Aktualisiert: 09.04.2020 - 21:15

ADAC wertet aus Wie das Coronavirus unsere Mobilität verändert

Wie hier in Berlin sind viele Straßen bundesweit aufgrund der Corona-Krise menschenleer. Es sind kaum Autos unterwegs.

Foto: imago images / Andreas Gora

Wie hier in Berlin sind viele Straßen bundesweit aufgrund der Corona-Krise menschenleer. Es sind kaum Autos unterwegs.

In der Zeit der immer noch steigenden Fallzahlen bei Neuinfizierten mit dem Coronavirus gelten vor allem zwei Regeln: Abstand halten und zu Hause bleiben. Wie die Corona-Krise unsere Mobilität verändert hat, hat nun der ADAC ausgewertet.

Seit Wochen schon sind die Zeiten von unbeschwerten Wochenendausflügen oder gar überfüllten S-Bahnen zu Stoßzeiten vorbei. Abstand halten und zu Hause bleiben, lautet die Devise in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Wer kann, macht schon lange Home Office und verlässt die Wohnung, wie vorgeschrieben, nur für das Nötigste. Wie sehr sich das Coronavirus in unserer veränderten Mobilität niederschlägt, hat Europas größter Verkehrsclub, der ADAC, nun ausgewertet.

ADAC: Wie sich das Verhalten auf den Straßen durch Corona geändert hat

Die Maßnahmen, die Bund und Länder zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen haben, zeigen ihre Auswirkungen auch auf den Straßen in Deutschland. Der ADAC hat zu dem veränderten Mobilitätsverhalten der Deutschen eine Umfrage gemacht.

Demnach seien mehr Menschen zu Fuß unterwegs. Dafür sank jedoch die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, des Fahrrads und auch des Autos. Normalerweise seien 66 Prozent der Befragten fünfmal pro Woche auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Während der Corona-Krise gaben nur noch 32 Prozent an, diese Wege zurückzulegen. 39 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, gar keine Strecke mehr zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz zurückzulegen.

Die Pendler, die doch noch zur Arbeit fahren müssen, nutzen dafür weniger den öffentlichen Nahverkehr. Im Vergleich zu vorher 19 Prozent steigen nun nur noch sieben Prozent in Busse und Bahnen.

Weniger mit dem Auto, mehr zu Fuß

Das Coronavirus hat auch deutlichen Einfluss auf den Autoverkehr. Ein Viertel der Autofahrer fährt weniger oder auch gar nicht mehr. Nur 15 Prozent gaben an, das Auto nun sogar noch mehr zu nutzen. Da viele Menschen momentan im Homeoffice arbeiten können, fallen auch viele Arbeitswege mit dem Rad aktuell weg. Die Zahl der Fußgänger hat nach dieser Umfrage allerdings deutlich zugenommen.

Und nach dem Coronavirus?

Wie sich das Mobilitätsverhalten der Deutschen jedoch nach der Corona-Krise entwickeln wird, ist laut ADAC noch völlig unklar. Die Mehrheit der Teilnehmer an der Umfrage gehen davon aus, dass sie die Beförderungsmittel wieder wie gewohnt benutzen werden, wenn die Coronavirus-Pandemie überstanden ist. Dennoch gibt es auch erfreuliche Entwicklungen: Jeder Vierte will zukünftig mehr zu Fuß unterwegs sein und jeder Fünfte hat vor, das Fahrrad mehr zu nutzen.

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