Aktualisiert: 15.04.2020 - 20:45

Wie geht es weiter? Keine baldigen Schulöffnungen: Söder lehnt NRW-Vorbild ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Öffnung der Schulen nach den Osterferien aufgrund der Corona-Krise ab.

Foto: imago images / Overstreet

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Öffnung der Schulen nach den Osterferien aufgrund der Corona-Krise ab.

Nordrhein-Westfalen will nach den Osterferien schrittweise den Schulunterricht wieder anlaufen lassen. Von diesem Plan hält Bayerns Ministerpräsident Söder nicht so viel.

Bisher gilt immer noch: Zuhause bleiben und Abstand halten. Doch wie werden die weiteren Schritte der Regierung aussehen, um einerseits das Coronavirus weiter in den Griff zu bekommen und andererseits die Bevölkerung schrittweise zurück in ein halbwegs normales Leben zu führen. Viele Möglichkeiten sind im Gespräch, doch welche wäre wohl die richtige Wahl. Bayerns Ministerpräsident Söder spricht sich jedenfalls gegen eine zeitnahe Öffnung der Schulen aus, wie es Nordrhein-Westfalen gerne umsetzen würde.

Coronavirus: Ministerpräsident Söder gegen zeitnahe Öffnung der Schulen

Am Dienstagabend äußerte sich Söder im "heute-journal" des ZDF zu dieser wichtigen Thematik: "Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen." Besonders skeptisch sehe der CSU-Politiker, dass die Grundschulen etwa als Erstes geöffnet werden sollten. da habe er eine grundlegend andere Auffassung.

Söder distanzierte sich mit seiner Aussage von den Ankündigungen aus Nordrhein-Westfalen, bereits nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen wieder schrittweise öffnen zu wollen. Auch der Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schloss er sich nicht an. Diese spricht sich dafür aus, zuerst die Grundschulen zu öffnen. Und seitens Bund heißt es: Ab 4. Mai könnten zumindest bestimmte Schulen bzw. Klassen wieder Unterricht stattfinden lassen. Es müsse aber noch ein Konzept geben, unter anderem für Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

"Ein bisschen mehr Geduld und Besonnenheit"

Da sich nach Meinung Söders Schutzmaßnahmen bei den Abschlussprüfungen wesentlich besser organisieren ließen, sagte er in den "Tagesthemen" der ARD: "Bei den Abschlussprüfungen, glaube ich, kann man großzügig sein, denn die Schülerinnen und Schüler brauchen ja einen Abschluss auch für den weiteren Berufsweg."

Zudem wies er darauf hin, dass die Politik ganz gut beraten sei, auf die Warnungen der Pädagogen vor zu frühen Schulöffnungen zu hören: "Weniger Hektik, ein bisschen mehr Geduld und Besonnenheit könnte allen helfen."

Söder gegen Erleichterungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist gegen eine Lockerung der strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus: "Wir müssen es natürlich fortsetzen. Wir werden das Thema Ausgangsbeschränkung, Kontaktsperren natürlich fortsetzen müssen. Da kann es auch keine grundlegende Erleichterung geben." Eine Erleichterung berge das Risiko einer erhöhten Ansteckung.

Für ihn sei klar, dass sowohl Gastronomie, Hotellerie als auch große Feste auf absehbare Zeit nicht möglich seien: "Wir müssen noch wesentlich länger als zwei, drei Wochen über Distanz reden, über den Abstand."

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