämlich dafür, dass ein Teil der UV-Strahlung gar nicht bei uns ankommt, sondern durch den Feinstaub wieder direkt ins All reflektiert wird. Wolken und Kondensstreifen haben eine ähnliche Wirkung. Da kaum Flugverkehr herrscht, sind letztere zur Zeit eben auch rar.

Während des zurückliegenden Osterwochenendes konnte erhöhte UV-Strahlung nachgewiesen werden, die für Hautschäden verantwortlich sein kann. So warnte auch das Bundesamt für Strahlenschutz vor einer erhöhten Sonnenbrandgefahr. Das Bundesamt wies aber auch darauf hin, dass unterschiedliche Faktoren die Stärke der UV-Strahlung beeinflussen können. Zu diesen zählen etwa der Sonnenstand, die Bewölkung, die Feinstaubbelastung, Höhenlage sowie die Dicke der Ozonschicht in der Stratosphäre.

Die Ozonschicht in der Stratosphäre über der Arktis ist in diesem Frühjahr erheblich dünner als sonst. Grund dafür ist der Klimawandel, der zwar in Bodennähe für eine deutliche Erwärmung sorgt, doch in großer Höhe die Bildung von Polarwirbeln fördert. Diese Kälte in der Stratosphäre aber sorgt dafür, dass sich mehr Ozon abbaut. Zudem hat der illegale Ausstoß ozonabbauender Chemikalien in den vergangenen Jahren wieder zugenommen, berichtet Scinexx.de. Dies führt jetzt, wo die Sonne langsam höher steht, zu einem ungewöhnlich hohen UV-Index für diese Jahreszeit. Es liegt daher nicht nur an dem geringeren Feinstaubausstoß, dass die Sonnenbrandgefahr erhöht ist. Daher – vergessen Sie ihren Sonnenschutz nicht!

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