Aktualisiert: 24.04.2020 - 22:03

Schon gesehen? Gucken Sie heute mal in den Himmel: Das steckt hinter der ominösen Lichterkette

Was wir derzeit als leuchtende Lichterkette am Abend sehen, sind Satelliten.

Foto: iStock/aapsky

Was wir derzeit als leuchtende Lichterkette am Abend sehen, sind Satelliten.

Es sind nicht nur ein paar leuchtende Punkte am Himmel, die uns aktuell begeistern. Die abendliche Lichterkette hat ganz schön etwas drauf…

Wohnen Sie in Berlin, in Nordhessen, dem Rhein-Gebiet oder Süddeutschland, sollten Sie am Abend, etwa zwei Stunden nachdem die Sonne untergegangen ist, mal in den Himmel blicken. Wieso? Weil sich Ihnen ein faszinierendes Schauspiel am Nachhimmel bietet, das zudem noch einen wirklich großen Nutzen mit sich bringt. Erfahren Sie, was es mit der ominösen Lichterreihe über uns auf sich hat!

Lichterkette am Nachthimmel: Aus diesem Grund leuchtet sie!

Es sind nicht etwa ein neues Sternbild oder ein paar in Reihe und Glied stehende, festgehaftete Sternschnuppen, die sich uns da zeigen. Kein überirdisches Phänomen! Die aktuell sichtbare Lichterkette am Himmel lässt sich ganz einfach mit dem Unternehmen Starlink erklären, wie SWR3 bereits berichtete. Die geheimnisvollen Lichter sind Satelliten, die auf Tesla-Chef Elon Musk zurückgehen.

Diese Satelliten im All sollen die Erde mit Internet versorgen – selbst Gebiete ab vom Schuss sollen mit ihnen versorgt werden können. Sie befinden sich in 550 Kilometern Höhe. Die Anzahl der Satelliten soll noch steigen. 1.500 sind bis Ende dieses Jahres geplant. Dazu wird die Zahl alle vierzehn Tage um 60 Stück erweitert. Auf einen ganzen Schwarm von 12.000 Satelliten können wir so schon in ein paar Jahren kommen. Da die Astronomen sich schon beschweren, dass durch diese neuen Satelliten die Sicht auf manche Sterne eingeschränkt ist, will Starlink die Außenhüllen der Satelliten weniger reflektierend gestalten. Kommt es dazu, werden wir die Lichterkette am Abendhimmel nicht mehr so gut sehen können.

Die Idee war schon seit Langem bekannt

Dass uns Satelliten aus dem Weltall mit Internet versorgen sollen, ist kein neuer Gedanke. Schon vor 15 Jahren kam dieser auf. Man konnte ihn jedoch nicht nutzen, weil die Latenzzeit immer zu gering war. Das bedeutet: Der Austausch eines Signals zwischen Erde und Satellit dauerte immer zu lang. Bei Starlink wurde dieses Problem nun dadurch gelöst, dass sich die vielen Satelliten jetzt in einer viel niedrigen Umlaufbahn befinden. Es sind jetzt 550 Kilometer, bei den alten Modellen waren es sogar mehr als 35.000 Kilometer. So kommt es zu geringen Latenzzeiten von zwei Millisekunden und einer starken Übertragungsrate mit bis zu einem Gigabit – gut geeignet für Internettelefonie und Online-Spiele.

Mehr vom Mann, der für dieses Spektakel am Himmel verantwortlich ist: Vor Kurzem verschenkte Tesla-Boss Elon Musk Beatmungsgeräte.

Woher bei ihm das Internet kommt, ist diesem Vierbeiner wohl egal. Kennen Sie schon den Hund, der Entertainment mag? Falls nicht, schauen Sie unser niedliches Video:

Hund mag Entertainment
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Die Versorgung mit dem Internet aus dem Weltall kann zu Glasfaser eine echte Alternative sein. Hoffentlich haben wir dann in Zukunft mit dieser Methode weniger Internet-Störungen und unser Büro-Alltag verläuft stressfreier.

Familie und Leben

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Alles rund um Haus & Garten, Wissenswertes aus dem Alltagsleben und Ratgeberthemen sehen Sie in den Videos.

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