07.04.2020 - 16:38

Nur 23 Tage alt Coronavirus: Neugeborenes kämpft 18 Tage gegen die Lungenerkrankung

Baby Beatrice musste schon kurz nach der Geburt den schweren Kampf gegen das Coronavirus aufnehmen (Symbolfoto).

Foto: imago images / Westend61

Baby Beatrice musste schon kurz nach der Geburt den schweren Kampf gegen das Coronavirus aufnehmen (Symbolfoto).

Die Erkrankung am Coronavirus muss nicht nur für ältere Menschen oder Menschen aus Risikogruppen einen schweren Verlauf haben. Ein Baby in Italien kämpfte 18 Tage lang gegen das Virus.

Die Coronavirus-Pandemie ist noch lange nicht gestoppt. Täglich erreichen uns neue Berichte über gestiegene Fallzahlen bei Neuinfektionen und schwere Krankheitsverläufe. Nicht nur bei Risikogruppen kann die Lungenkrankheit dramatisch verlaufen. Eine Familie in Italien musste mit ihrem Neugeborenen diese traurige Erfahrung machen. Baby Beatrice kämpfte 18 Tage lang gegen den Coronavirus um sein junges Leben.

Italien: Baby kämpft gegen Infektion mit Covid-19

Niemand hätte wohl noch vor ein paar Wochen und Monaten eine weltweite Coronavirus-Pandemie für möglich gehalten. Doch heute bestimmt Covid-19 unser aller Alltag. Diese Erfahrung mussten auch Marta und Marco Zaninoni im italienischen Bergamo machen. Eigentlich hätte das Paar im Glück schwelgen sollen, denn Marta brachte ein gesundes Mädchen zur Welt, die kleine Beatrice.

Doch ihr familiäres Glück hielt nur kurz. Nur wenige Tage nach der Geburt mussten sich die frisch gebackene Mutter und der glückliche Vater schon wieder von ihrer Neugeborenen verabschieden. Beatrice musste mit Fieber ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort erhielt die Familie die schreckliche Diagnose – Beatrice hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt!

"Es war eine Zeit der vielen, vielen Tränen"

Das Mädchen musste sofort in Quarantäne. Nicht einmal ihre Eltern durften sie besuchen. Nur ein Mal am Tag wurden sie von dem Krankenhauspersonal über den Gesundheitszustand ihrer jüngsten Tochter informiert. Mama Marta durfte auch keine abgepumpte Muttermilch ins Krankenhaus bringen. Die Mediziner stuften die Gefahr als zu hoch ein, dass sich die Mutter ebenfalls mit dem Coronavirus infizieren könnte. "Ich hatte solche Angst, dass sie stirbt. Es war eine Zeit der vielen, vielen Tränen", erzählte Mama Marta gegenüber der "Bild am Sonntag".


Für die Eltern und Baby Beatrice folgten nun 18 quälende Tage der Ungewissheit, ein Schwanken zwischen Hoffnung und vielen Tränen. An den ersten Tagen im Krankenhaus hatte Beatrice sehr hohes Fieber. Das kleine Mädchen wollte auch nicht an Gewicht zunehmen. Die behandelten Ärzte bangten um das Leben von Beatrice.

Mutter Marta: "Sie hat mich erkannt, da bin ich mir sicher"

Doch dann ging es endlich bergauf. Das Ärzteteam und die Eltern konnten aufatmen. Am 23. März war es schließlich soweit. Die stolzen Eltern Marta und Marco konnten die kleine Beatrice endlich wieder mit nach Hause nehmen. Zwar seien die neuesten Tests von Beatrice immer noch positiv, aber das kleine Mädchen ist endlich über den Berg. "Als wir sie holen durften, schrie sie wie am Spieß. Beim ersten Wort von mir war sie sofort ruhig. Sie hat mich erkannt, da bin ich mir sicher", so Mama Marta.

Auch wenn die Kleine nun wieder zu Hause ist, der ganz normale Alltag hat die Familie noch nicht wieder. Beatrices Geschwister durften die Neugeborene noch nicht anfassen, und jeder, der sie sehen möchte, darf dies nicht ohne Mundschutz tun. Doch die Eltern wissen, wie wichtig es ist, nun Vorsicht walten zu lassen, für Beatrice und alle Beteiligten. Denn Beatrice ist immer noch ansteckend. Trotzdem freut sich die Familie sehr, ihre Beatrice, die "kleine Kriegerin von Bergamo", nun endlich zu Hause bei sich haben zu können.

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