04.05.2020 - 18:47

Schmerzhaft und gefährlich Verbrennungen und Atemnot drohen: Vorsicht vor dieser giftigen Pflanze!

Diese Pflanze sieht vermeintlich harmlos aus, ist es aber ganz und gar nicht: Der Bärenklau ist hochgiftig, darauf müssen Sie achten!

Foto: imago images / Hohlfeld

Diese Pflanze sieht vermeintlich harmlos aus, ist es aber ganz und gar nicht: Der Bärenklau ist hochgiftig, darauf müssen Sie achten!

Natur ist toll, und die sollen Sie auch genießen können. Sie müssen nur wissen, was geht und was nicht. Beim Riesenbärenklau heißt es auf jeden Fall: FINGER WEG! Denn diese Pflanze ist hochgiftig.

Gerade in Coronazeiten wollen viele Menschen in der Natur sein. Was liegt da näher als am Ufer oder im Wald umherzuschlendern und die Pflanzen zu bewundern. Aber Achtung: Wenn Sie dieses weiß-grüne Exemplar sehen, sollten Sie es weder berühren noch abbrechen oder anfassen. Den der Riesenbärenklau sieht zwar harmlos aus, ist aber hochgiftig. Seine Berührung kann zu Atemnnot und Verbrennungen führen.

Verbrennungen und Atemnot: Vorsicht vor dieser giftigen Pflanze!

Der Riesen-Bärenklau (im Fachbegriff: Heracleum mantegazzianum) wird auch Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt. Gern wächst es in Ufernähe, aber auch am Wegesrand. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen (Photodermatitis). Der Grund: Diese Pflanze bildet photosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht oder auch stärkerem Lampenlicht phototoxisch agieren.

Giftiger Riesenbärenklau: So können Sie sich schützen

Wer zum Beispiel als Landwirt oder Naturschützer Umgang mit der Pflanze haben muss, sollte vollständige Schutzkleidung inklusive eines Gesichtsschutzes tragen. Bei Berührung mit der Haut kann das Gift der Pflanze sonst schmerzhafte Brandblasen verursachen und auch zu Atmenproblemen führen.

Anna-Lena Bieneck vom Biosphärenreservat Rhön bestätigt die Giftigkeit der Herkulesstaude: "Bei Berührung kann das Gift, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist, großen Schaden anrichten. Die natürliche Hautbarriere wird zerstört, so dass das UV-Licht der Sonne die Haut ungehindert verbrennen kann."

Bronchitis, wenn man nur daneben steht

Das Resultat: Schmerzhafte Brandblasen. Besonders unangenehm ist, dass nach dem Kontakt mit der Pflanze zunächst nichts zu sehen sei. Deswegen ist besondere Vorsicht geboten: Die betroffenen Hautflächen sollten gründlich mit Wasser und Seife gereinigt und mit Sonnenschutzcreme eingeschmiert werden. Auch nur ein längerer Aufenthalt neben den bis zu vier Meter hohen Pflanzen kann Atemnot und eine mehrwöchige Bronchitis auslösen.

So können Sie die Gefahr erkennen: Typisch für den Riesenbärenklau sind die gezackten, giftgrünen Blätter und die behaarten, purpurfarben gefleckten Stängel.

Gift aus dem Garten: Diese Pflanzen sind ebenfalls giftig

Im Vergleich zum Riesenbärenklau sind die folgenden Sträucher und Blumen weniger gefährlich, zumindest wenn man nicht ihre Beeren oder Früchte verzeht. Dennoch können sie bei Berührung Hautirritationen und Atemwegsreizungen hervorrufen. Zu diesen gehören der Seidelbast, der Blaue Eisenhut, die Stechpalme, Rizinus und die Engelstrompete. Darauf weist die Direktorin des Botanischen Gartens in München, Susanne Renner, hin. "Kinder sollte man generell darauf hinweisen, dass sie keine Früchte von Pflanzen essen sollen, die sie nicht kennen."

Auch der Goldregen kann für Kinder eine Gefahr sein. Er sieht mit seiner gelben Blütenpracht wunderschön aus und wird auch in vielen Gärten zur Zierde eingesetzt. Außerdem hat der Strauch in seinen Schoten Früchte, die wie Erbsen oder Bohnen aussehen. Das macht diese giftige Pflanze noch verlockender. Also halten Sie auch hier die Augen offen und warnen Sie Ihre Kinder. Experten warnen ebenso vor Wildkräutern wie Schierling und Hundspetersilie. Auch das Maiglöckchen, so schön es duften mag, ist nicht zum Verzehr geeignet.

Quelle: tag24.de,

Der Riesenbärenklau ist giftig. Vorsicht auch beim Sammeln von Bärlauch und bei diesen Giftpilzen. Apropos sammeln, kennen Sie schon die Regeln für einen Frühlingsspaziergang im Wald?

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