06.05.2020 - 20:01

Gewinner der Corona-Krise Erfolgsversprudelnd: Wassersprudler haben Hochkonjunktur – lohnt sich das auch für mich?

Voll im Trend: Mit einem Wassersprudler Leitungs- in Sprudelwasser verwandeln. Was es kostet und welche Modelle es gibt.

Foto: iStock/mediaphotos

Voll im Trend: Mit einem Wassersprudler Leitungs- in Sprudelwasser verwandeln. Was es kostet und welche Modelle es gibt.

Wassersprudler, die Leitungs- in Sprudelwasser verwandeln, sind derzeit im Trend. Was es kostet und welche Modelle es außer Sodastream noch gibt.

Während viele Branchen derzeit stark unter den Corona-Beschränkungen leiden, gibt es auch einige Gewinner der Krise. Einer von Ihnen: Sodastream, der Platzhirsch unter den Wassersprudlersystemen in Deutschland, darf sich in den letzten zwei Monaten über zeitweise bis zu 87 Prozent stärkeren Umsatz freuen. Wassersprudler boomen – ob sich das auch für Sie lohnt und welche Alternativen es zu Sodastream noch gibt.

Verkaufsschlager Wassersprudler

In den vergangenen Wochen haben sich diverse Produkte zu absoluten Dauerbrennern entwickelt. Die Rede ist vom schon oft belächelten Toilettenpapier, sowie Mehl und Hefe und natürlich auch von leichter nachvollziehbaren Artikeln wie Desinfektionsmitteln, Seife oder Einmalhandschuhen, deren Nachfrage aufgrund der besonderen Hygienesituation gestiegen ist. Doch der wöchentliche Corona-Tracker der Marktforscher von IRI (Information Resources Inc.) zeigt auch eher unerwartete Durchstarter in der Krisenzeit. So hat zum Beispiel auch die Nachfrage nach Blumenerde im Vergleich zum identischen Vorjahreszeitraum stark zugenommen, genauso wie bei Selbstbräunern. Und auch die Sprudlersysteme von Sodastream verkaufen sich in den Krisenwochen fast durchweg über 20 Prozent besser, zeitweise stieg der Umsatz sogar um 87,4 Prozent im Vergleich zu 2019.

"Kein Lieferengpass durch Corona"

Rüdiger Koppelmann, der Deutschland-Chef von Sodastream, sieht derzeit einen besonderen Kaufanreiz bei Kunden. Zur WELT sagte der Manager: "Wer einen Wassersprudler hat, muss nicht regelmäßig in den Getränkemarkt." So ließe sich den gebotenen Kontaktbeschränkungen leichter nachkommen. Doch trotz der gestiegenen Nachfrage auf die Wassersprudler kann Koppelmann beruhigen: "Wir haben keinen Corona-Engpass." Die Sprudler werden größtenteils in Israel produziert und werden von dort auch weiterhin verlässlich geliefert, versichert Koppelmann.

Sprudelnde Vorteile und Kosten

Nicht nur das Schleppen von Wasserkisten oder -flaschen fällt mit einem Wassersprudler weg. Sie leisten auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da weniger Einwegplastik in Umlauf kommt. Die Hauptzutat kommt einfach aus dem Wasserhahn und auf deren Qualität können wir uns in Deutschland absolut verlassen. Denn unser Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Zusammen mit den angebotenen Sirupe lässt sich ein großes Getränke-Repertoire für zu Hause mixen. Sodastream wurde 2018 vom amerikanischen Softdrink-Riese PepsiCo aufgekauft. Und die neue Konzernmutter steuert ihre klassischen Sorten Pepsi, Miranda, 7Up und Schwip-Schwap bei, die ab April bei Kaufland erhältlich sind. Bereits schon länger im Angebot sind etliche andere Geschmacksrichtungen, unter anderem auch Bio-Konzentrate wie beispielsweise Bio-Sirup Holunder oder Rhabarber.

Wer über den Kauf eines Sodastream-Sprudlers nachdenkt, muss mit diesen Kosten rechnen:

Nach einigen Wochen müssen die CO2-Zylinder getauscht werden und je sprudeliger Sie ihr Wasser mögen, umso schneller. Der Tausch gegen eine gefüllte Kartusche kostet meist knapp 9 Euro.

CO2-Zylinder: So geht das mit den Kartuschen

Das Prinzip bei Wassersprudlern wie dem Sodastream ist stets dasselbe: Man setzt eine druckbeständige Flasche (entweder PET- oder Glasflaschen) in das Gerät ein. Am Sprudlergerät befindet sich eine CO2-Flasche. Auf Knopfdruck wird Kohlensäure in das Leitungswasser geleitet. Umso öfter und länger Sie drücken, desto intensiver wird der Kohlensäuregehalt im Wasser. Ist der CO2-Zylinder leer, bringt man ihn zu einem Supermarkt oder Baumarkt, wo er gegen eine volle ausgetauscht wird.

Alternative Modelle zum Sodastream

Zu dem vergleichweise eher hochpreisigen Sodastream-Sprudler gibt es auch günstigere Alternativen – oder auch im Design anspruchsvollere:

  • Levivo Wassersprudler – ähnelt optisch stark dem Sodastream Easy. Das Gehäuse ist aus Kunststoff mit Edelstahlapplikationen. Das Set mit zwei PET-Flaschen und CO2-Zylinder für ca. 60 Liter Sprudelwasser gibt es bei Amazon.de für knapp 75 Euro.
  • MySodapop – ist auch im Set erhältlich, mit zwei Glasflaschen und einem CO2-Zylinder für ca. 60 Liter Sprudelwasser und zwar bei Amazon.de für unter 79 Euro.
  • Aarke Carbonator II – wer mehr Wert auf Design als auf den Preis legt, ist bei diesem Modell goldrichtig. Den Sprudler mit Edelstahlgehäuse und einer PET-Flasche bietet Amazon.de ab ca. 145 Euro an.

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