Aktualisiert: 03.04.2020 - 17:11

Historisches Gesetz in China Stadt Shenzen: Essen von Hunden und Katzen verboten!

Er gehört sicher nicht auf den Teller – im chinesischen Shenzen ab 1. Mai glücklicherweise auch nicht mehr! Die Stadt verbietet den Verzehr von Haustieren.

Foto: imago images / Xinhua

Er gehört sicher nicht auf den Teller – im chinesischen Shenzen ab 1. Mai glücklicherweise auch nicht mehr! Die Stadt verbietet den Verzehr von Haustieren.

"In China essen sie Hunde" ist leider keine Fiktion, sondern in Teilen des Landes bittere Realität. Als erste chinesische Stadt will Shenzen das Verspeisen von Haustieren nun verbieten.

Sie gelten als Delikatesse, werden dafür aber in engen Käfigen gehalten und grausam getötet – nur um dann auf dem Teller zu landen. Aktivisten setzen sich seit langer Zeit dafür ein, dass in China ein Verbot durchgesetzt wird. Doch jetzt macht eine Stadtregierung Nägel mit Köpfen: Die chinesische Großstadt Shenzen verbietet den Verzehr von Haustieren – so berichtet die "Dailymail". Unter das Gesetz fallen sollen neben Hunden und Katzen auch Schildkröten, Frösche und Schlangen.

Keine Haustiere mehr auf dem Teller in Shenzen

Schon im Februar hatte die chinesische Regierung ein Verbot des Wildtierhandels durchgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 möglicherweise auf den Verzehr von Fledermäusen oder Gürteltieren auf einem Großmarkt im chinesischen Wuhan zurückzuführen ist.

Ab 1. Mai tritt das für China revolutionäre Gesetz in Shenzen dann in Kraft. Laut "Dailymail" bezeichnen Beamte die Verordnung als "universelle Zivilisationsvoraussetzung für eine moderne Gesellschaft".

Dominieffekt erwartet: Kommt ein Wendepunkt?

Shenzen ist mit 13 Millionen Einwohnern eine der einflussreichen Großstädte des Landes. Peter Li, Politikspezialist für die Tierschutzorganisation "Humane Society International", sprach der Stadt sein Lob für diese Vorreiterrolle aus: "Da Shenzhen die historische Entscheidung getroffen hat, als erste Stadt auf dem chinesischen Festland den Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch zu verbieten, könnte dies wirklich ein Wendepunkt in den Bemühungen sein, den brutalen Handel zu beenden, bei dem jedes Jahr etwa 10 Millionen Hunde und 4 Millionen Katzen in China getötet werden." Alleine beim jährlichen Yulin Hundefleisch-Festival werden Tausende von Hunden grausam getötet, gehäutet und über Brennern gegrillt. In Shenzen sei der Handel mit Hundefleisch zwar verhältnismäßig gering, so Li, doch das Verbot habe dennoch eine tiefe Bedeutung und könne so einen Dominoeffekt auslösen.

Im Dokument wird festgehalten, dass neun Arten von Tieren für Menschen zum Verzehr geeignet seien: Schweine, Kühe, Schafe, Esel, Hasen, Hühner, Enten, Gänse und Tauben. Außerdem dürfen die Einwohner Fisch und Meeresfrüchte verzehren. Wenn die dann auch noch artgerecht gehalten werden würden...

Mehr Videos über gerettete Tiere sehen Sie hier:

Stadt Shenzen: Essen von Hunden und Katzen verboten!
Stadt Shenzen: Essen von Hunden und Katzen verboten!

Eine britische TV-Sendung hatte da übrigens mal ein Experiment gestartet: Britische TV-Sendung fordert: "Willst du Fleisch, iss dein Haustier!"

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Zum Glück haben Haustiere bei uns einen anderen Stand. Dennoch müssen viele von ihnen leiden, etwa weil sie ausgesetzt oder gequält wurden. Die Tierheime quellen über. Suchen Sie vielleicht tierische Begleitung? Die verspielte Katze Khaleesi sucht zum Beispiel gerade ein neues Zuhause.

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