09.04.2020 - 20:01

Lichtblick statt Hamsterkäufe? Mitten in der Corona-Krise: Toilettenpapierabsatz bricht deutlich ein

Ist ganz Deutschland nun endlich mit genug Toilettenpapier eingedeckt?

Foto: imago images / Eibner

Ist ganz Deutschland nun endlich mit genug Toilettenpapier eingedeckt?

Seit Wochen scheint die Menschen in Deutschland in der Corona-Krise vor allem eins zu bewegen: Wo bekommt man noch ausreichend Toilettenpapier zu kaufen? Trotz der Mahnung vor Hamsterkäufen, weil die Versorgung mit den alltäglichen Gütern eben nicht gefährdet sei, schlug die Bevölkerung im Übermaß zu. Kommt jetzt die Trendwende beim Toilettenpapier?

Schon früh in den Zeiten des Coronavirus zeichneten sich beliebte Produkte ab, die sich zum hamstern anscheinend am besten eigneten: Konserven, Nudeln, Mehl – und Toilettenpapier. Die Beschaffung dieser Artikel trieb dem einen oder anderen Bundesbürger vor Sorgen wohl Schweißperlen auf die Stirn. Doch nun könnte es eine Trendwende geben – laut Statistischen Bundesamts bricht der Toilettenpapierverkauf stark ein.

Coronavirus: Ansturm auf Toilettenpapier beendet?

Das Statistische Bundesamt gibt bekannt, dass der Absatz von Toilettenpapier in der vergangenen Woche stark zurückgegangen sei. Der Verkauf des beliebten Krisen-Produkts habe erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter unter dem Durchschnittswert der zuletzt verstrichenen sechs Monate gelegen. Dies ergab, laut Statistischem Bundesamts, die Auswertung digital verfügbarer Kassendaten.

Im Vergleich sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden. In der vorletzten Woche lag der Absatz noch bei 50 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen sechs Monate.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) glaubt zu wissen, woran das liegt. Die Vorräte seien mittlerweile aufgefüllt. Der Sprecher des Handelverbands Deutschland, Stefan Hertel, sagte gegenüber "t-online.de": "Die Hamsterkäufe sind mittlerweile vorbei". Der HDE würde diesen Trend begrüßen: "Für die Mitarbeiter in den Geschäften und die Logistiker ist das ein gutes Signal. Sie müssen nicht mehr so schnell für Nachschub sorgen."

Das Statistische Bundesamt hat nicht nur die Verkaufszahlen für Toilettenpapier ausgewertet. Insgesamt lasse sich bei den untersuchten Verkaufszahlen von Lebensmitteln und Hygieneartikeln sagen, dass der Ansturm der Konsumenten auf diese Produkte in der letzten Märzwoche rückläufig gewesen sei. Wenn man die Zahlen denn mit der erhöhten Nachfrage in den ersten Märzwochen vergleicht. So lag die Nachfrage nach Nudeln in der vergangenen Woche nur noch zwei Prozent über dem Durchschnittswert der vergangenen sechs Monate. Bei Reis waren es noch zwölf Prozent.

Diese Produkte werden weiterhin verstärkt nachgefragt

Bei dem ein oder anderen Produkt scheint jedoch noch keine Trendwende in Sicht. So bleibt die Nachfrage nach Seife weiterhin hoch. Seife wurde doppelt so oft verkauft, wie sonst zu beobachten. Zu Beginn des Monats März wurde Seife gar vier Mal so häufig, wie unter normalen Umständen, gekauft.

Die Desinfektionsmittel zeigten einen gegenläufigen Trend. Der Absatz stieg in der vergangenen Woche wieder auf das Dreifache im Vergleich zum normalen Wert an. Laut des Statistischen Bundesamtes seien nach wie vor starke Schwankungen in der Nachfrage in den unterschiedlichen Wochen zu erkennen.

Das sind sie übrigens, die Zahlen der Hamsterkäufe:

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