28.04.2020 - 17:27

Schutzmaßnahmen Corona: Aldi und Lidl planen Ampelsystem zur Einlasskontrolle

Die Discounter Aldi und Lidl arbeiten an einer Alternative zum Security-Personal, um den Einlass in ihre Geschäfte während der Corona-Krise zu regeln.

Foto: imago images / Müller-Stauffenberg

Die Discounter Aldi und Lidl arbeiten an einer Alternative zum Security-Personal, um den Einlass in ihre Geschäfte während der Corona-Krise zu regeln.

Trotz der Lockerungen in der Corona-Krise ist es immer noch wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Dies gilt auch für einen Besuch im Supermarkt.

Dicht gedrängt nach dem Feierabend im Supermarkt – diese Bilder kennt man nur noch aus der Zeit vor der Corona-Krise. Um die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus auch beim täglichen Einkauf einhalten zu können, gibt es in vielen Geschäften Zugangsbeschränkungen, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Inneren der Verkaufsräume stauen. Auch die Discounter Aldi und Lidl haben Einlasskontrollen – eine elektronische Lösung, an der sie jetzt arbeiten, könnte das Security-Personal ersetzen.

Coronavirus: Aldi und Lidl planen elektronisches Ampelsystem am Eingang

Mittlerweile sind die Hamsterkäufe zurückgegangen, und in den meisten Geschäften findet man auch wieder die äußert stark nachgefragten Produkte Toilettenpapier, Mehl und Nudeln. Doch immer noch ist der Gang zum Supermarkt mit Vorsichtsmaßnahmen verbunden. In vielen Bundesländern muss eine Atemschutzmaske beim Einkauf getragen werden. Wer zu Stoßzeiten in den Supermarkt muss, könnte zunächst in einer Warteschlange davor landen, da viele Märkte inzwischen Einlasskontrollen haben, um die Anzahl der Menschen in den Läden selbst zu regulieren. Die Abstandsregeln in der Corona-Krise müssen nämlich ebenfalls während des Einkaufs beachtet werden – auch wenn der ein oder andere das bei der Jagd auf sein Lieblingsprodukt auch mal zu verdrängen scheint.

Bisher setzten Supermärkte oder Discounter wie Aldi und Lidl bei der Kontrolle der Anzahl der Kunden auf Sicherheitspersonal. Doch laut "watson.de" sollen die Discounter an einer Lösung arbeiten, die kein Personal für die Überwachung der Einlasskontrollen mehr benötigt. Ein digitales System, welches diese Funktion übernehmen soll, wird derzeit getestet.

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Wird ein digitales System das Sicherheitspersonal ersetzen?

Aldi Süd soll ein Zählsystem planen, das mit Videokameras, einer Analysesoftware, Bildschirmen und einer Ampelfunktion am Eingang arbeitet. Dieses System, welches über die Information verfügt, wie viele Kunden gleichzeitig den Laden betreten dürfen, überwacht den Einlass und schaltet gegebenfalls die Ampel im Eingangsbereich auf rot, um zu signalisieren, dass derzeit kein weiterer Einlass möglich ist. Erst wenn andere Kunden die Geschäftsräume verlassen, ist der Eingang wieder freigegeben.

In der Schweiz hat Aldi Süd diese digitalen Einlasskontrollen bereits eingeführt. In insgesamt 110 gut frequentierten Ladengeschäften wird der Eintritt ins Innere nun über die Ampelfunktion gesteuert. Über die Videokameras und die Software, die von der Schweizer Firma ASE stammt, können die Kunden im Eingangsbereich gezählt werden.

Laut "watson.de" sollen auch die Discounterriesen Aldi Nord und Lidl an einer technischen Lösung arbeiten, die das bisherige Sicherheitspersonal ersetzen soll. Aldi Nord soll die ersten Testphasen bereits abgeschlossen haben. Nach einer umfassenden Auswertung der Daten soll entschieden werden, ob das System flächendeckend zum Einsatz kommt.

Lidl noch in der Testphase

Lidl ließ durch einen Sprecherin bestätigen, dass auch sie "aktuell verschiedene Systeme für automatisierte Zutrittskontrollen am Filialeingang" prüfen. Derzeit wird das digitale Einlasssystem in einer Filiale des Discounter getestet. Das Discountunternehmen stehe bezüglich der standardisierten Anforderungen an digitale Kontrollsysteme auch mit den zuständigen Behörden in Kontakt. Wann genau bei Lidl mit einer technischen Lösung zu rechnen sei, ist allerdings noch unklar. Solange will der Discounter weiterhin auf sein aktuelles Sicherheitskonzept setzen.

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