20.03.2020

Solidarität in der Corona-Krise Tolle Geste: Mieter müssen bei ihm jetzt nur die Hälfte zahlen

50 Prozent weniger Miete verlangt ein Mann jetzt von seinen Mietern: tolle Geste in den schwierigen Corona-Zeiten!

Foto: iStock / Stadtratte

50 Prozent weniger Miete verlangt ein Mann jetzt von seinen Mietern: tolle Geste in den schwierigen Corona-Zeiten!

Was für ein großes Herz er hat, zeigt ein bayrischer Vermieter jetzt in der Corona-Krise – und fordert von seinen Mietern vorerst nur die Hälfte der vereinbarten Miete.

Wie schön, wenn es in der derzeit herrschenden Corona-Krise auch Lichtblicke zu verzeichnen gibt. Einer davon ist Stefan Reuther: Der Amberger erlässt seinen Mietern bis auf weiteres 50 Prozent der Miete. Jetzt hofft er auf Nachahmer, so dass noch viele weitere Mieter nur die Hälfte an Miete zahlen müssen.

Bayrischer Vermieter verlangt wegen Corona-Krise nur die Hälfte der Miete

Für einige ist die derzeitige Corona-Krise auch ein finanzielles Desaster. Das wissen wir alle – doch nicht jedem ist möglich, für die Betroffenen etwas zu tun. Stefan Reuther schon. Und er tut es auch: Der Bayer aus Amberg vermietet ein Haus in der dortigen Innenstadt, in dem er einen Laden, ein Büro und zwei Privatwohnungen vermietet, wie er auf Facebook mitteilt.

So weit, so gut. Doch dann fährt Stefan Reuther fort: Vermieter sollten sich in dieser "besonderen Zeit" überlegen, ob sie eine "besondere Solidarität gegenüber (...) Mietern – egal ob geschäftlich oder privat – zeigen sollten." Er wolle "mit gutem Beispiel vorangehen" und seinen Geschäftsmietern wegen der Zwangsschließung die Miete um 50 Prozent reduzieren. Und dann fügt er noch an, als sei das ganz selbstverständlich: "Das gilt auch für die privaten Mieter in meinem Haus."

Vermieter hofft auf viele Nachahmer seines großzügigen Handelns

Wow, was für eine große Geste, welch überaus großzügiges Vorgehen! Das können doch noch viel mehr – meint der Amberger und appelliert deshalb an alle anderen Menschen, die ebenfalls Mieteinnahmen beziehen: "Ich würde mich freuen, wenn Du, lieber Vermieterkollege oder -kollegin, das auch für nachdenkenswert hältst. Egal, in welcher Höhe du die Miete reduzieren kannst – es kann ja auch steuerlich entsprechend genutzt werden, z.B. durch eine Verringerung der Einkommensteuervorrauszahlung."

Der Zeitung "Onetz" gegenüber begründet er seine soziale Tat so: "Bewogen hat mich, dass ich einfach meinen langjährigen und zuverlässigen Mietern in dieser Zeit entgegenkommen möchte." Das Angebot gelte "so lange, bis alle Geschäfte, Unis und Schulen wieder öffnen. Mindestens einen Monat."

Kein Wunder, dass so viel Solidarität gut ankommt: Mehr als 7000 Mal wurde sein Beitrag bislang geliked, gut 5500 Mal wurde er geteilt. Wer weiß, vielleicht besinnt sich ja durch diesen Anstoß der ein oder andere Vermieter – und tut es dem großzügigen Amberger gleich.

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