Aktualisiert: 20.04.2020 - 19:11

Was ab jetzt neu ist Coronavirus: Was sich bei einem Friseurbesuch ändern wird

Einen Friseurbesuch, wie er vor dem Coronavirus war, wird es so schnell nicht mehr geben.

Foto: imago images / Noah Wedel

Einen Friseurbesuch, wie er vor dem Coronavirus war, wird es so schnell nicht mehr geben.

Auch wenn die Friseur-Salons bald wieder öffnen dürfen – so entspannt, wie vor der Corona-Krise wird ein Besuch zum Haareschneiden, Waschen oder Färben wohl nicht mehr werden. Welche Szenarien dankbar sind, erfahren Sie hier.

Viele von uns, die dringend neue Farbe am Ansatz benötigen oder einen passenden Nachschnitt der wild gewachsenen Haare, werden diesen Termin herbeisehen: Ab dem 4. Mai 2020 dürfen die Friseurgeschäfte wieder öffnen und ihre Dienste anbieten. Doch welche Auflagen und Hygienevorschriften könnte es dann beim Friseur geben, um dem Coronavirus weiterhin Einhalt zu gebieten?

Wie sieht der Friseurbesuch ab dem 4. Mai wohl aus?

Die Friseursalons waren als eine der letzten Branchen von der Schließung der Geschäfte am 21.März im Zuge der Coronavirus-Maßnahmen betroffen. Seit den bekanntgewordenen Lockerungen der letzten Woche ist klar, dass die Friseurbetriebe ebenfalls ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen. Doch es müssen strenge Hygienevorschriften eingehalten werden, damit es nicht zu einer erneuten stärkeren Verbreitung des Coronavirus kommt.

Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen
Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen

Die entsprechenden Auflagen, die sowohl Kunden als auch Friseure betreffen könnten, will das Sozialministerium in dieser Woche erteilen. Das Infektionsrisiko soll für beide Seiten minimiert werden.

Positionspapier des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerkes

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerkes (ZV Friseurhandwerk) hat ein Positionspapier mit formulierten Eckpunkten, wie mit der jetzigen Situation umgegangen werden könnte, formuliert. Der Obermeister der Friseurinnung der Stadt Braunschweig, Hans-Rudolf Meyer, geht davon aus, dass sich getroffene Regelungen wohl an diesem Papier orientieren werden. Er sagte gegenüber "regionalHeute.de": "Die Politik hat wohl viele dieser Positionen übernommen und das Positionspapier dankbar aufgegriffen. In Regierungskreisen weiß man ja gar nicht, wie in Friseursalons gearbeitet wird. Ich denke da nur an eine Geschichte wo es erst hieß, Friseure sollen mit 1,5 Meter Abstand arbeiten."

Meyer gibt zu bedenken, dass sich bundesweit noch kein einziger Friseur mit Corona infiziert habe. Als Gesundheitsberuf arbeite das Friseurhandwerk grundsätzlich unter hohen hygienischen Standards. Bereits vor der verordneten Schließung am 21. März hätten Friseure mit Mundschutz gearbeitet. Er gehe zudem davon aus, dass der Mundschutz zu einer der Auflagen für Kunden und Friseure werde.

Beschaffungsproblematik bei Masken

Natürlich sieht sich auch das Friseurhandwerk mit der Beschaffungsproblematik der Masken konfrontiert. Meyer halte die selbst angefertigten Behelfsmasken jedoch für eine gute Alternative: "Man kann mit den Alltagsmasken ja auch die anderen Leute schützen, und die Leute können uns schützen. Das würde uns ja schon genügen. Ich frage mich allerdings noch, wie wir die Kunden so bedienen wollen, da sind ja immer noch die Strippen hinter dem Ohr."

Ein weiterer wichtiger Punkt des Positionspapiers sei natürlich, dass die Personenanzahl in den Salon begrenzt bleibe: "Viele Friseure aus der Innung hatten deshalb schon angekündigt, dass sie in Schichten arbeiten wollen. Es ist noch nicht ganz festgelegt, aber die Anzahl der Kunden würde dann durch die Anzahl der Quadratmeter des Geschäftes festgelegt werden." Da viele Salons mit Terminen arbeiten würden, könne diese Maßnahme gut umgesetzt werden.

Verpflichtung zum Haarewaschen im Salon

Eine zusätzliche Empfehlung des Positionspapiers laute, dass es eine Verpflichtung zum Haarewaschen im Salon geben solle. Denn die Coronaviren verfügen über eine Lipidschicht. Diese lässt sich durch Alkohol und Tenside unschädlich machen. Tenside sind in Seife, aber eben auch in Haarshampoos enthalten.

Sobald die endgültigen Regelungen feststehen, würde der Obermeister seine Innungsmitglieder informieren. Die Vorbereitungen würden in den nächsten zwei Wochen auf Hochtouren laufen: "Alle Mitarbeiter sind froh, dass sie wieder arbeiten können."

Damit Sie bei den aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus auf dem Laufenden bleiben: Corona-Newsticker für jedes Bundesland.

Um sich und andere zu schützen:

Richtig Hände waschen
Richtig Hände waschen
Halloween alles rund um das Gruselfest

Halloween alles rund um das Gruselfest

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe