Aktualisiert: 30.04.2020 - 09:39

Autofahrer Achtung, neue Verkehrsregeln: Diese Vergehen werden RICHTIG teuer

Vorsicht, Radfahrer! Ab heute gelten strengere Verkehrregeln, die Anfang des Jahres beschlossen wurden. Das müssen Sie jetzt beachten, sonst drohen saftige Bußgelder.

Foto: imago images / Marius Schwarz

Vorsicht, Radfahrer! Ab heute gelten strengere Verkehrregeln, die Anfang des Jahres beschlossen wurden. Das müssen Sie jetzt beachten, sonst drohen saftige Bußgelder.

Einfach mal schnell irgendwo gehalten oder sogar die Rettungsgasse ignoriert? Das kann Sie jetzt richtig teuer zu stehen kommen, denn ab heute gelten die neuen Verkehrsregeln, inklusive saftiger Bußgelderhöhungen bei Verstößen.

Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden strenger. Der Grund: Schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer sollen geschützt werden. Gleichzeitig drohen gerade Autofahrern höhere Strafen, wenn Verkehrsregeln nicht eingehalten werden. Diese neuen Regeln und erhöhten Bußgelder gelten ab heute.

Diese neuen Verkehrsregeln für Autofahrer müssen Sie jetzt kennen!

Ab dem heutigen Dienstag gelten die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Anfang des Jahres angekündigten Änderungen im Straßenverkehr. "Ich freue mich, denn damit machen wir unsere Mobilität sicherer, klimafreundlicher und gerechter", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die neuen Regeln stärken insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer."

Neue Verkehrsregeln: Die Änderungen im Überblick

Mit der Straßenverkehrsordnungs-Novelle werden neue bzw. erhöhte Geldbußen einhergehen. Die strengeren Regelungen betreffen allgemeine Halt- und Parkverstöße, geringere Geschwindigkeitsverstöße, Überholregelungen, aber auch Verstöße gegen das Gebot der Bildung einer Rettungsgasse.

  • Im Stau unerlaubt durch eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge fahren, kann mit bis zu 320 Euro Strafe, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten im Fahreignungsregister bestraft werden.
  • Nicht mehr gehalten werden darf auf Schutzstreifen für Fahrradfahrer am Straßenrand, Gehwegen oder in zweiter Reihe, sonst drohen bis zu 100 Euro Strafe und ein Punkt im Fahreignungsregister.
  • Mit bis zu 100 Euro Geldbuße, statt bisher mit 25 Euro, wird die unerlaubte Nutzung von Gehwegen, linksseitig angelegten Radwegen und Seitenstreifen geahndet.
  • Fahrräder überholen ist im Ort künftig nur mindestens 1,5 Meter Abstand erlaubt, außerorts 2 Meter. Bisher galt nur ein "ausreichender Seitenabstand".
  • Auch das Parken an unübersichtlichen Kreuzungen wird zukünftig strenger geahndet.
  • Unterstützen will der Bund Parkplätze für E-Autos und Carsharing-Autos, diese können jetzt einfacher ausgewiesen werden.
  • Angehoben werden die Geldbußen schon bei geringeren Geschwindigkeitsverstößen als bisher: Das gilt innerorts bereits bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h und außerorts von 26 km/h.
  • Die Geldbußen werden bei fehlerhaften Abbiegevorgängen oder einer Sorgfaltspflichtverletzung beim Ein- bzw. Aussteigen verdoppelt.
  • Das sogenannte Auto-Posing wird jetzt stärker geahndet: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
  • Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, zahlt anstatt 35 jetzt 55 Euro

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Hier finden Sie die neuen Regeln und den Bußgeldkatalog.

Quellen: bmvi.de, RTL

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