02.04.2020 - 12:46

Der Chef will, Sie nicht Kein Homeoffice: Muss man in Coronazeiten weiter zur Arbeit kommen?

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Coronavirus-Epidemie und viele Fragen: Wer muss jetzt trotzdem ins Büro und wer darf im Homeoffice arbeiten? Wir verraten es Ihnen.

Foto: iStock / TommL

Coronavirus-Epidemie und viele Fragen: Wer muss jetzt trotzdem ins Büro und wer darf im Homeoffice arbeiten? Wir verraten es Ihnen.

Die einen können im Homeoffice arbeiten, andere müssen weiterhin zur Arbeit kommen, obwohl die Bundesregierung das Daheimbleiben empfiehlt. Welche Rechte und Pflichten haben Arbeitnehmer jetzt?

Die Bundeskanzlerin hat aufgrund der sich weiter ausbreitenden Corona-Epidemie ein Kontaktverbot erlassen, und viele Menschen arbeiten seit Wochen von zuhause. Aber was ist, wenn der Chef immer noch möchte, dass Sie trotz Coronavirus-Krise zur Arbeit im Office erscheinen? Müssen Sie sich trotz Corona in die Bahn quetschen und persönlich im Büro erscheinen?

Muss man in Coronazeiten weiter zur Arbeit kommen?

Es gibt immer noch Arbeitnehmer, die trotz der Coronakrise ins Büro fahren müssen – auch wenn theoretisch die Möglichkeit bestünde, von daheim aus zu arbeiten.

Hat man ein Recht auf Homeoffice?

Leider gibt es keinen allgemeinen Anspruch auf Homeoffice. Der Grund: Wenn der Arbeitgeber keine entsprechende Vereinbarung mit den Mitarbeitern getroffen hat und auch in Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag nichts anderweitig geregelt ist, sind Beschäftigte verpflichtet, weiterhin zur Arbeit kommen. Wer nicht zur Arbeit erscheint, hat ernsthafte Konsequenzen zu befürchten. Die Folgen reichen von Abmahnungen bis zur Kündigung bei wiederholtem Fehlen.

Für Menschen mit Behinderungen oder Vorerkrankungen, für die im Betrieb oder auf dem Weg zur Arbeit ein besonderes Risiko besteht, gelten aber andere Rechte.

Weg zur Arbeit: Was ist mit dem Risiko in öffentlichen Verkehrsmitteln?

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel birgt ein erhöhtes Risiko sich mit dem Coronavirus anzustecken, ist aber kein generelles Argument, nicht am Arbeitsplatz zu erscheinen. "Das Wegerisiko ist Problem der Beschäftigten", erklärt Wolfhard Kohte, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegenüber n-tv.de. "Und aktuell ist die Situation nicht so, dass man gar nicht mehr auf die Straße gehen kann." Bei den aktuellen politischen Regelungen sei es demnach für Beschäftigte in der Regel zumutbar, das Haus zu verlassen, um zur Arbeit zu gelagen.

Müssen Menschen mit Vorerkrankungen zur Arbeit gehen?

Der Experte betont aber auch den besonderen Schutz von Menschen mit Vorerkrankungen, die zu besonderen Risiken bei einer Infektion führen, wie zum Beispiel Asthma.

Diese stünden unter besonderem Schutz. Beispiel: Verkäufer im Einzelhandel könnten vom Arbeitgeber verlangen, an einem Arbeitsplatz mit verringertem Kundenkontakt eingesetzt zu werden, wie im Lager oder Büro. Außerdem habe diese Risikogruppe auch einen Anspruch auf Homeoffice.

Für Menschen mit Vorerkrankungen, die nach ärztlicher Beratung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, entfällt die Arbeitspflicht dann ganz.

Quelle: ntv.de

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