26.03.2020

Jeder wird gebraucht In Corona-Zeiten helfen: Das können Sie jetzt tun!

Es gibt viele Wege, sich gegenseitig in der Corona-Krise zu helfen. Für ältere Nachbarn einkaufen zu gehen, ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Foto: iStock/Highwaystarz-Photography

Es gibt viele Wege, sich gegenseitig in der Corona-Krise zu helfen. Für ältere Nachbarn einkaufen zu gehen, ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Es gibt nicht den einen Weg, um in diesen schwierigen Zeiten anderen zu helfen, sondern viele Möglichkeiten, um hilfreich aktiv zu werden…

Während der Corona-Krise müssen wir uns gegenseitig unterstützen. Ältere und kranken Menschen brauchen Hilfe, aber auch Hilfsorganisationen und kleinere Betriebe sind derzeit auf diejenigen angewiesen, die helfen können. Viele Menschen möchten sogar tatkräftig mit anpacken, fragen sich aber aktuell, was sie überhaupt tun können. Wir sagen: jede Menge! Und zeigen Ihnen einige Möglichkeiten, wie Sie jetzt anderen unter die Arme greifen können.

Hilfe in Corona-Zeiten: Diese Unterstützungsmöglichkeiten gibt es

Haben Sie womöglich frei, weil Sie aktuell Ihren Job nicht mehr ausüben können? Oder ist es Ihnen möglich, trotz Ihrer Arbeit noch ein bisschen Zeit freizuschaufeln, um anderen etwas Gutes zu tun? Falls ja, dann zögern Sie nicht. Jede helfende Hand wird jetzt gebraucht. Was Sie tun können? Hier ein paar der Möglichkeiten, die sich als Hilfe in Corona-Zeiten anbieten, wie die Süddeutsche Zeitung bereits berichtete.

  • Telefondienst leisten: Gerade jetzt sind manche ältere Menschen noch einsamer. Der Besuch der Enkelkinder bleibt aus, und in das Café-Haus um die Ecke geht es auch nicht mehr. Unterhalten Sie sich mit Menschen, die sich über Telefongespräche freuen würden. Sie müssen nur volljährig sein und sich unter silbernetz.org registrieren. Sie werden dann geschult und können Ihren Telefondienst beginnen.
  • Übersetzungsarbeit leisten: Mit Reden geht es gleich weiter. Sprechen Sie vielleicht neben Deutsch noch Türkisch, Vietnamesich, Russisch, Rumänisch, Polnisch, Farsi/Dari, Arabisch oder Bulgarisch? Dann machen sie beim Triphon-Projekt mit. Dort helfen sie, Telefongespräche zwischen Ärzten oder Pflegepersonal und Patienten/innen zu übersetzen, die sich aufgrund einer Sprachbarriere nur schwer verständigen können.
  • Spenden: Vereine, Obdachlose und freischaffende Künstler durchleben gerade besonders harte Zeiten. Haben Sie einen kleinen Betrag, den Sie abgeben können, dann spenden Sie jetzt. Unter betterplace.org entdecken Sie viele Organisationen, die aktuell eine Spende dringend nötig hätten, sie können ihnen etwas Geld zukommen lassen. Natürlich können Sie auch selbst eine Spendenkampagne starten, um beispielsweise ihr Lieblingscafé zu retten.
  • Ernten gehen: Da Saisonarbeiter/innen aus anderen Ländern nicht nach Deutschland einreisen können, wird es allmählich auf den Feldern kritisch. Sind Sie fit und möchten Sie unsere Ernte retten? Dann tragen Sie sich im Netz unter daslandhilft.de als Erntehelfer ein.
  • Geflüchteten helfen: Auch in den Flüchtlingssammelunterkünften werden derzeit helfende Hände benötigt. Außer zu spenden, können Sie beispielsweise auf Beratungsplattformen im Land Ankommenden die ersten Fragen beantworten. Dazu zum Beispiel auf wefugees einschreiben.
  • Atemschutzmasken nähen: Sie können mit Nadel und Faden umgehen? Nähen Sie aus Stoffresten Atemschutzmasken und schicken Sie diese per Post dahin, wo sie gebraucht werden. Es gibt einige Aufrufe von verschiedenen Institutionen im Internet.
  • Der Wissenschaft helfen: Laden Sie sich das kostenlose Programm "Folding at home" auf Ihren Computer herunter und helfen Sie bei einem wissenschaftlichen Experiment der Universität Standford. Bei diesem wird getestet, wie das Coronavirus den Organismus des Menschen befällt. Dafür sind Proteine vonnöten, die sich in ihrer Form zahlreich verändern können. Sie stellen Ihren Rechner zur Verfügung, damit auch diese Rechenleistung genutzt werden kann, um automatisch diese möglichen Formen zu berechnen.
  • Sich kreativ einbringen: Soziale Organisationen brauchen kreative Hilfe für ihre Projekte. Beispielsweise kann das der Entwurf eines Logos für die "Klimawache-Berlin" sein, aber auch eine App für die "Initiative für frühe Bildung". Mehr Informationen finden Sie auf youvo.org.
  • Als Pfleger einspringen: Haben Sie Erfahrung in der Pflege? Einige Kliniken werden vor allem demnächst Hilfe brauchen. Sie können sich als helfende Hand dort jetzt schon einschreiben.
  • Blut spenden: Gehen Sie Blut spenden, um anderen Menschen das Leben zu retten. Einmal überwinden für eine solch lebensnotwendige Sache. Eine Blutspendestation gibt es sicher auch in Ihrer Nähe. Hier erfahren Sie mehr: blutspendedienst.com.
  • Nachbarschaftshilfe leisten: In einigen Mietshäusern hängen bereits Zettel aus, in die man sich eintragen kann, um für den Nachbarn beispielsweise Einkäufe zu erledigen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder bei Internetbestellungen zu helfen. Gibt es bei Ihnen so etwas nicht, dann nutzen Sie zum Beispiel nebenan.de und gucken dort, wem Sie helfen könnten. Auch butterflyeffect.de ist eine mögliche Alternative für ausgewählte Gebiete. Als Einkaufshilfe können Sie sich auch hier per Anruf melden: 0152-27638052.
  • Gutscheine kaufen: Sie wissen ganz genau, dass Sie nach der Corona-Krise wieder in Ihrem Lieblingsrestaurant essen gehen werden? Dann kaufen Sie doch schon mal einen Gutschein. So helfen Sie dem Restaurant in der aktuellen Zeit und können Sie sich schon konkreter auf etwas freuen. Dies geht auch für Geschäfte. Sollte der Laden traurigerweise die Krise nicht überstehen, haben Sie den Betrag automatisch gespendet. Schauen Sie hier nach, ob Sie ein Restaurant oder Laden für Ihren Gutscheinkauf finden: paynoweatlater.de.

Achten Sie während all Ihrer Hilfsaktionen aber auch immer auf Ihre eigene Gesundheit: So schützen Sie sich vor dem Coronavirus.

Wer sich zum Thema Coronavirus ausführlich informieren will, kann dies auf unserer Themenseite tun.

Einer der genannten Punkte sprach das kreative Helfen kann. Schauen Sie im Video, wie kreativ diese Menschen geworden sind:

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