18.03.2020

Corona und die Folgen Gestrandet im Paradies. Ein Reisebericht

Derzeit sitzen noch viele Urlauber an den Flughäfen oder in den Hotels ihrer Urlaubsorte fest und können nicht in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch: BILD der FRAU-Redakteurin Carolin John.

Foto: Jennifer Imberger

Derzeit sitzen noch viele Urlauber an den Flughäfen oder in den Hotels ihrer Urlaubsorte fest und können nicht in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch: BILD der FRAU-Redakteurin Carolin John.

"Als meine Schwester und ich am 6. März zu unserem All-inklusive-Urlaub in die Dominikanische Republik aufbrachen, ahnte wohl weder Europa, die USA noch Südamerika, dass die Welt nur zwölf Tage später geradezu am Abgrund stehen würde."

"Normalerweise sind wir eher Individualtouristen, doch aufgrund meiner Schwangerschaft entschieden wir uns für diese Pauschalreise, um mit allem abgesichert zu sein und uns dieses Mal nicht um alles kümmern zu müssen. Gestrandet wegen Corona: Ein Reisebericht.

Corona und die Folgen: Gestrandet im Paradies

Die ersten Tage war es ein sehr schöner Urlaub. Schönes Hotel, wunderbarer Strand, endlich ausspannen. Corona war weit weg und höchstens in Heinsberg. Hier in der dominikanischen Republik gab es bei Einreise nur einen Fall, der bereits erkannt und in einem Krankenhaus untergebracht war. Das Auswärtige Amt hatte keine Reisewarnung für diesen Teil der Welt und Deutschland war noch kein Hochrisikoland.

Dann kam der Tag, an dem Trump verkündete, dass keine Europäer mehr einreisen dürften, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Europa aufgehalten hatten. Da wir unseren Rückflug über Charlotte, North Carolina, USA, nach Berlin-Tegel gebucht hatten, hatten wir ein Problem. Denn unsere Aufenthaltsdauer in der Dominikanischen Republik würde insgesamt nur elf Tage betragen. Daher war dieser Rückweg für uns nun nicht mehr möglich. Bereits am nächsten Tag bekamen wir über die ESTA-Stelle eine E-Mail mit der Info, dass unser ESTA gecancelt sei. Wir informierten unsere Reiseleitung hier vor Ort (eine wirklich nette und kompetente Frau, die sich für den Reiseanbieter leider ganz allein um alle Touris in der dominikanischen Republik kümmern muss), die bereits Bescheid wusste und nun daran arbeitete, eine Lösung zu finden.

Deutschland bekam immer mehr Corona-Fälle

Gefühlt seit Trumps Rede am Donnerstag änderte sich auf der Welt stündlich alles. Deutschland bekam immer mehr Corona-Fälle und erschien in seiner Handlung machtlos. Wir saßen in unserer Blase im Paradies, mit leckerem Essen, gutem Wetter und reichlich Entspannung. Die Nachrichten erschienen so surreal. Deutschland für andere Länder auf einmal eine No-go-Area? Wie konnte das passieren? Staunend scrollten wir zwischen den Mahlzeiten durch deutsche Newsportale, Facebook oder Instagram.

Neue Nachrichten von unserer Reiseleitung: Wir bekommen einen Direktflug am 19.3. nach Deutschland. Einzige Möglichkeit. Das ist zwar drei Tage nach unserem eigentlichen Abflugtermin, aber was will man machen. Wir schreiben unseren Arbeitgebern, das wir später kommen. Voraussichtlich zu diesem Datum. Denn sicher ist nichts. Wir haben noch keine Buchungsnummer oder ähnliches. Sicher ist hier erst etwas, wenn man wirklich im Flugzeug sitzt.

Durch sonst selbst organisierte Reisen, auf denen sonst auch nicht immer alles glatt läuft, geraten wir auch nicht in Panik. Denn, es wird sich ja gekümmert. Und Buchungsabläufe sind uns eben auch nicht unbekannt. Die Nachrichten von zu Hause lassen uns immer mehr erstaunen. Und wie wenig gefühlt gleich zu Beginn getan wird. Weshalb ist es wichtig zu diskutieren, ob beim Fußball noch Fans anwesend sein dürfen? Hat der normal Sterbliche nicht begriffen, wie sich Viren übertragen?

Die dominikanische Republik hat nun auch einen Beschluss verfasst: Ab dem 16.3. (unserem eigentlichen Abreisetag) dürfen keine Flugzeuge mehr aus und nach Europa für 30 Tage starten oder landen. Reisende, die innerhalb der letzten 14 Tage in Europa waren und ab dem 16.3. in die dominikanische Republik einreisen, werden gleich für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Da wir beide recht viel in den sozialen Medien unterwegs sind, auch bei Foren rund um die dominikanische Republik etc., haben wir diese Info bereits eine Stunde, nachdem die Regierung diese Infos hier auf Spanisch öffentlich bekannt gegeben hat.

Andere deutsche Urlauber im Hotel wie ein Schlag getroffen

Wie wir 1-2 Tage später feststellen, trifft es andere deutsche Urlauber im Hotel wie ein Schlag. Sie hatten bisher nichts davon gehört und waren auch von ihrer Reiseleitung dazu noch nicht informiert worden. Manche sind noch gar nicht so lange hier. Es gibt auch Individualtouristen, die es ab jetzt ziemlich schwer haben werden, ihre Fluggesellschaft an die Telefonstrippe zu bekommen. Hier ist es meist Condor, von denen die Leute berichten, dass sie nicht durchkommen oder unterschiedliche Infos rausgegeben werden.

Wir schreiben gleich am Samstag, nachdem wir den Regierungsbeschluss gelesen hatten, unserer Reiseleitung. Sie bestätige die Infos und dass sie am nächsten Tag gleich mit ihrer Firma weiteres besprechen werde. Aber eben auch, dass das nun alles eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen werde. Eine gewisse Ratlosigkeit war zwischen den WhatsApp-Zeilen ihrer Nachricht nicht zu überlesen.

Gut, es war damit also klar, dass wir am 19.3. in kein Flugzeug steigen würden, welches uns direkt nach Deutschland bringt. Unsere Gedanken waren noch (und auch kurzfristig die der Reiseleitung), dass momentan noch Flüge über Kanada möglich wären. Oder vielleicht noch über ein südamerikanisches Land. Doch die Frage war: Wie lange noch? Stündlich erklärten immer mehr Länder Deutschland oder Europa zur Persona non grata. Kuba dicht, Jamaika auch, Venezuela ebenfalls. Mit wem musste man also wohin fliegen, um dann vielleicht irgendwie wieder nach Europa zu gelangen? Und mussten wir sowieso mindestens 14 Tage bleiben, weil diese Zeitspanne einfach mittlerweile jedes Land setzte, bevor man einreisen durfte?

Mittlerweile nutzen wir nicht mehr nur das öffentliche WLAN

Wir dachten an die Deutschen, die uns noch einen Tag vor dem Bann fröhlich erzählten, dass sie gerade auf dem Weg zu ihrem Schiff waren, um eine Kreuzfahrt zu starten. Hatten sie es auf ihr Boot geschafft? Falls ja und falls sie auch schon abgelegt hatten, an welchem Hafen dürften sie wohl wieder anlegen? Viele Regierungen um uns herum schienen davon zu sprechen, dass sie keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlegen lassen wollten. Wir waren froh darüber, hier im Hotel sein zu dürfen und stellten uns vor, wie schrecklich es sein müsste, vielleicht wochenlang auf einem solchen Schiff eingesperrt irgendwo auf dem Meer treiben zu müssen.

Mittlerweile nutzen wir nicht mehr nur das öffentliche WLAN im Hotel, dass nur in der Nähe der Bühne für die Abendshows zu empfangen ist. Wir haben uns nun einen eigenen WLAN-spot an der Rezeption gegen 20 Dollar für drei Tage gebucht, um immer erreichbar zu sein. Da wir sonst eher mit Karte zahlen, haben wir uns am Bankautomaten Bargeld abgehoben, um zur Not etwas in der Tasche zu haben. Man weiß eben nicht, was kommt. Durch meine letzte Rucksackreise kenne ich die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes, kurz ELEFAND, auf die wir uns nun schon einmal eintragen. Einfach nur, damit "Deutschland" irgendwie weiß, dass wir hier sind, wenn es hart auf hart kommt. Wir vertrauen aber weiterhin auf unsere Reiseleiterin. In der Nacht von Sonntag auf Montag (Montag Nachmittag wären wir regulär zurückgeflogen) erhalten wir die Info der Reiseleitung, dass die Regierung in der Zeit vom 16.3.-20.3. wohl eine Sonderflugerlaubnis aussprechen will, damit Regierungen ihre Bürger zurück in ihre Länder holen dürfen. Die Flieger müssen mit doppelter Besatzung kommen und die Crew darf nicht aussteigen. Montagvormittag sollen mehr Infos folgen. Wir gehen erst einmal ins Bett.

Es fühlt sich ziemlich komisch an

Zuvor erfolgte auch bereits in den deutschen Medien die Info, dass die Lufthansa gestrandete deutsche Urlauber abholen werde. Es fühlt sich ziemlich komisch an, zwei der 4000 dort erwähnten Personen zu sein, von denen die Zeitungen schreiben. Hätten wir diese Entwicklung vor 9 Tagen ahnen können, wir hätten Urlaub auf Balkonien gemacht.

Auch die Kommunikation mit den Lieben zu Hause läuft auf Hochtouren. Wer ist bereits im Home Office? Wieso kaufen die Menschen so viel Toilettenpapier und was soll eigentlich diese Hamsterei?

Das alltägliche Leben muss auch organisiert werden. Mein Vater, der bereits in Rente ist und eigentlich in NRW wohnt, hatte sich netterweise bereit erklärt, in Berlin für die zehn Urlaubstage meinen Kater zu sitten. Er ist nicht ganz erfreut darüber, dass ich ihm nicht sagen kann, ob ich in drei oder 30 Tagen wieder zu Hause bin. Ich muss ihn instruieren nun doch neues Katzenfutter zu kaufen, da mein Vorrat eben nur für die Urlaubsdauer gereicht hätte. Meine Mutter muss ihm nun aus NRW Herztabletten schicken, da mein Vater keinen größeren Vorrat seiner Medikamente mitgenommen hat. Ich mache mir zudem Sorgen, wie es mit der Ansteckung aussieht, auch wenn er sagt, dass er die Zeit fast nur in meiner Wohnung verbringt.

Ich gucke auch auf meinen eigenen Medikamentenvorrat

Ich gucke auch auf meinen eigenen Medikamentenvorrat, den ich für die Schwangerschaft benötige. Glücklichweise habe ich für eine Woche länger Tabletten dabei, als ich bräuchte. Doch was ist danach? Was ist, wenn ich mich hier schlecht fühle? Ich wünschte, mein Frauenarzt wäre hier ums Eck... Ich frage den Hotel-Arzt (zum Glück ist der direkt hier auf dem Gelände und ich treffe ihn hier mittags beim Buffet und nutze die Chance), ob ich meine Medikamente, oder zumindest ähnliche auch hier und ggf. ohne Rezept, in der Apotheke bekomme. Er versichert mir, es wäre möglich. Ich bin etwas erleichtert. Hätte aber gerade trotzdem gerne ein Ultraschall-Gerät, um zu gucken, ob alles ok ist.

Und wie wird es in Berlin sein? Mein Frauenarzt ist auf der anderen Seite der Stadt. S-Bahn fahren und sich dem Risiko aussetzen? Oder vielleicht andere gefährden? Geschäfte werden in Berlin geschlossen, Deutschland steht quasi vor einem Shutdown, doch laut Social Media feiern Menschen in Berlin Coronapartys. Was ist mit der Menschheit kaputt? Wie verblendet muss man sein, um sein eigenes Leben und das von Risikogruppen aufs Spiel zu setzen? Hat ganz Deutschland ADHS, dass sie es nicht schaffen, mit ihrem Hintern 14 Tage zu Hause auf der Couch zu bleiben? Trotz der karibischen Sonne, dem guten Buffet und der Freizeit, würden wir sicherlich einiges dafür geben, wieder auf der langweiligen heimischen Couch sitzen zu dürfen und das System einfach nur mit unserer Selbstabschottung entlasten zu können. Und wenn es hart auf hart kommen sollte, hoffentlich Hilfe von unserem Gesundheitssystem zu bekommen.

Neue WhatsApp-Nachricht von unserer Reiseleitung

Mittlerweile ist es Montagvormittag. Neue WhatsApp-Nachricht von unserer Reiseleitung: Heute Abend um 22:40 Uhr soll der erste Sonderflug nach Deutschland gehen. Infos, wer auf der Liste steht und mitfliegt, soll es später geben. Pro Veranstalter gibt es wohl feste Kontingente wie viele Leute mitfliegen können. Die fertigen Listen mit den Namen kommen aus Deutschland. Wir werden dieses Mal nicht dabei sein. Zumindest bekommen wir die Info, dass unser Hotel auf Kosten des Veranstalters verlängert wird und wir in den Zimmern bleiben können.

Davon weiß die Rezeption zunächst nichts, als sie uns auf dem Zimmer anruft und uns mitteilt, dass es bereits Zeit zum Check Out ist. Ein kurzes Gespräch und eine E-Mail von der Reiseleitung an das Hotel später klärt alles schnell und unbürokratisch.

Wir gehen erst einmal Mittagessen. Mittlerweile ist es verstärkt, dass die Mitarbeiter an der Tür des Saals darauf achten, dass sich die Touristen mit bereitgestelltem Desinfektionsgel die Hände vor und nach dem Essen desinfizieren. Die Köche an den Live-Kochstellen tragen nun Handschuhe. Ansonsten sind alle freundlich, wie immer. Vielleicht noch freundlicher. Wir fragen uns manchmal, ob die Servicekräfte nicht nun viel lieber bei ihrer Familie wären, als Touristen zu bedienen. Die Zahl der Fälle kletterte derweil von 5 auf 23 in der dominikanischen Republik. Der Nachbarstaat Haiti hat sich abgeschottet und die Grenzen dicht gemacht. Dort soll es gar keine Möglichkeit geben, auf das Coronavirus zu testen, geschweige denn viele Menschen in dem maroden Gesundheitssystem bei einer Erkrankung zu behandeln.

Mehr Menschen am Handy

Im Vorbeigehen sieht man mehr Menschen am Handy Nachrichten checken, telefonieren oder sich mit anderen über den Informationsstand austauschen. Da man aber irgendwie auch nicht so viel ausrichten kann, geht's irgendwann auch wieder wie gewohnt an den Pool oder den Strand. Zwischendurch ist eben auch mal Entspannung von der Newslage angesagt.

Uns kommt es so vor, als würden nun eher amerikanische Touristen anreisen. Einige Tage zuvor kamen noch Deutsche, auch Russen, Polen. Neue Europäer scheinen nicht mehr nachzukommen, insgesamt wirkt das Gelände etwas leerer.

Vielleicht bilden wir es uns auch einfach ein, aber der ein oder andere Neuankömmling scheint auch mal zu Husten. Wir versuchen einen gewissen Abstand zu Menschen zu halten, nichts Überflüssiges anzufassen und waschen uns oft die Hände. Auch der eigene Balkon des eigenen Zimmers reizt uns zum Verweilen eher, als das Sitzen an der Poolbar (wir haben Meerblick, da fällt die Wahl auch leicht) mit anderen Menschen.

Wir fragen uns, wie groß der Schock wohl wird, wenn wir zurück in Deutschland sind und diese kleine Blase verlassen. Wir wissen in der Theorie, dass Geschäfte geschlossen sind, viel mehr Leute infiziert sind, man im Bus nur noch hinten einsteigt. Doch wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich mittendrin steht? Ausgespuckt aus dem Paradies und nur ein wenig mehr wissend, als die Bewohner des Big Brother-Hauses, die bis vor Kurzem noch eine herrliche Unwissenheit genossen.

Unsere Reiseleitung bittet uns, ab Dienstag morgen um neun Uhr für Neuigkeiten erreichbar zu sein. Kurz nach acht erhalten wir die allgemeine Info, dass mit Airlines und Regierungen an einer Lösung gearbeitet wird, dass Flüge organisiert werden sollen. Wann genau und wie viele das werden sollen, niemand scheint es zu wissen. Auch von der Lufthansa ist in den Medien nichts mehr zu hören, nach der ersten Ankündigung der letzten Tage.

Noch sind hier Leute, die sich um unser leibliches Wohl kümmern

Für uns bedeutet das eigentlich, dass wohl mindestens bis nachmittags/abends nichts passieren wird, bei so einer allgemeinen Info. Also machen wir uns mal wieder auf zum Frühstück. Noch sind hier Leute, die sich um unser leibliches Wohl kümmern und es ist natürlich super, sich nicht darum kümmern zu müssen, ob der eigene Kühlschrank noch voll ist. Doch was passiert, wenn es hier eine Ausgangssperre geben sollte, wenn es, wie in anderen Ländern, Hotelschließungen geben sollte? Wir verdrängen den Gedanken beim ersten Kaffee.

Das Auswärtige Amt scheint bei den Infos an die Landsleute etwas langsam zu sein. Nachdem wir uns auf der ELEFAND-Liste eingetragen haben, gab es eine allgemeine E-Mail, dass versucht wird, sich zu kümmern, jedoch einzelne Nachrichten wohl eher wegen des Ansturms nicht beantwortet werden. Quintessenz aus der Mail: Wende dich als Pauschaltourist an deinen Reiseveranstalter, der muss dich nach Hause bringen. Als Individualtourist wende dich an deine Airline (viel Spaß dabei, laut der Erzählungen von Betroffenen hier im Hotel. Individuell reisend ist man wohl am Ende der touristischen Nahrungs- und Rettungskette angekommen...).

In Deutschland eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen

Mittlerweile wurde in Deutschland eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Maaß kündigt Rettungsflüge für gestrandete deutsche Touristen an. Das Auswärtige Amt schickt eine neue Mail, dass man seine Infos auf der ELEFAND-Liste ergänzen solle, ob man an einem Rückholflug teilnehmen will, falls es keine andere Möglichkeit mehr gibt, nach Hause zu kommen. Zudem soll man Auskünfte über Krankheiten oder benötigte Medikamente hinterlegen.

Wir würden natürlich sehr gerne diese Infos in unserem Formular hinterlegen. Wie 100 000 andere gestrandete Deutsche im Ausland. Als Folge scheinen das die Server des AA nicht mitzumachen. Die Seite ist seit fast 12 Stunden nicht erreichbar. Nicht für uns, noch für unsere Familie in Deutschland, die es ebenfalls versucht. Ob sich eine schneller vorangetriebene digitale Transformation in Deutschland in diesem Fall ausgezahlt hätte? Wir werden es wohl nicht erfahren.

Doch auf unsere Reiseleitung ist Verlass, es gibt wieder vorsichtige News. Morgen (Mittwoch) soll ein Condor-Flug nach Frankfurt stattfinden. Ob nachmittags oder abends und zu welcher Uhrzeit ist noch nicht bekannt, aber morgen früh soll es Neuigkeiten über WhatsApp geben. Wie wir von Frankfurt nach Berlin kommen werden und ob wir morgen überhaupt auf diesem Flug gebucht sein werden, wir wissen es nicht. Wir wissen auch nicht, ob es das kleinere Übel wäre, noch weitere Tage hierzubleiben und die seit einigen Tagen lärmende und 24/7 trinkende Amerikanergruppe am Pool zu ertragen oder sich der surrealen Realität in Deutschland vor der eigenen Haustür zu stellen. Wir wissen nur, dass wir gerne wieder in den eigenen vier Wänden wären, bei unseren Liebsten, unseren Haustieren und dem langweiligen Netflix-Programm auf der eigenen Couch. Denn das ist ziemlicher Luxus in dieser Zeit, in der sich stündlich alles ändern kann."

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Wie ist das eigentlich mit dem Reiserecht? Lesen Sie hier, ob Urlauber wegen Corona jetzt auf ihren Kosten sitzen bleiben und was Sie während der Osterferien beachten sollten. Sehen Sie auch in unserem Video, was Sie jetzt zum Coronavirus wissen müssen:

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Und was ist bei einer vermeintlichen Ansteckung mit dem Coronavirus? Das sollten Sie bei einem Verdacht tun.

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