03.02.2020

Arvato Payment Solution Darum sollten Sie den Brief "Weihnachtsabrechnung" von Amazon nicht ignorieren

Wenn Sie die "Weihnachtsabrechnung" der Arvato Payment Solution bekommen, dann sollten Sie diesen Brief nicht einfach entsorgen.

Foto: imago images / photothek

Wenn Sie die "Weihnachtsabrechnung" der Arvato Payment Solution bekommen, dann sollten Sie diesen Brief nicht einfach entsorgen.

Sie haben vielleicht seltsame Post mit einer Rechnung für den Versandhändler-Riesen Amazon bekommen? Wir sagen Ihnen, was es damit auf sich haben könnte.

Die Arvato Payment Solution GmbH verschickt momentan Briefe im Namen des Onlineversandhändlers Amazon, in denen sie darauf hinweist, dass eine "Weihnachtsabrechnung" noch nicht beglichen sei. Doch einige Amazon-Kunden melden, es gebe gar keine offenen Rechnungen in ihren Amazon-Kundenkonten, die so lauten. Viele Kunden zahlen überhaupt nicht per Monatsabrechnung. Was hat es mit dem Schreiben nun auf sich?

"Weihnachtsabrechnung": Was tun, wenn dieser Amazon-Brief kommt?

Bereits vor Weihnachten erreichten die ersten Amazon-Kunden E-Mails, die für Verwirrung sorgten. Darin ging es um die neuartigen Monatsabrechnungen, die man nutzen kann, wenn man die Funktion im eigenen Kundenkonto aktiviert hat. Amazon verschickt diese E-Mails beispielsweise, um an die Zahlung der Rechnung zu erinnern. Dies geschah auch Mitte Januar. Doch nun folgen sogar Briefe, die bei dem einen oder anderen Verbraucher für Verwirrung zu sorgen scheinen.

Die Briefe werden von der Arvato Payment Solution GmbH im Auftrag von Amazon versendet. In dem Brief wird darauf hingeweisen, dass die Weihnachtsabrechnung noch offen sei. Manche Kunden hatten zuvor die E-Mail mit der Zahlungsaufforderung ignoriert, da sie keinen Rückstand feststellen konnten. Bei den Briefen handelt es sich tatsächlich um Forderungen von Amazon, daher sollte der Brief auch nicht einfach ignoriert werden. Manche Kunden haben im Dezember bei Amazon auf "Rechnung" gekauft und schlichtweg vergessen, dass der Sammelbetrag noch offen ist. Wenn die Summe also auf dem Amazon-Konto zu finden ist, dann sollte der Betrag ausgeglichen werden.

Vorsicht vor Datenmissbrauch

Doch es gibt auch andere Fälle und hier ist definitiv Vorsicht geboten: Die entsprechenden E-Mails und Briefe gingen auch an Verbraucher, die entweder gar kein Amazon-Konto haben, ihr Kundenkonto ausgeglichen haben oder für Amazon andere Adressen nutzen. Diese Kunden haben tatsächlich nichts bestellt, doch es scheint eine Forderung auf ihren Namen zu geben, weil Betrüger ihre Daten für eine Bestellung nutzten. In diesem Fall könnte es sich um Datenmissbrauch handeln.

Falls Sie zu den Betroffenen gehören, dann sollten Sie definitiv handeln und das Schreiben nicht einfach ignorieren. Zuerst sollten Sie Amazon kontaktieren. Wenn das Problem eine größere Dimension hat, dann ist es dem Onlineversandhändler meist schon bekannt und er kann Ihnen freundlich weiterhelfen. Nach der Bestätigung durch Amazon, dass es sich um eine missbräuchliche Bestellung handeln könnte, sollten Sie den Vorfall bei der Polizei melden und eine Anzeige wegen Datenmissbrauchs aufgeben. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Betrüger Ihre Identität nicht vielleicht auch woanders benutzt haben, sollten Sie einen generellen Datenmissbrauch angeben und sich nicht nur auf Amazon beziehen. Falls weitere Forderungen bei Ihnen eintrudeln sollten, können Sie mit der Vorgangsnummer, die Sie bekommen haben, schneller aufklären, dass Sie Opfer eines Datenmissbrauchs geworden sind.

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