Aktualisiert: 17.04.2020 - 14:05

Glatt und matt Alufolie: Warum hat die beliebte Haushaltshilfe zwei unterschiedliche Seiten?

Alufolie ist in der Küche besonders beim Backen, Grillen oder beim Transport von Speisen beliebt.

Foto: imago images / CTK Photo

Alufolie ist in der Küche besonders beim Backen, Grillen oder beim Transport von Speisen beliebt.

Sie ist wohl fast in jedem Haushalt zu finden: Die beliebte und vielseitig einsetzbare Aluminiumfolie. Doch hätten Sie gewusst, warum der praktische Küchenhelfer zwei unterschiedliche Seiten hat?

Die Alufolie hat sich in vielen Haushalten als beliebter Küchenhilfe-Klassiker durchgesetzt. Die praktische Folie findet häufig Verwendung in der Sommerzeit, wenn der Grill wieder angeworfen wird. Doch auch beim Backen ist sie praktisch und für den Transport von Speisen, wie etwa das eingewickelte Schulbrot eine willkommene Hilfe. Die Aluminiumfolie hat zwei unterschiedliche Seiten – eine glänzende und eine matte. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum das so ist und welchen Nutzen die verschiedenen Seiten eventuell haben? Hier haben wir die Antwort für Sie.

Aluminiumfolie: Der Helfer in der Küche

Die Alufolie ist einfach unschlagbar. Wer von uns hat sie noch nicht zum Frischhalten, Kochen oder gar Backen verwendet? Beim Abrollen der Folie von der Rolle fällt dem aufmerksamen Beobachter auf, dass die Aluminiumfolie zwei unterschiedliche Seiten hat: Auf der einen kommt sie glatt glänzend daher, auf der anderen Seite zeigt sie sich im matten Gewand.

Generell lässt sich sagen, dass glänzende Oberflächen Wärme und Licht stärker reflektieren, als matte Oberflächen. Danach könnte man meinen, dass es von Vorteil sei, die glatte Seite nach innen zu verwenden, um Speisen beispielsweise länger warmzuhalten. Möchte man eine eingepackte Speise jedoch vor Wärme schützen, könnte man beim Umwickeln darauf achten, die glänzende Seite nach außen zu benutzen, um die Wärme von außen länger von dem Lebensmittel fern zu halten. Außerdem soll die matte Oberfläche innerhalb der Verpackung die Wärme absorbieren.

Beide Seiten besitzen also spezielle physikalische Eigenschaften. Doch der Gesamtverband der Aluminiumindustrie ernüchtert leider in der Übertragung des Wissens auf die beiden Seiten der Alufolie in ihrem alltäglichen Küchengebrauch. Sie unterschieden sich in einem so geringen Maß, dass es keine Rolle spiele, welche Seite beim Einwickeln von Lebensmitteln innen und welche außen liegt. Denn erst bei sehr hohen Temperaturen um die 500 Grad machen sich die Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften bemerkbar. Darunter zeigt sich kaum eine Wirkung, was die beiden unterschiedlichen Seiten der Aluminiumfolie eigentlich gleichwertig macht.

Alufolie: Was die Herstellungsweise mit der Beschaffenheit der Folie zu tun hat

Doch weshalb hat unser liebster Küchenhelfer, die Alufolie, dann eine glänzende und eine matte Seite, wenn es bei der Verwendung selbst im Alltag gar keinen Unterschied macht? Das Geheimnis lüftet sich, wenn man sich den Herstellungsprozess der Aluminiumfolie anschaut.

Alufolie ist normalerweise dünner als 0,2 Millimeter. Damit diese sehr dünne Folie hergestellt werden kann, wendet man die Methode des Doppelwalzens an. Im abschließenden Walzgang werden dabei zwei aufeinandergelegte Bahnen zusammen gewalzt. Bei diesem Prozess entsteht die glänzende Seite, sowie die matte Seite. Denn die Außenseiten der beiden Aluminiumfolien kommen so in den Kontakt mit den polierten Oberflächen der Arbeitswalzen, so der Gesamtverband der Aluminiumindustrie. Durch diesen Vorgang wird die Folie geglättet und erscheint dann glänzend. Anders sieht es hingegegen bei den Innenseiten der Folien aus. Durch den gegenseitigen Kontakt rauen sich die Oberflächen etwas auf und erschienen dann matt.

Warum Sie den Allrounder Alufolie trotzdem sparsam verwenden sollten

Ist es nicht schön einfach? Mal eben schnell ein Stück Alufolie von der Rolle abreißen und nach Belieben jegliche Speisen darin einwickeln und verstauen. Ganz ehrlich: So bequem machen wir es uns doch häufig. Doch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt: Zu viel Aluminium im Körper könne das Nervensystem schädigen. Denn es sei bereits in vielen Kosmetikprodukten und Lebensmitteln Aluminium enthalten, daher sollten die Verbraucher eine zusätzliche Belastung mit dem Stoff besser vermeiden. Setzen Sie daher die Alufolie besser mit Bedacht ein.

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