09.05.2020 - 01:05

Nachhaltiger Alltag 17 clevere Tipps: So wird und bleibt die Küche plastikfrei und umweltbewusst

Nachhaltig leben ist gar nicht so schwer. Es kommt auf uns alle an und jeder noch so kleine Schritt zählt.

Foto: iStock/Almaje

Nachhaltig leben ist gar nicht so schwer. Es kommt auf uns alle an und jeder noch so kleine Schritt zählt.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die großen Themen unserer Zeit. Wie Sie Ihre Küche plastikfrei kriegen oder behalten erfahren Sie hier.

Nachhaltigkeit ist zu einem ganz wichtigen und großen Thema geworden. Und das zu Recht, denn immer mehr Plastikmüll und Mikroplastik sammelt sich in der Umwelt, in den Meeren und in den Mägen der Tiere – und auch in uns Menschen. Daher gilt für uns alle: Plastikmüll vermeiden, wo es nur geht. Jeder Schritt, den wir in Richtung nachhaltiger Alltag gehen, zählt dabei. Lesen Sie hier 17 clevere Tipps zu Produkten für Ihre plastikfreie und nachhaltige Küche.

Ihre plastikfreie und umweltbewusste Küche

Auch wir Menschen nehmen Mikroplastik – das sind kleiner als fünf Millimeter große Kunststoffteilchen – über die Nahrung und Trinkwasser auf. Auch die vielen PET-Flaschen und Plastikverpackungen, in denen viele Lebensmittel stecken, können uns gefährlich werden. Auf die Plastikflut hat auch schon der Gesetzesgeber reagiert. 2019 trat in Deutschland das Verpackungsgesetz* in Kraft, wonach Plastiktüten verboten sind. Und ab 2021 wird EU-weit der Verkauf von Wegwerfprodukten aus Plastik, also von Einwegbesteck, Wattestäbchen, Strohhalmen und Rührstäbchen, nicht mehr erlaubt sein.

Doch Plastik sparen und vermeiden ist nicht nur Regierungssache. Wir alle sind verantwortlich und können unseren Teil beitragen. Und Plastik vermeiden ist schließlich auch attraktiv. Zum einen ist Ihr Mülleimer nicht mehr so schnell voll, und zum anderen freuen Sie sich über Ihr gutes Gewissen.

Mit diesen Tipps und Produkten können Sie ganz einfach herkömmliche Plastikprodukte ersetzen und für mehr Nachhaltigkeit in Ihrer Küche sorgen – einfach mal ausprobieren!

Tipps und Produkte für Ihre nachhaltige Küche

1. Stoffbeutel als Einkaufstasche

Am besten stecken Sie sich immer ein paar Einkaufs-Stoffbeutel* für unterwegs in die Handtasche. So sind Sie auch bei kurzentschlossenen Einkäufen immer ausgerüstet und brauchen dann keine zwar dauerhaften, aber dennoch aus Kunststoff hergestellten Einkaufstaschen nachzukaufen.

2. Gemüse- und Obstnetz für den Einkauf

Das Plastiktütenverbot gilt nicht für die feinen Tütchen, die bei den Obst- und Gemüsetheken in den Supermärkten hängen. Verzichten Sie bewusst auf diesen unnötigen Plastikmüll und stecken Sie sich zusammen mit den Einkaufsbeuteln auch gleich noch ein paar Obst- und Gemüsenetze* für die losen Lebensmittel ein.

3. Kaffee- oder Teebecher To Go

Mit einem dauerhaften To-Go-Becher können Sie Ihren Kaffee oder Tee einfach von zu Hause mitnehmen, entweder für den Weg zur Arbeit oder zum Treffen im Park. Es gibt unzählige Ausführungen. Der Thermo-Isolierbecher aus Edelstahl* im skandinavischen Design zum Beispiel punktet mit seinem Deckelsystem, das Verbrühschutz sowie zusätzliche Hygiene bietet.

Auch schick, nachhaltig UND sogar kompostierbar ist der To-Go-Becher aus Bambus*. Das Gute: Bambus ist von Natur aus hypoallergen, antibakteriell und antimikrobiell und wirkt somit auf natürliche Weise gegen schädliche Bakterien und Mikroorganismen. Natürlich ist der Becher spülmaschinengeeignet und hält kochendem Wasser ohne Probleme stand.

4. Trinkflasche

Für kalte Getränke bietet sich eher eine Trinkflasche, zum Beispiel aus extra dickem, haltbaren Borosilikatglas*, an. Damit leisten Sie einen großen Beitrag zur Vermeidung von Plastikeinwegflaschen! Die Neoprenhülle bietet Schutz vor Stößen und der Bambusdeckel verhindert mit lebensmittelechtem Silikon-O-Ring ein Auslaufen. Das tolle Design sei noch erwähnt, denn schließlich trinkt das Auge ja mit.

5. Lunchboxen

Apropos mitnehmen: Ihre Mittagsmahlzeit für die Arbeit ist in einer dieser Boxen bestens und ganz plastikfrei aufgehoben. Entweder in der Edelstahl-Brotdose* mit zwei Lagen und zwei extra Innendosen für Soßen und Snacks – sehr langlebig und garantiert frei von BPA, Phtalaten oder Blei. Oder wenn das Essen warm bleiben soll, empfiehlt sich eine Thermo-Bento-Box*, die Ihre zubereiteten Mahlzeiten warm, frisch und essfertig hält.

6. Reise-Mitnehmbesteck

Wenn Sie Ihr Essen mitnehmen, dann am besten auch nachhaltiges Besteck. Auch hier gibt es verschiedene Ausführungen für jeden Geschmack. Die einen bevorzugen die Bambusvariante im Zweier-Set*, mit Messern, Gabel, Löffeln, Essstäbchen und Strohhalmen in der schönen Stofftasche. Und die anderen eher die Edelstahlversion im Filzetui* mit der gleichen Ausstattung, aber nur für eine Person.

7. Nachhaltige Partyausstattung

Und wenn in einiger Zeit Partys und Grillfeste zu Hause oder im Park wieder möglich sind, gibt es auch für solche Anlässe umweltfreundliche Alternativen zu Plastikgeschirr oder -besteck. Nämlich die ökologisch abbaubaren Einwegbestecke aus Bambus* sowie die kompostierbaren Partyteller aus den Resten des schnell nachwachsenden Zuckerrohrs*. Zu jeder guten Party gehören natürlich auch phantasivolle Drinks und Cocktails. Da dürfen dann auch die wiederverwendbaren Strohhalme aus Edelstahl* nicht fehlen.

8. Wiederverwendbare Brot- und Gemüsebeutel

In den praktischen Baumwollbeuteln mit den fröhlichen Farbkanten* können Brötchen oder Brot transportiert und auch aufbewahrt werden. Und genauso alle möglichen anderen trockenen Lebensmittel oder Gegenstände. Die Beutel sind ganz einfach mit einem Kordelzug verschließbar und in der Waschmaschine waschbar.

9. Glasboxen zur Aufbewahrung

Zum nachhaltigen Aufbewahren von Lebensmitteln eignen sich prima Glas-Vorratsboxen.* Die Deckel aus Bambus mit Silikondichtung verschließen die Boxen luftdicht, und halten Lebensmittel deutlich länger frisch. Ohne den Bambusdeckel sind die Glasschalen für den Ofen, die Mikrowelle und den Gefrierschrank geeignet, also perfekt um z. B. Aufläufe zuzubereiten oder mit Deckel dann Lebensmittel im Kühlschrank aufzubewahren. Die Glasschalen sind spülmaschinengeeignet. Nur die Bambusdeckel müssen von Hand abgewaschen werden.

10. Vorratsgläser für einfach alles

Auch Vorratsgläser aus stabilem Borosilikatglas* sorgen für mehr Nachhaltigkeit, aber auch mehr Übersicht in der Küche. Die Bambusdeckel verschließen auch hier luftdicht und halten Lebensmittel trocken und länger frisch. Die Gläser sind sowohl für die Mikrowelle als auch die Spülmaschine geeignet. Mit den Etiketten und dem Kreidestift lassen sich die Behälter zudem stilvoll beschriften.

11. Bienenwachstücher zum Abdecken und Einwickeln

Bienenwachstücher* sind eine wunderbar nachhaltige und umweltfreundliche Alternative zu Alu- und Frischhaltefolien. Sie bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Materialien, wie BIO-Baumwolle, Bienenwachs, Baumharz & Jojoba-Öl. Wenn Sie Ihre Lebensmittel darin einwickeln oder Gläser und Schalen damit abdecken, werden diese mit natürlich vorkommenden antibakteriellen Eigenschaften umhüllt und halten sich länger frisch. Die Tücher sind nach Gebrauch einfach mit kaltem Wasser abzuwaschen, wenn nötig kann mildes Bio-Spülmittel benutzt werden. Bei sorgfältiger Verwendung sind die Wachstücher bis zu ein Jahr wiederverwendbar und sogar kompostierbar.

12. Dauerhafte Backfolie

Mit dieser Folie wird Ihnen im Backofen ab sofort alles gelingen und es ist Schluss mit dem andauernden Backpapier-Nachkauf. Die umweltfreundliche Dauer-Backofenfolie* muss dank der Antihaft-Teflonbeschichtung nicht extra eingefettet werden. Und falls sie nicht genau auf Ihr Backblech passt, schneiden Sie sie einfach mit der Schere zu. Gereinigt wird die Folie per Hand mit Wasser, Spülmittel und abgetrocknet mit dem Handtuch. Sie kann aber auch in die Spülmaschine.

13. Waschbare Küchenrolle aus Bambus

Hiermit vermeiden Sie ganz prima Papiertücher für den Einmalgebrauch. Die Küchenrolle aus Bambus* ist saugstark und reißfest – und ersetzt bis zu 60 herkömmliche Papierhaushaltstücher. Die Allzwecktücher sind wie die Papiertücher universell einsetzbar, können aber ganz nachhaltig bis zu 100 mal bei 40°C gewaschen und dann wiederverwendet werden.

14. Wasserkocher

Wasser im Wasserkocher zu erhitzen statt im Topf, geht schneller und spart Strom. Doch die meisten günstigen Wasserkocher bestehen oft komplett aus Plastik. Die nächstbessere Variante ist etwas teurer und größtenteils aus Edelstahl* – doch auch hier sind meistens Griffe und Deckel aus Plastik gefertigt. Wer Wasser ganz und gar kunststofffrei kochen möchte, kann beispielsweise auf Varianten aus Keramik* zurückgreifen.

15. Plastikfreie Küchenutensilien

Plastikfreie kleine Helfer wie Kochlöffel und Pfannenwender gibt es viele, aus schönem Olivenholz* beispielsweise. Bei einem Abtropfsieb, einer Rührschüssel oder einer Kuchentransportbox wird es schon schwieriger, auf Plastik zu verzichten. Doch auch hier gibt es Alternativen. Küchensiebe sind auch aus Emaille* oder aus Edelstahl* erhältlich. Gleiches gilt für Rührschüsseln, die ebenfalls sowohl aus Emaille* als auch in der Edelstahlvariante* angeboten werden. Und auch die Tortenbox gibt es aus Metall.*

16. Große Küchengeräte: energieeffizient kaufen

Wer Ofen*, Herd*, Kühlschrank* oder Spülmaschine* neu kaufen muss, sollte unbedingt ein energieeffizientes Gerät wählen. Die höchste Effizienz-Klasse ist derzeit A+++, aber auch A++ und A+ sind noch in Ordnung. Lassen Sie sich nicht vom etwas höheren Preis abschrecken: Längerfristig sparen energieeffiziente Elektrogeräte richtig Geld.

17. Kleine Küchengeräte ausleihen statt besitzen

Anstatt sich mit ganz vielen Geräten auszustatten, die vielleicht doch nur einmal im Jahr zum Einsatz kommen, könnte man diese doch einfach auch bei Freunden ausleihen. Oder Sie schaffen sie gleich gemeinsam mit Nachbarn oder Freunden an. Eine Fritteuse oder Eismaschine beispielsweise können sich ganz leicht mindestens drei Familien teilen. Eine weitere Idee: Waffelmaker und Saftpresse aus einem Leihladen zeitweise ausleihen.

Ein weiteres großes Nachhaltigkeitsthema ist die Reinigung der Küche. Hier erfahren Sie, wie Sie die Küche rundum sauber bekommen mit ganz natürlichen Mitteln. Und speziell für die Spülmaschine gibt es nochmal einige Tipps extra für die nachhaltige Reinigung.

Apropos nachhaltig – unser Video zeigt Ihnen, wie Sie im Alltag Wasser einsparen können:

Tipps zum Wasser sparen im Alltag
Tipps zum Wasser sparen im Alltag

Hier lesen Sie, wie Sie mit 17 schlauen Tipps zum plastikfreien Badezimmerkommen.

Weitere clevere Haushaltstipps und mehr rund um das Thema nachhaltig leben finden Sie auf unseren Themenseiten.

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