Aktualisiert: 23.03.2020 - 19:29

Neue Perspektiven? Was die Corona-Krise für Veränderungen am Arbeitsmarkt bringt

Job-Abbau: Droht die Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt?

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt

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Das Coronavirus bringt unser normales Leben zum Stillstand. Die Auswirkungen machen sich auch wirtschaftlich bemerkbar. Doch zu einem starken Antieg der Arbeitslosigkeit müsste es deshalb nicht unbedingt kommen. Erfahren Sie hier, wie es in Deutschland weitergehen könnte.

In den sozialen Medien und auch über diverse TV-Sender wird mit #stayathome oder #wirbleibenzuhause geworben, um weiterhin das Bewusstsein in die Bevölkerung zu tragen, wie wichtig es ist, in der Corona-Krise Abstand voneinander zu halten und damit dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Die neuen verschärften Regelungen der Regierung zu sozialen Kontakten sollen ebenfalls einen positiven Effekt bringen. Doch für die Wirtschaft wird es schwierig. Welche Auswirkungen das Coronavirus auf den Arbeitsmarkt haben könnte, lesen Sie hier.

Corona-Krise: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Innerhalb kürzester Zeit waren die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren: Schulen, Ämter, Kitas, aber auch Geschäfte und Bars haben mittlerweile geschlossen, sowie Produktionsstätte großer Autounterehmen. Dieser Zustand hat natürlich auch immense wirtschaftliche Folgen. Natürlich soll durch die Schließung ein Eindämmen der Pandemie erfolgen, doch auch der dramatische Nachfragerückgang führte früh zu Schließungen.

Immer mehr Arbeitnehmer bangen um ihren Job, Selbständige um den Verlust von Aufrägen. Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt. Denn die Beschäftigung befindet sich auf Rekordniveau und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Dieser bisherige Zustand könnte die Arbeitgeber dazu veranlassen, so lange wie möglich an ihren Arbeitnehmern festzuhalten. Wenn nach der Corona-Krise nämlich erst wieder nach neuen qualifizierten Angestellten gesucht werden müsse, wäre dies ein langwieriger und kostspieler Prozess. Die Bundesregierung setzt daher zur Unterstützung der Unternehmen auf das Kurzarbeitergeld. Bereits zum Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008/2009 hatte sich dieses Instrument bewährt. Damals wurden 1,5 Millionen Mitarbeiter von den Unternehmen in die Kurzarbeit geschickt. Durch diese Lösung erhöhte sich die Arbeitslosigkeit damals nur um 150.000 Personen.

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Corona-Krise im Unterschied zur Finanzkrise 2008/2009

Was die Corona-Krise jedoch drastisch von der damaligen Finanzkrise unterscheidet, ist der abrupte Abbruch des Konsums. Die Angst vor Ansteckung, aber auch die rasante Schließung der Geschäfte sorgten für den Abriss der Nachfrage. Dies trifft vor allem die Freiberufler, lokale Selbständige und kleine Dienstleistungsbetriebe. Diese dramatischen Umsatzeinbußen enden mit Geschäftsaufgaben oder Entlassungen von Angestellten, da keine ausreichenden finanziellen Rücklagen zur Verfügung stehen.

An dieser Stelle ist wieder einmal die Politik gefragt. Nur arbeitsmarktpolitische Hilfen könnten hier ein Sicherungsnetz spannen. Steuerstundungen und -erlässe sind im Gespräch und könnten zumindest dann helfen, wenn ein ausgefallener Umsatz zu einer späteren Zeit wieder reingeholt werden kann. Sollten jedoch Einnahmen einfach komplett wegfallen, dann würden wohl nur noch direkte Zuschüsse an die Firmen in Frage kommen. Helfen können natürlich auch die Geschäftspartner, wenn beiden Seiten klar ist, dass eine Ausnahmesituation vorliegt und man mit gegenseitigem Entgegenkommen bis zu den besseren Zeiten wahrscheinlich am besten fährt.

"Dank" Corona: Digitale Transformation in Lichtgeschwindigkeit

Wenn sich der Corona-Krise doch noch etwas gutes abgewinnen lässt, dann ist es sicherlich die nun erzwungene digitale Transformation in Lichtgeschwindigkeit. Bisher taten sich viele Unternehmen mit dem Home Office, aus verschiedensten Gründen, eher schwer. Nun blieb vielen Unternehmen keine andere Wahl, und siehe da – das Arbeiten und Kommunizieren via E-Mail, Videochat und Cloud-Lösungen funktioniert. Im Hintergrund arbeitet die eigene IT mit Hochdruck an Lösungen und Angestellte können zu Hause weiterhin ihre Tätigkeit ausüben, ohne etwa ausfallen zu müssen. Diese Entwicklung bedeutet für die Unternehmen auch in Zukunft, nach hoffentlich erfolgreich überstandener Corona-Krise, noch flexibler reagieren zu können, weniger Arbeitsausfälle verdauen zu müssen und für die Angestellten ein ebenfalls flexibleres und angenehmeres Arbeiten.

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