Aktualisiert: 20.04.2020 - 20:37

Geschäfte, Masken und Co. Coronavirus-Lockerungen: Das ändert sich jetzt für Sie

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Eisdielen dürfen in Deutschland wieder öffnen, aber mit starken Einschränkungen. Welche das sind, lesen Sie im Artikel.

Foto: iStock/martinedoucet

Eisdielen dürfen in Deutschland wieder öffnen, aber mit starken Einschränkungen. Welche das sind, lesen Sie im Artikel.

Seit Wochen bestehen strenge Beschränkungen wegen des Coronavirus. Welche Lockerungen nun in Kraft treten, lesen Sie hier.

Das Coronavirus nimmt Deutschland und die ganze Welt weiter in die Mangel. Die Pandemie ist auch Wochen nach dem Start der alltäglichen Beschränkungen noch lange nicht unter Kontrolle. Doch zumindest treten heute, am 20. April, einige Veränderungen der bisherigen Maßnahmen in Kraft.

Wir erklären Ihnen, welche Lockerungen trotz Coronavirus ab sofort möglich sind und geben einen Überblick darüber, welche Einschränkungen weiterhin bestehen bleiben.

Coronavirus: Diese Lockerungen gibt es ab sofort

Grundsätzlich gelten nach wie vor Ausgangsbeschränkungen. Kontakte sollten also soweit es geht eingeschränkt werden. Das heißt: Bis zum 3. Mai dürfen Menschen nur noch alleine oder zu zweit aus dem Haus gehen – zum Beispiel für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder Spazierengehen. Für Familien und häusliche Gemeinschaften wie WGs mit mehr als zwei Personen gibt es Ausnahmen.

Die wohl bisher größte Lockerung in der Corona-Krise ist die Öffnung einzelner Geschäfte. Läden, die weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, dürfen wieder Kunden begrüßen – allerdings unter strengen Abstands- und Hygieneregeln. Mindestens 1,50 Meter sollte jeder im Geschäft, also wie bisher, voneinander Abstand halten.

Autohäuser und Fahrradläden dürfen öffnen

Doch was ist mit Läden, die größer als 800 Quadratmeter sind? Wenn es möglich ist, können diese unter bestimmten Auflagen einen Teil der Verkaufsfläche absperren, sodass das Geschäft verkleinert ist. Damit können auch einzelne Geschäfte in Einkaufszentren wieder aufmachen, wenn die 800 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht überschritten wird. Noch ist allerdings vielerorts unklar, ob die größeren Zentren ihre Pforten überhaupt öffnen.

Auto- und Fahrradhändler sowie Buchläden sind nicht von der Größenbeschränkung betroffen: Sie können öffnen, auch wenn der Laden größer ist als die Richtlinien besagen. In Bayern gelten die gelockerten Regeln für Geschäfte übrigens erst eine Woche später, also ab dem 27. April.

Restaurants bleiben zu, Eisdielen dürfen verkaufen

Weiterhin geschlossen bleiben gastronomische Angebote, also Restaurants und Schankwirtschaften. Die Betriebe dürfen aber Außer-Haus-Verkauf weiter anbieten. Eine Lockerung der Beschränkungen betrifft allerdings Eisdielen.

Ware darf sowohl ausgeliefert werden als auch an der Theke verkauft werden. Allerdings müssen auch hier die strengen Abstandsregeln eingehalten werden. Sitzgelegenheiten zum Verweilen und um Eis zu verzehren sind weiterhin nicht erlaubt. Erst ab einem Umkreis von 50 Metern von der Eisdiele entfernt darf man laut Regeln nun Eis essen. Außerdem sollte es nicht in Waffeln an die Kunden ausgegeben werden, sondern in "nicht essbaren Behältnissen" wie einem Becher.

Freizeiteinrichtungen bleiben fast alle geschlossen

Auch das Freizeit- und Kulturangebot wird minimal gelockert. Autokinos, Bibliotheken und Archive sind erlaubt. Schwimmbäder können von Profisportlern ab sofort wieder genutzt werden, ebenso von Schülern, die sich auf das Sport-Abitur vorbereiten.

Geschlossen bleiben dagegen Clubs, Diskotheken, Kneipen und (Shisha-)Bars. Auch Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienwohnungen, Campingplätze und Beherbergungsbetriebe dürfen weiterhin nicht öffnen. Gleiches gilt für Bordelle, Fitnessstudios, Freizeitparks, Friseure, Jahrmärkte, Kinos und Freilichtkinos, Mütter- und Familienzentren, Seniorenbegegnungsstätten, Museen, Opern, Theater, Sauna, öffentliche und private Schwimm- und Spaßbäder, Spiel- und Bolzplätze sowie für Tierparks und Zoos.

Maskenpflicht jetzt auch in Bayern

Viele Virologen empfehlen das Tragen von Atemschutzmasken. So kann derjenige, der eine Maske trägt und möglicherweise unwissentlich infiziert ist, das Risiko reduzieren, jemand anderen anzustecken. Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es bisher nicht. Allerdings hat neben Sachsen nun auch Bayern als nächstes Bundesland nachgezogen und eine Maskenpflicht in Läden und im Nahverkehr eingeführt.

Einzelne Städte wie Jena und Hanau haben ebenfalls eine Maskenpflicht in Teilen des öffentlichen Lebens angeordnet. Im Laufe der nächsten Tage könnten sicher noch einige weitere Städte und Bundesländer ihre Regeln in dieser Frage verschärfen.

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Auf unserer Themenseite Coronavirus informieren wir Sie über alles, was sich die Menschen derzeit angesichts der angespannten Lage fragen. Etwa, wie Sie sich am besten vor dem Coronavirus schützen können und welche Auswirkungen das Coronavirus Sars-CoV-2 auf Deutschland hat.

Erfahren Sie auch, wie sich der Shutdown auf unser ganzes Leben auswirkt.

Im Video sehen Sie, welche Veranstaltungen trotz der Lockerungen in der Corona-Krise nicht stattfinden werden:

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