Aktualisiert: 07.04.2020 - 21:04

Zu viele Tote New York im Corona-Chaos: Leichen sollen vorübergehend in Parks begraben werden

Medizinisches Personal bringt in New York eine an dem Coronavirus verstorbene Person zu einem Kühllaster.

Foto: imago images / ZUMA Wire

Medizinisches Personal bringt in New York eine an dem Coronavirus verstorbene Person zu einem Kühllaster.

In den USA hat die Corona-Krise New York besonders hart getroffen. Täglich sterben so viele Menschen, dass selbst die Kühllaster zur Lagerung der Leichen bald nicht mehr ausreichen werden. Eine ungewöhnliche Lösung könnte kommen.

Es sind erschütternde Bilder, die uns dieser Tage aus New York erreichen: der Times Square so menschenleer, wie man ihn wohl noch nie gesehen hat. Trotz aller Bemühungen steigen die Fallzahlen der am Coronavirus Neuinfizierten stetig an. Und noch eine traurige Statistik steigt jeden Tag weiter an: Die Zahl der Toten. Der Platz in den Kühllastern, in denen die Verstorbenen gelagert werden, wird knapp. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Stadtrats, Mark Levine, brachte nun "vorübergehenden Bestattungen" in New Yorker Parks ins Gespräch.

New York: Bestattungen in Parks wegen Platzmangel möglich?

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den vom Coronavirus besonders hart gebeutelten Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Die Zahl der Verstorbenen sei zwar auf 4758 gestiegen, jedoch liege die Steigerung um 599 Tote im Vergleich zum Vortag im Bereich vergangener Tage, so Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Zudem sei die Zahl der neu eingelieferten Patienten in die Krankenhäuser deutlich zurückgegangen. Positiv getestete und bestätigte Covid-19-Fälle lägen nun bei mehr als 130.000 Menschen.

Mark Levine argumentiert auf Twitter

New York hat mittlerweile ein großes Problem mit der Masse an verstorbenen Menschen mit dem Coronavirus. Die vorübergehenden Lagerplätze in den Kühllastern werden knapp. So scheint es Überlegungen zu geben, die Toten vorübergehend in Stadtparks zu begraben. So äußerte sich der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Stadtrats, Mark Levine, am Montag bei Twitter, die Friedhöfe der Stadt seien mit einer Situation wie bei einem "anhaltenden 11. September" konfrontiert. Bald werde man mit "vorübergehenden Bestattungen" beginnen. "Dies wird wahrscheinlich durch die Nutzung eines New Yorker Parks geschehen ( Ja, Sie haben das richtig gelesen)", so Mark Levine auf Twitter.

Weiter schreibt Levine, dass dies auf eine würdevolle, ordentliche und vorübergehende Weise erfolgen werde. Aber es werde schwer werden für die New Yorker, das zu ertragen. Diese Maßnahmen könnten notwendig werden, um Bilder wie aus Italien zu vermeiden.

Gouverneur Cuomo warnt vor Nachlässigkeit

Als Gouverneur Cuomo auf diese angeblichen Pläne angesprochen wurde, sagte er jedoch, dass er noch nie davon gehört habe, dass Menschen in Parks beerdigt werden sollen. Allerdings warnte er die New Yorker Bevölkerung, nun, bei den Zahlen, die zur Hoffnung verleiten, nachlässig zu werden und das Virus zu unterschätzen. "Es ist nicht die Zeit, um Frisbee mit Deinem Freund im Park zu spielen", so Cuomo. Das Gesundheitssystem sei "an seiner Kapazitätsgrenze". Gouverneur Cuomo verkündete zudem eine Verlängerung der Schließung von allen nicht "lebenswichtigen" Geschäften und Schulen bis Ende April.

Damit sie bei aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus auf dem Laufenden bleiben: Corona-Newsticker für jedes Bundesland.

Wichtig, um sich und andere zu schützen:

Richtig Hände waschen
Richtig Hände waschen

Was ist über die Oster-Feiertage erlaubt?

Corona-Zeit und Ostern: Sind Ausflüge überhaupt erlaubt?
Corona-Zeit und Ostern: Sind Ausflüge überhaupt erlaubt?
Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe