10.03.2020 - 16:30

Unproblematisch oder gefährlich? Stiftung Warentest: Diese Schlankheitsmittel sind ungeeignet

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Sie sind kein Allheilmittel und haben Nebenwirkungen. Stiftung Warentest wollte wissen, ob Schlankheitsmittel wirken. Diese sind nicht empfehlenswert.

Foto: iStock/Pinkybird

Sie sind kein Allheilmittel und haben Nebenwirkungen. Stiftung Warentest wollte wissen, ob Schlankheitsmittel wirken. Diese sind nicht empfehlenswert.

Einfaches Abnehmen gelingt auch mit diesen Mitteln nicht. Selbst die Besten im Test sind nur mit Einschränkungen geeignet. Stiftung Warentest hat Schlankheitsmittel untersucht.

Schlankheitsmittel sind für viele Abnehmwillige ein probates Mittel zur Gewichtsreduktion. Stiftung Warentest hat sich rezeptfreie und verschreibungspflichtige Präparate einmal genauer angesehen.

Stiftung Warentest: diese Schlankheitsmittel haben Nebenwirkungen

Medizinische und pharmazeutische Experten haben für Stiftung Warentest Schlankheitsmittel unter die Lupe genommen, die in Apotheken laut Marktanalysen besonders gut verkauft werden.

Amphetamine verursachen Herzrasen

Sechs vielverkaufte, rezeptfreie Schlankheitsmittel beurteilten die Experten als wenig geeignet. Rezeptpflichtige Appetitzügler mit Amphetaminen können Herzrasen, Unruhe und Schwindel verursachen und wurden von Stiftung Warentest deshalb grundsätzlich abgelehnt. Noch am besten schneiden verschreibungspflichtige Mittel mit Orlistat oder Liraglutid ab. Aber auch sie sind nur mit Einschränkung geeignet.

Mäßiger Erfolg für zwei Schlankheitsmittel

Die Wirkstoffe Orlistat oder Liraglutid sind laut Studien mäßig erfolgversprechend. Stark übergewichtige Menschen nehmen mit einer Diät und dem Mittel Orlistat durchschnittlich etwa drei Kilo mehr ab als mit Diät und einem Scheinmedikament. Der Wirkstoff Liraglutid bewirkt eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von vier bis sechs Kilo unter den oben genannten Konditionen.

Die Kehrseite: Viele Teilnehmer mussten die Behandlung wegen Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall abbrechen. Deshalb raten Experten dazu, diese Schlankheitsmittel nur bei starkem Übergewicht einzusetzen, unter ärztlicher Aufsicht und kombiniert mit einer Diät und ausreichend Bewegung. Die Therapie sollte abgebrochen werden, wenn nach zwölf Wochen nicht mindestens 5 Prozent des Ausgangsgewichts verloren wurden.

Teure Präparate, die von den Kassen nicht erstatten werden

Schlankheitsmittel werden von den Krankenkassen in der Regel nicht ersetzt. Die Einnahme der "Abnehm-Pillen“ kann also richtig teuer werden. Liraglutid, das gespritzt wird, kostet pro Monat ca. 290 Euro. Bei Orlistat, dreimal täglich eingenommen, betragen die Kosten rund 70 bis 120 Euro. Dieses Präparat gibt es auch rezeptfrei, es ist dann geringer dosiert und preiswerter, aber auch weniger erforscht als das rezeptpflichtige.

Auch Formuladiäten bergen Risiken

Formuladiäten wie Rezepturen von Almased, Slimfast und Yokebe, die es zum Beispiel als Pulver zum Anrühren gibt, ersetzen eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag und haben relativ wenige Kalorien. Die Folge: Man nimmt ab. ABER: Nebenwirkungen wie Verstopfung beeinträchtigen die Gesundheit. Der Rat der Ärzte: Formuladiäten sollten höchstens bei starkem Übergewicht und zeitlich begrenzt eingenommen werden, und ersetzen keine Ernährungsumstellung.

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Fazit: Es gibt sie nicht, die Pille zum mühelosen Abnehmen. Sie haben einige Kilo mit einem Schlankheitsmittel abgenommen? Vorsicht vor der Jojo-Falle! Wer seine Ernährung nicht generell umstellt sowie ein gezieltes und gesundes Sportprogramm bzw. ausreichend Bewegung in seinen Alltag integriert, hat die überschüssigen Kilos schnell wieder auf den Rippen.

Stiftung Warentest hält diese Schlankheitsmittel für ungeeignet. Auch diese vier Diäten sind gefährlich! Vorsicht auch vor den Nebenwirkungender "Mysimba"-Abnehmpille . Wie sinnvoll sind Diätpillen überhaupt? Und was ist mit Fasten? An diesen 3 Anzeichen erkennen Sie, dass Intervallfasten nicht das Richtige für Sie ist.

Viel besser sind natürliche Mittel. Haben Sie zum Beispiel schon mal von Ghee, dem Wunderelixir des Ayurveda gehört? Oder lesen Sie mal wie Mandarinen beim Abnehmen helfen. Weitere Tipps erhalten Sie auch im Artikel über achtsamen Essen. Wussten Sie, dass man ebenso mit 6 Mahlzeiten am Tag annehmen kann?

Sie wollen mehr erfahren? Dann sehen Sie sich mal auf unseren Themenseiten Stiftung Warentest und Diäten um.

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