Aktualisiert: 07.04.2020 - 20:41

Hamsterkäufe in Corona-Zeiten Pharmaunternehmen: Verbraucher kaufen verstärkt Medikamente während der Corona-Krise

Die Corona-Krise sorgte im März für eine starke Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten. Die Apotheken weisen darauf hin, dass es keinen Grund gebe, Arzneien zu hamstern.

Foto: imago images / Westend61

Die Corona-Krise sorgte im März für eine starke Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten. Die Apotheken weisen darauf hin, dass es keinen Grund gebe, Arzneien zu hamstern.

Die Hamsterkäufe in der Corona-Krise starteten mit Nudeln, Dosen und Toilettenpapier. Doch auch vor den Apotheken und den rezeptfreien Medikamenten machte dieser unnötige Trend im März nicht Halt.

Die Corona-Pandemie mit ihren täglich weltweit steigenden Fallzahlen von Neuinfizierten verunsichert die Bevölkerung. Trotz Beteuerungen, dass die Versorgung mit Lebensmitteln gesichert sei, ließen sich viele Menschen zu Hamsterkäufen hinreißen und griffen bei Nudeln, Dosen und auch Toilettenpapier häufiger zu, als sie wohl eigentlich müssten. Das Nachsehen hatten oft alte Menschen, Krankenhauspersonal oder auch Menschen, die in der wichtigen Logistik arbeiten, um den Nachschub zu gewähren und den Laden am Laufen zu halten. Leider waren im März auch Apotheken und rezeptfreie Medikamente von Hamsterkäufen betroffen. Was die Pharmaunternehmen selbst dazu sagen und warum Hamstern wirklich nicht nötig ist, erfahren Sie hier.

Coronavirus: Verbraucher hamstern rezeptfreie Medikamente

Seit der Corona-Krise sorgen sich viele Verbraucher, dass sie unter Umständen keine Medikamente mehr beziehen können, und haben sich deshalb bereits vorsorglich damit eingedeckt. Die Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten zog im März stark an. Verschiedene Arzneimittelhersteller äußerten sich auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

So teilte etwa das Pharmaunternehmen Teva in Ulm, zu dem auch Ratiopharm gehört, mit: "In den letzten Wochen mussten wir über unser gesamtes Portfolio hinweg die zum Teil dreifache Bestellmenge bewältigen." So sei vor allem bei rezeptfreien Medikamenten mit dem Wirkstoff Paracetamol und bei Vitaminpräparaten die Nachfrage im März viel höher gewesen. In einzelnen Fällen habe es bei der Auslieferung Verzögerungen gegeben. Doch Teva reagierte auf die gestiegene Nachfrage. Sowohl in der Produktion seien die Kapazitäten erhöht worden als auch in der Logistik. Dort arbeite man nun nicht mehr in zwei, sondern in drei Schichten.

Auch Bayer verzeichne eine erhöhte Nachfrage nach rezeptfreien Arzneien, vor allem nach Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch nach Medikamenten gegen Allergien und Erkältungen. Das Unternehmen sei "sehr gut in der Lage" die gesteigerte Nachfrage zu bedienen. Trotzdem wird die Bitte an die Verbraucher gerichtet, sich beim Kauf auf übliche Mengen zu beschränken.

Die Arzneihersteller Stada und Sanofi können die gesteigerte Nachfrage nach Medikamenten ebenfalls bestätigen.

Zuvor hatten bereits die Apotheken von Hamsterkäufen in der Corona-Krise berichtet. "Die Nachfrage nach Arzneien und die Unsicherheit der Menschen ist hoch", so der Branchenverband ABDA. Da es bei Erkältungs- und Schmerzmitteln viele verschiedene Hersteller gebe, sei kein Mangel zu befürchten. Es gebe also auch keinen Grund, Medikamente zu hamstern.

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