21.03.2020

"Alltag" in Corona-Zeiten Eine Heilpraktikerin und Yoga-Trainerin erzählt: "Man wird kreativ"

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Yoga ist in Krisenzeiten ja hilfreich. Aber was, wenn es nicht mehr stattfindet? Eine Yoga-Trainerin erzählt, wie sie mit der Situation – vor allem beruflich – jetzt umgeht.

Foto: iStock [M]

Yoga ist in Krisenzeiten ja hilfreich. Aber was, wenn es nicht mehr stattfindet? Eine Yoga-Trainerin erzählt, wie sie mit der Situation – vor allem beruflich – jetzt umgeht.

Die Corona-Pandemie macht den Menschen zu schaffen: Den einen, weil sie deutlich mehr in ihrem Job leisten müssen, den anderen, weil es für sie kaum mehr etwas zu arbeiten gibt. BILD der FRAU lässt die zu Wort kommen, die die jetzige Krise noch mehr meistern müssen als alle anderen. Heute erzählt eine Yoga-Trainerin und Heilpraktikerin aus ihrem derzeitigen Leben.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 stellt unser ganz normales Leben völlig auf den Kopf. Einen Alltag, wie er sich bislang gestaltet hat, gibt es momentan nicht. Für niemanden. Das ist für uns alle nicht einfach – für manche allerdings ist es eine Herausforderung, die an die Grenzen geht. Denn zum einen müssen Menschen mit sogenannten systemrelevanten Berufen mitunter bis zur Erschöpfung arbeiten. Zum anderen fürchten Angestellte aus Tourismusbetrieben und kleinen Unternehmen, mit Kurzarbeit oder gar ohne Beschäftigung auskommen zu müssen.

Die Corona-Pandemie fordert uns alle, keine Frage. Doch hier sollen die zu Wort kommen, denen die momentane Situation noch mehr zusetzt als ohnehin schon und die das Leben in Zeiten von Corona jetzt schon an ihre Grenzen bringt oder bringen wird. Bei BILD der FRAU erzählen sie aus ihrem Alltag. Heute erzählt eine Heilpraktikerin und Yoga-Trainerin über Neuorientierung.

Das Leben in Zeiten von Corona: Eine Heilpraktikerin und Yoga-Trainerin erzählt

Pia Götz führt als Heilpraktikerin eine Akupunktur-Praxis in Berlin, hat sich damit gerade erst selbstständig gemacht, und gibt außerdem Yoga-Stunden in verschiedenen Studios. Jetzt steht sie vor einer Herausforderung: Die Studios mussten angesichts der Corona-Krise schließen, ihrer Praxis droht Ähnliches. Wir haben mit ihr angesichts der Corona-Lage gesprochen.

BILD der FRAU: Welche Konsequenzen hat die aktuelle Situation rund um das Coronavirus für Ihren Beruf?

Pia Götz: Alles ist plötzlich anders und es gilt, sich neu zu orientieren. Die Yogastudios mussten per Beschluss für den Unterricht schließen. Die Akupunkturpraxis bleibt zwar aktuell noch offen, einige Patienten haben allerdings verständlicherweise abgesagt. Wenn Ausgangssperre ausgesprochen wird, werde ich auch keine Patienten mehr behandeln können.

Wie gehen Sie ganz akut mit dem Arbeitsausfall um?

Man wird kreativ. Die Yogastudios bieten live streaming per Internet an, bei dem ich mich auch beteilige. Das ist die beste Alternative im Moment und fängt wenigstens etwas der Ausfälle im Yoga-Bereich auf. Die restliche nun "freie" Zeit nutze ich für Weiterbildung und andere Projekte.

"Die Größte Unsicherheit kommt vom Nichtwissen"

Wie groß ist Ihre Angst vor der Arbeitslosigkeit und damit dem fehlenden Einkommen?

Die größte Unsicherheit kommt vom Nichtwissen. Wir wissen einfach nicht, wie lange diese Krise anhalten wird. Bis nach Ostern? Bis nächstes Jahr? Ein paar Wochen lassen sich leichter überbrücken als ein paar Monate. Und da ich allerdings erst im Dezember meine Akupunkturpraxis gegründet habe und noch in der Aufbauphase bin, bin ich natürlich beunruhigt, wie sich das letztlich auswirken wird.

Erhalten Sie Hilfsangebote, oder würden Sie sich mehr Hilfe wünschen?

Ich glaube, jetzt wäre es eine gute Zeit für das bedingungslose (und unkompliziertes) Grundeinkommen. Mal sehen, ob die Politik sich darauf einlassen wird.

Haben Sie selbst eine Idee, wie es für Sie kurz-, mittel- und langfristig weitergehen wird?

Es kommt letztlich darauf an, wie lange diese Krise anhalten wird. Im besten Fall schenken wir in Zukunft unserer Gesundheit etwas mehr Aufmerksamkeit. Ich kann dann mit der chinesischen Medizin, Akupunktur und Yoga meinen Beitrag leisten, damit wir auch nach der Krise gesund bleiben.

Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen
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Menschen wie Pia (mehr zu ihr auf ihrer Website) müssen gerade stark um ihre Existenz kämpfen und sich Wege überlegen, wie sie die Krise überstehen. Andere arbeiten in Berufen, die gerade dabei helfen, uns zu unterstützen und unsere Versorgung zu gewährleisten: Auch eine Kassiererin hat uns von ihrem Corona-Alltag erzählt.

Auf unserer Themenseite Coronavirus informieren wir Sie über alles, was sich die Menschen derzeit angesichts der angespannten Lage fragen. Etwa, wie Sie sich am besten vor dem Coronavirus schützen können und welche Auswirkungen das Coronavirus Sars-CoV-2 auf Deutschland hat. Erfahren Sie auch, wie sich der Shutdown auf unser ganzes Leben auswirkt.

Drohende Ausgangssperre: Das ist dann zu beachten

Viele von uns sind derzeit viel zu Hause. Da muss auch irgendwie Bewegung her. Yoga ist immer eine gute Idee. Tipps gibt's auf unserer Themenseite.

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