Aktualisiert: 22.04.2020 - 21:45

Pläne nach Andreas Scheuer Corona-Krise: Bundesregierung will Mietwagen für Klinikpersonal finanzieren

Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer will die Bundesregierung medizinischem Personal mancher Einrichtungen einen Mietwagen für den Arbeitsweg finanzieren.

Foto: imago images / Agencia EFE

Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer will die Bundesregierung medizinischem Personal mancher Einrichtungen einen Mietwagen für den Arbeitsweg finanzieren.

Sie stehen momentan an vorderster Front und sind dem Coronavirus und seinen Auswirkungen tagtäglich ausgesetzt: das medizinische Personal in den Krankenhäusern. Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer soll es einigen davon ermöglicht werden, einen Mietwagen für den Arbeitsweg zu nutzen. Die Kosten will der Bund tragen.

Das medizinische Personal in den Kliniken, aber auch in den Testlaboren hat in der Corona-Krise alle Hände voll zu tun. Sie kümmern sich um die angemessene Versorgung von erkrankten Patienten und liefern neue Erkenntnisse rund um das Coronavirus. Damit die Beschäftigten nun sicheren Fußes nach Hause kommen können und nicht unnötig Zeit verplempern müssen, will die Bundesregierung nun Mietwagen für medizinisches Personal finanzieren.

Verkehrsminister Andreas Scheuer: "Kosten übernimmt der Bund"

Dieser Schritt könnte eine Entlastung für manches medizinische Personal bedeuten. Verkehrsminister Andreas Scheuer hat sich nun gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe über die Pläne der Bundesregierung geäußert: "Wir wollen Menschen, die in systemrelevanten medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Pflegestationen oder Corona-Testlaboren arbeiten, schnell und unbürokratisch unterstützten."

Wie diese Unterstützung aussehen soll, führte Scheuer auch gleich weiter aus: "Wir machen es möglich, dass sie Mietwagen für den Arbeitsweg nutzen können. Die Kosten übernimmt der Bund."

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Dafür wolle die Bundesregierung in den nächsten beiden Monaten zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Rahmenbedingungen für den Gebrauch scheinen auch schon gesteckt: Der Mietwagen darf pro Monat nicht mehr als 400 Euro kosten und 125 Kilometer am Tag seien frei. Bereits am kommenden Montag soll das Förderprogramm starten. Die teilnehmenden Mietwagenfirmen können die Anträge auf Förderung bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) einreichen. Zu beachten ist, dass der Arbeitgeber einen Arbeitsnachweis beifügen muss.

Hilft auch der Wirtschaft

Verkehrsminister Scheuer wies darauf hin, dass man mit dieser Maßnahme auch der Wirtschaft helfe: "Damit nutzen und unterstützen wir die Mietwagenunternehmen, die derzeit einen massiven Einbruch erleben. Sie können nun günstige Angebote machen." Dies sei eine "Win-Win-Situation für medizinisches Personal und Wirtschaft".

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