Aktualisiert: 22.04.2020 - 22:03

Empathisch sein und anderen helfen Was wir während der Corona-Krise gelernt haben und auch danach beibehalten sollten

Eine helfende Hand ist in der Corona-Krise keine Seltenheit – ein wunderbares Verhalten, das wir uns in der Krise zugelegt haben. Dieses und andere Verhaltensweisen sollten wir auch nach Corona aufrechterhalten.

Foto: iStock/kieferpix

Eine helfende Hand ist in der Corona-Krise keine Seltenheit – ein wunderbares Verhalten, das wir uns in der Krise zugelegt haben. Dieses und andere Verhaltensweisen sollten wir auch nach Corona aufrechterhalten.

So traurig die Lage derzeit ist, sie hat uns wichtige Erkenntnisse in vielen Bereichen geliefert. Die sind viel Wert und sollten aufrechtgehalten werden, selbst wenn die Corona-Krise vorbei ist.

Das Coronavirus hat uns in eine völlig unbekannte Situation gebracht. Daraus sind vollkommen neue Verhaltensweisen entstanden, beispielsweise von anderen Abstand zu halten. Die Pandemie hat aber auch unseren Blick dafür geschärft, Bereiche, die zwar schon bekannt, aber eventuell noch nicht nicht ausgeprägt genug waren, auszuweiten – zum Beispiel die Hilfsbereitschaft untereinander. Alles in allem: Durch Corona haben wir viel gelernt – nicht nur über das Coronavirus an sich. Was wir davon nach der Pandemie auf jeden Fall beibehalten sollten

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Welche Verhaltensmuster aus der Corona-Zeit wir anschließend unbedingt beibehalten sollten

Auch wenn das Coronavirus viel Leid verursacht, es bringt auch Menschen in neuer Form zusammen. Immer wieder hören wir von Hilfsaktionen ungeahnten Ausmaßes. Vor allem diese Hilfsbereitschaft untereinander sollten wir auch nach der Corona-Krise weiterführen. Aber auch ein paar Maßnahmen zum Schutz der eigenen Gesundheit und der der anderen können weiterhin hilfreich sein. Wir haben auf der Grundlage von "mitvergnuegen.com" mal alles Wichtige zusammengetragen:

  • Sich Zeit für die Familie nehmen: Das Coronavirus zwingt uns derzeit, zu Hause zu bleiben. Das heißt, nur von der engsten Familie umgeben zu sein. Das ist auch mal schön. Machen Sie doch auch in Zukunft wieder mehr mit Ihrem Partner und Ihren Kindern. Bei einem Familienausflug lässt sich wunderbar von der Arbeit abschalten, er bringt alle Familienmitglieder näher zusammen.
  • Rücksicht nehmen: Derzeit nehmen wir vor allem auf unsere Risikogruppen besondere Rücksicht. Doch nicht nur in der Corona-Krise ist es angebracht, anderen gegenüber empathisch zu reagieren. Auch in Zukunft sollten wir das Wohlbefinden unserer Mitmenschen im Blick behalten und müssen nicht immer gleich genervt reagieren, wenn eine ältere Dame beim Bezahlen an der Kasse einmal mehr Zeit braucht oder jemand eine komplett andere Meinung hat als wir selbst.
  • Lokale Geschäft unterstützen: Klar, große Onlinehändler haben nahezu alles im Angebot, sind oft billiger und haben einen unkomplizierten Bezahlvorgang. Aber der Laden um die Ecke benötigt Ihren Einkauf in der Regel mehr. Also warum nicht erstmal dort ins Sortiment schauen und eventuell bei diesem kaufen?
  • Hilfe leisten: Unabhängig von Corona gibt es Menschen und Tiere, die unsere Hilfe benötigen. Können wir diese geben, sollten wir das auch tun. Es muss ja nicht immer finanziell sein, auch die Hausaufgabehilfe für benachteiligte Kinder, das Kümmern um die Älteren in unserer Gesellschaft oder das Hundeausführen im nahegelegenen Tierheim können große Hilfen sein.
  • Hände reinigen: Beim regelmäßigen Händewaschen sollte auch nach der Corona-Pandemie nicht nachgelassen werden. Denn dieses hilft auch gegen die übliche Grippe und andere Krankheiten. Wenn wir uns dieses Hygieneverhalten die letzten Monate über angeeignet haben, können wir es ja auch gleich beibehalten.
  • Abstand halten: Natürlich soll es nicht so sein, dass Sie keinen anderen Menschen mehr umarmen können. Doch im Wartezimmer des Arztes oder an der Supermarktkasse nicht zu dicht an andere heranzurücken, kann sich nur positiv auswirken. Auch Umarmen, Küsschen rechts und links und das Händeschütteln zur Begrüßung müssen nicht zwingend wieder eingeführt werden. Wie wäre es denn stattdessen mit dem Wuhan-Shake?
  • Bei Krankheit zu Hause bleiben: Vor der Corona-Krise haben Sie sich auch mit einem kleinen Schnupfen ins Büro geschleppt? Nun haben wir gelernt, dass wir mit den kleinsten Krankheitsanzeichen auf jeden Fall zu Hause bleiben – um andere zu schützen. Diese Einstellung kann uns auch in den Zeiten nach Corona helfen. Niemand sollte, nur um seinen Arbeitseifer zu zeigen, bei Krankheit seinem Job nachgehen. Dass andere dann erkranken, ist es nicht wert.
  • Auch mal entspannen: Derzeit hetzen wir nicht von Termin zu Termin und müssen nicht unzählige Freunde und Verwandte besuchen. Diese Entschleunigung tut unserer Seele mal ganz gut. Wir sollten versuchen, das Herunterfahren der Hektik und des Stresses beizubehalten, wenn nach Corona das alltägliche Leben wiederkommt. Unser Körper und Geist werden es uns danken.
  • Geschäftstermin online durchführen: Vor der Corona-Krise sind wir wegen jedem kleineren Businesstermin zum Geschäftspartner oder dem Kunden gefahren. Nun haben wir gesehen, dass sich vieles aber auch durch Videokonferenzen gleichermaßen gut regeln lässt. Mit dieser Erkenntnis können wir in diese Richtung gehend weitermachen. Die Umwelt wird es uns danken, wenn wir die Online-Besprechung dem Vorort-Termin, zu dem wir beispielsweise mit dem Auto oder dem Flieger kommen müssen, vorziehen.
  • Weniger fliegen: Wären wir gleich beim nächsten Punkt: den Flugreisen. Diese sind derzeit ganz ausgeschlossen. Der Lockdown im Flugverkehr kommt dem Klimaschutz zugute. Wer die klimaschädlichste Art des Reisens auch nach der Corona-Pandemie minimieren möchte, steigt weniger häufig in den Flieger. Vor allem innerhalb Deutschlands oder in die Nachbarländer lässt es sich auch gut mit der Bahn reisen. Wenn jeder schon mal nur noch einmal im Jahr in seinen großen Sommerurlaub mit dem Flugzeug reisen und seine anderen Flugreisen zwischendurch weglassen würde, wäre dies schon mal ein Anfang.
  • Für Fake News sensibel sein: In der Corona-Krise sind Fake News keine Seltenheit. Begegnet uns derzeit eine solche, sollten wir genauer hinschauen, welcher Quelle sie entspringt und welche Anzeichen darauf hindeuten könnten, dass diese Nachricht eine Falschmeldung ist. Dieses Wissen sollten wir gut abspeichern, um in der Nach-Corona-Zeit für Fake News eine gewisse Sensibilität zu haben, sodass wir auf diese nicht ständig hereinfallen.
  • Über das Wohlbefinden der Freunde informieren: Vor der Corona-Zeit glich die Frage "Wie geht’s?" eher einer Höflichkeitsfloskel. Während dieser aktuellen schwierigen Zeit kehrt immer mehr die Ernsthaftigkeit in diese Frage zurück. Wir wollen wirklich wissen, wie es unseren Mitmenschen geht, und fragen gezielt unsere Freunde danach, was sie derzeit durchmachen und wie sie die Situation gefühlsmäßig erleben. Nach dem Wohlbefinden unserer Freunde sollten wir öfter gezielt nachfragen.
  • Systemrelevante Berufe wertschätzen: Wir haben bemerkt, dass ohne unsere Ärzte, Pfleger, Kassierern/innen und ohne viele andere wichtige Berufsgruppen in unserem Land nichts mehr gehen würde. Wir danken derzeit täglich für die Arbeit der Corona-Helden, die unser System am Laufen halten. Doch das tun sie auch in einem Jahr noch. Warum sollte man nicht einmal auch zu diesem Zeitpunkt Danke sagen für ihren Einsatz, der unser Leben sichert?!

Wie Wertschätzung untereinander funktioniert, hat ein Blumen- und Pflanzenanbieter gerade erst vor gemacht. Mehr zur großen Geste in der Corona-Krise: So dankt "Bergamotte" unseren Pflegekräften.

Ähnliche Geschichten, die sich in der Pandemie abspielen, aber auch wichtige Informationsartikel finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite zum Coronavirus.

Haben Sie sich vorgenommen, auch nach der Corona-Krise einige der genannten Punkte beizubehalten? Ist unter diesen auch das gründliche Händewaschen? Sehen Sie noch einmal im Video, wie es richtig geht:

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