14.02.2020 - 15:42

Tierhaare, Kekskrümel & Co Stiftung Warentest: Diese Staubsauger sind wirklich empfehlenswert!

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Staubbox oder klassischer Saugerbeutel? Mit oder lieber ohne Elektrobürste? Stiftung Warentest hat Bodenstaubsauger untersucht. Hier das Ergebnis.

Foto: iStock/Serghei Starus

Staubbox oder klassischer Saugerbeutel? Mit oder lieber ohne Elektrobürste? Stiftung Warentest hat Bodenstaubsauger untersucht. Hier das Ergebnis.

Ob Staubbox oder klassischer Beutel, preiswert oder teuer: Stiftung Warentest wollte es wieder wissen und hat Staubsauger einer gründlichen Prüfung unterzogen.

Wer Tiere und kleine, süße Krümelmonster daheim hat, braucht sie fast täglich. Auch hier fällt dem Verbraucher die Auswahl schwer. Stiftung Warentest hat 13 Bodenstaubsauger geprüft. Das sind die besten!

Stiftung Warentest: Diese Staubsauger sind empfehlenswert!

Beutel oder Box – welches System bewährt sich im Test? Von den 13 getesteten Staubsaugern sammeln acht den Staub im klassischen Beutel, fünf dagegen sind mit einer dauerhaft nutzbaren Staubbox ausgestattet. Das tolle Ergebnis: Acht Modelle bekamen für ihre Saugleistung ein "Gut", davon sechs Beutelsauger und zwei Boxsauger. Und: Schon für 139 Euro gibt es "gute" Geräte.

Testsieger Vorwerk Kobold VT300 mit Beutel und Elektrobürste erledigte seinen Job laut Stiftung Warentest mit Bravour, ob Teppich, Tierhaare oder Kacheln. Das Manko: Er ist mit 920 Euro sehr teuer und laut.

Eine Variante: Geräuschärmer, preiswerter und auch ohne Elektrobürste effektiv gegen Tierhaare ist der beutellose Bosch für 330 Euro. Der Preis-Leistungs-Sieger im Test war der ebenfalls leise Sauger von AEG mit Beutel für 141 Euro.

Elektrobürste effektiv gegen Tierhaare

Vier der geprüften Modelle kamen mit der problematischen Tierhaarentfernung gut zurecht. Darunter alle drei Geräte, die mit einer Elektrobürste ausgestattet sind. Die Technik dahinter: Eine motorbetriebene Elektrobürste kämmt tief im Teppich sitzende Fasern und Tierhaare heraus. Der Testsieger Kobold von Vorwerk ist immer mit einer solchen ausgestattet. Die beiden Staubsauger Sebo und Miele SKCP3 gibt es mit Elektrobürste und Standarddüse, geprüft wurden beide Varianten. Das Ergebnis: Sebo und Miele lieferten enttäuschende Ergebnisse. Die Elektrobürste war der jeweiligen Standarddüse auf Teppich zwar überlegen, auf Hartboden und über Ritzen wie bei Dielenboden lieferte der Sebo mit Motor aber deutlich schlechtere Ergebnisse als mit Standarddüse. Und bei Miele? Die Elektrobürste hinkt der Standarddüse sowohl bei der Aufnahme gröberem Schmutz als auch über Ritzen und an Ecken und Kanten hinterher. Weiteres Problem: Beide Modelle sind laut und mit rund 12 Kilogramm echte Schwergewichte. Die schlechte Leistung brachte beiden die Note "ausreichend" ein.

Der Testsieger dagegen reinigte mit der rotierenden Bürste am besten. Auch auf Hartboden, Polstern und über Ritzen. Allerdings ist er auf Hartboden sehr laut. Der Schallleistungspegel bis 85 Dezibel ist zum Vergleich 9 Dezibel lauter als die lauteste Waschmaschine im letzten Test.

Auch ein Sicherheitsproblem konnten die Prüfer feststellen: "An der Stelle, wo der Schlauch ins Gerät eingesteckt wird, lassen sich elektrische Kontakte, die die Elektrobürste mit Strom versorgen, mit einer Prüfsonde berühren. Das verbietet die Sicherheitsnorm. Das Risiko eines Stromschlags werten wir aber als sehr gering, da der Schlauch in der Regel nur einmal montiert wird, wenn das Gerät aus ist."

Box oder Beutel: Was ist besser?

Wer an Atemwegserkrankungen leidet, sollte zu klassischen Staubbeuteln greifen. Der Grund: Beim Entleeren der Staubbox kann eher Staub entweichen als beim Entnehmen des Beutels, da moderne Beutel verschließbar sind.

Erstmals testete Stiftung Warentest, wie oft Boxen entleert und Beutel getauscht werden müssen. Die Beutelsauger im Test sind hier etwas im Vorteil: Sie brauchen bei einer durchschnittlichen Menge von 1,9 Kilogramm pro Jahr zwei bis drei Beutel. Staubboxen dagegen müssen häufiger geleert werden, beim Grundig-Sauger muss das sogar elf Mal im Jahr passieren. Der Vorteil der Boxen ist ein preislicher, da die Kosten für neue Beutel entfallen.

Die Entfernung zählt

Wer eine große Wohnung hat, sollte auch auf den Aktionsradius achten, der die Reichweite der Geräte angibt. Während für Severin, Rowenta und Dirt Devil schon bei etwa neun Metern Schluss ist, saugen AEG, Philips und Siemens noch ca. zwölf Meter von der Steckdose entfernt. Der Sebo schafft sogar knapp 16 Meter.

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Stiftung Warentest hat nicht nur Staubsauger untersucht. Lesen Sie mal, welche die besten Elektrozahnbürsten sind und von welchen Conditioner-Produkten Sie aufgrund des schädlichen Dufts lieber die Finger lassen sollten. Spannend auch: Geschirrspülmittel im Test: Die Verlierer bei Stiftung Warentest.

Sie möchten mehr wissen. Dann lesen Sie mal die letzten Teste von Stiftung Warentest auf unserer Themenseite.

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