28.01.2020

Wie viel für Sie rausspringt Warum Sie ab Januar 2020 mehr von Ihrem Gehalt haben

Mit der Gehaltsabrechnung für Januar 2020 können sich die Arbeitnehmer über mehr Netto vom Brutto freuen.

Foto: imago images / imagebroker

Mit der Gehaltsabrechnung für Januar 2020 können sich die Arbeitnehmer über mehr Netto vom Brutto freuen.

Das neue Jahr brachte nicht nur ein Haufen neuer guter Vorsätze, sondern auch tatsächlich Ergebnisse zum Anfassen. Der Blick auf ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung im Januar 2020 könnte sich lohnen – und Sie nun mehr von ihrem Gehalt behalten.

Es könnten im Jahr bis zu 274 Euro mehr für Sie sein – und das ganz ohne Gehaltserhöhung. Änderungen zur Einkommensteuer und Sozialversicherung sind in Kraft getreten und bescheren daher ein Plus im Portemonnaie der Arbeitnehmer. Wer am meisten von dieser Änderung profitiert, erfahren Sie hier bei uns.

Änderungen zur Einkommensteuer und Sozialversicherung: Dieses Plus findet sich auf dem Lohnzettel

Die Regierung hat es beschlossen und endlich ist die Entlastung bei den Sozialabgaben und der Einkommenssteuer auch auf dem ersten Gehaltszettel im Januar 2020 zu sehen. Millionen Arbeitnehmer können sich darüber freuen, dass nun mehr von ihrem Gehalt in das eigene Portemonnaie wandert.

Laut des IT-Dienstleisters Datev können es bis zu 23 Euro monatlich sein, die der Arbeitnehmer nun extra übrig hat. Das klingt zwar auf den ersten Blick nicht sonderlich viel, macht aber über das Jahr in Summe doch 274 Euro – und zwar ganz ohne das gefürchtete Gespräch mit dem Chef über mehr Lohn.

Allerdings belaufen sich die Ersparnisse in den unterschiedlichen Gruppen auch auf unterschiedliche Werte. Am meisten spart, wer Single oder alleinerziehend ist. Dabei gilt der Höchstwert von 274 Euro jährlich für Alleinerziehende mit einem monatlichen Bruttogehalt von 6500 Euro, die gesetzlich krankenversichert sind und keine Kirchensteuer zahlen. Bei der vorliegenden Beispielrechnung wurde zudem angenommen, dass der Arbeitnehmer in Bayern lebt und arbeitet. Unter den gleichen Voraussetzungen als kinderloser Single erhält man immerhin 267 Euro.

Für Verheiratete ist die Ersparnis am größten, wenn die Partner jeweils 4500 Euro Bruttogehalt verdienen – ohne Kinder bleiben 235 Euro mehr übrig, mit zwei Kindern immerhin 239 Euro.

Deutlich schlechter sieht es bei den Geringverdienern aus, die weniger Steuern zahlen – entsprechend ist dort die Einsparungsmöglichkeit geringer. Laut Datev sparen Verheiratete bei einem Bruttogehalt von 1500 Euro mit zwei Kindern gerade einmal 11 Euro im Jahr! Alleinerziehende mit einem Kind in dieser Gehaltsklasse sparen nur 66 Euro im Jahr.

Für Sie im Überblick, welche Gruppe wie viel mehr in der Tasche hat:

Singles, Stuerklasse I :

  • 1500 Euro brutto: 84 Euro
  • 3000 Euro brutto: 154 Euro
  • 4500 Euro brutto: 244 Euro
  • 5000 Euro brutto: 179 Euro
  • 6500 Euro brutto: 267 Euro
  • 7000 Euro brutto: 92 Euro
  • 9000 Euro brutto: 94 Euro

Verheiratet, zwei Kinder, Steuerklasse III:

  • 1500 Euro brutto: 11 Euro
  • 3000 Euro brutto: 173 Euro
  • 4500 Euro brutto: 239 Euro
  • 5000 Euro brutto: 145 Euro
  • 6500 Euro brutto: 235 Euro
  • 7000 Euro brutto: 73 Euro
  • 9000 Euro brutto: 189 Euro

Alleinerziehend, 1 Kind, Steuerklasse II:

  • 1500 Euro brutto: 66 Euro
  • 3000 Euro brutto: 152 Euro
  • 4500 Euro brutto: 242 Euro
  • 5000 Euro brutto: 170 Euro
  • 6500 Euro brutto: 274 Euro
  • 7000 Euro brutto: 99 Euro
  • 9000 Euro brutto: 101 Euro

Woher kommt das Netto-Plus?

Es setzt sich, wie bereits oben erwähnt, aus mehreren Teilen zusammen. Zum einen wurde der Grundfreibetrag um 240 Euro auf 9408 Euro angehoben, was zur Folge hat, dass ein größerer Teil des Gehalts steuerfrei bleibt. Je höher das Einkommen ist, umso stärker wirkt es sich aus. Der Kinderfreibetrag wurde ebenfalls erhöht und liegt nun bei 5172 Euro. Zudem sank der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,1 Prozent. Da die Beitragsbemessungsgrenzen bei den Sozialversicherungen allerdings gleichzeit erhöht wurden, fiel die Ersparnis insgesamt geringer aus.

Für Tipps rund um Ihr gutes Recht schauen Sie doch gerne einmal auf unserer Themenseite Ratgeber Recht vorbei.

Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen

Coronavirus: Das alles sollten Sie jetzt wissen

Beschreibung anzeigen