Aktualisiert: 03.04.2020 - 17:52

BVG hilft Wohnungslosen Corona-Krise: BVG-Bus bringt Lebenswichtiges zu den Obdachlosen in Berlin

Seit Mittwoch versorgt ein BVG-Bus die Wohnungslosen in Berlin mit Getränken, Geld und Essen in Zeiten der Corona-Krise.

Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Seit Mittwoch versorgt ein BVG-Bus die Wohnungslosen in Berlin mit Getränken, Geld und Essen in Zeiten der Corona-Krise.

Am Mittwoch startete in der Hauptstadt ein neues Projekt. Die Berliner Verkehrsbetriebe schickten den "Rosinenbrummi" durch die Stadt, um Obdachlose mit Getränken, Essen und Bargeld zu versorgen.

Die Corona-Krise sorgt weltweit für viele Einschränkungen und für Verunsicherung innerhalb der Bevölkerungen. Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote sollen helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Straßen und Fußgängerzonen sind vielerorts verwaist in Deutschland. Doch was passiert mit den Obdachlosen, wenn plötzlich die "Kundschaft" ausbleibt und keine Straßenzeitung mehr verkauft, keine kleine Spende mehr im Hut landen oder keine Mehrwegflasche mehr aufgelesen werden kann? Die BVG in der Hauptstadt Berlin hat sich dem Problem gestellt und liefert nun mit einem Bus Getränke, Geld und Essen an die Wohnungslosen in der Corona-Krise aus.

BVG in Corona-Zeiten: "Rosinenbrummi" und Besatzung kümmern sich um Obdachlose in Berlin

Während die Mehrheit der Menschen in Deutschland die Möglichkeit hat, in der Corona-Krise zu Hause bleiben zu können, um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen und ein weiteres Steigen der Fallzahlen von Neuansteckungen hoffentlich verhindern zu können, haben Obdachlose diese Möglichkeit nicht.

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben daher an diesem Mittwoch, zusammen mit dem Verein Karuna und der Obdachloseninitiative One Warm Winter, ein neues Projekt gestartet. Der BVG-Bus "Rosinenbrummi" soll sich auf den Weg zu den Obdachlosen machen und diese mit Geld, Essen und Getränken versorgen. Auch Smartphones und SIM-Karten soll es wohl später einmal geben.

Die Obdachloseninitiative One Warm Winter stellt fest: "Die Menschen auf der Straße leiden in diesen Tagen am stärksten unter den derzeitigen Corona-Einschränkungen." Die ärztliche Versorgung sei eingeschränkt, viele soziale Einrichtungen seien geschlossen und mit dem Verkauf von Straßenzeitungen könne derzeit auch nichts verdient werden.

24-Stunden-Hotline mit Informationen zur Corona-Pandemie

Hilfsteams von Karuna und One Warm Winter befinden sich mit an Bord des "Rosinenbrummis", um die Spenden aus dem Bus heraus an die Obdachlosen der Hauptstadt zu verteilen. Zudem sei eine Hotline für Obdachlose eingerichtet worden, die 24 Stunden erreichbar ist (Telefonnummer: 0157 – 80 59 78 70). Das Ziel sei, die Obdachlosen zu vernetzen und "per Push-Nachrichten mit lebenswichtigen Informationen zur Corona-Pandemie versorgen". Dafür sollen die Wohnungslosen mit Smartphones und entsprechenden SIM-Karten ausgestattet werden. Erste Handy- Spenden seien für dieses Projekt von Firmen wohl bereits zugesagt.

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