16.03.2020

Von Reisen wird abgeraten Corona & Urlaub: Was Sie während der Osterferien beachten sollten

Eine Urlaubsreise anzutreten, ist momentan keine gute Idee. Viele Möglichkeiten bleiben ohnehin nicht...

Foto: iStock / Deagreez

Eine Urlaubsreise anzutreten, ist momentan keine gute Idee. Viele Möglichkeiten bleiben ohnehin nicht...

Viele haben bereits vor Monaten Urlaub über Ostern gebucht. Doch: Wie verhält es sich nun damit, in Zeiten der Corona-Krise? Bei uns erfahren Sie mehr...

Ostern steht vor der Tür, zahlreiche Familien haben für die Zeit der daran anknüpfenden Schulferien Urlaub geplant – und gebucht. Doch die momentane Lage macht jetzt allen Reiseplänen einen gehörigen Strich durch die Rechnung: Wegen des Coronavirus sollen möglichst keine Urlaubsreisen angetreten werden!

Auf Urlaubsreisen in der Coronakrise besser verzichten

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bahnchef Richard Lutz haben jetzt die Bitte ausgesprochen, auf private Reisen wegen der Pandemie nach Möglichkeit zu verzichten. "Die klare Botschaft ist: Die Bürgerinnen und Bürger sollten private Reisen auf das absolut Notwenige reduzieren", so Scheuer. Es solle nur dann gefahren werden, wenn es keine Überlappungen von Berufs- und Privatreisen gebe.

Wer eine geplante Bahnreise nicht antritt, kann die Fahrt gegen einen Gutschein eintauschen und sie irgendwann in der Zukunft antreten. Scheuer: "Ich habe mit Bahnchef Richard Lutz erweiterte Kulanzregeln vereinbart: Alle, die bereits ein Superspar- oder Sparpreis-Ticket gekauft haben, können das Ticket kostenfrei in einen Gutschein eintauschen. Das gilt vorerst bis zum 30. April." Die Deutsche Bahn wird bis auf weiteres auch weiterfahren, wenn auch mitunter eingeschränkt. Sie sei laut Bahnchef Lutz immerhin "Teil der Daseinsvorsorge". Es sei wichtig, den Bahnverkehr aufrechtzuerhalten, solange und so gut wie möglich.

Eine weltweite Reisewarnung vom Auswärtigem Amt steht derzeit zwar noch aus, von Reisen in Risikogebiete wird aber dringend abgeraten. Reisende sollten sich unbedingt tagesaktuell über Reisehinweise zum jeweiligen Land informieren. Und dem Sender RTL gegenüber berichtet Reiseexperte Ralf Benkö, dass sogar erste Reisebüros anfangen, Leuten von einer Reisebuchung abzuraten: "Das muss man sich mal vorstellen, weil nicht klar ist, wo es in den nächsten Wochen und Monaten noch urlaubstauglich sein kann." Immerhin seien Länder wie Italien, Malta und Zypern schon raus.

Reisemöglichkeiten ohnehin stark eingeschränkt

Allen, die jetzt sehr geknickt sind, sei gesagt: Das geht momentan allen Menschen so, weltweit! Aber mal ehrlich: Lieber jetzt auf Annehmlichkeiten verzichten, sich solidarisch zeigen und der Verbreitung des Coronavirus möglichst Einhalt gebieten, oder?

Außerdem ist es momentan sowieso kaum mehr möglich, Urlaub anzutreten, denn immer mehr Länder verschärfen die Ein- und Rückreise wegen Sars-CoV-2, täglich kommen neue hinzu. Zuletzt haben zahlreiche lateinamerikanische Staaten wegen des Coronavirus, darunter Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und Venezuela, vorübergehende Verbote von Flügen aus Europa angekündigt. Und auch Singapur erlässt jetzt ein Einreiseverbot für Menschen aus Deutschland.

Auch innerhalb Europas wird es von Tag zu Tag schwieriger, grenzüberschreitende Reisen anzutreten. Hessens Europa-Ministerin Lucia Puttrich (CDU) fordert diesbezüglich eine schnelle Entscheidung der Innenminister der EU: "Derzeit gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Reiseeinschränkungen in Europa. Italien, Österreich und Tschechien haben zum Beispiel ihre Grenzen weitestgehend geschlossen. Wir haben den Schengen-Raum geschaffen, damit wir uns auch im Krisenfall auf ein einheitliches Vorgehen einigen können. Das sollte jetzt schnell passieren."

Selbst wer im eigenen Land bleiben will, wird wohl Schwierigkeiten bekommen, Urlaub im gewohnten Stil zu genießen: Städte, Bezirke, Landkreise sagen Veranstaltungen ab, schränken das kulturelle Leben ein. So hat etwa Bochum alle städtischen Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien am 19. April abgesagt. Berlin will alle landeseigenen Theater, Opern- und Konzerthäuser, Bibliotheken und Museen schließen, auch die Museumsinsel soll zumachen. Und auch ein Verbot für gastronomische Einrichtungen ist nicht mehr auszuschließen. In Nachbarländern wie Italien und Belgien ist das bereits geschehen, in Tschechien teilweise.

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